Mehr Open Access, mehr Sichtbarkeit: Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar zieht Bilanz für 2025
Die Universitätsbibliothek blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück: Neben klassischen Aufgaben gewinnen insbesondere Services rund um das wissenschaftliche Publizieren eine immer größere Bedeutung. Vor allem der Trend zum Open Access-Publizieren stärkt die Sichtbarkeit der Forschung an der Bauhaus-Universität Weimar.
Ein zentrales Instrument ist die neue Universitätsbibliographie, die Anfang 2026 online gestellt wurde. Sie bietet erstmals einen detaillierten Überblick über die Publikationen, die im Laufe eines Jahres an der Bauhaus-Universität entstehen. Die Zahlen für das Jahr 2025 belegen, dass zum einen das Online-Publizieren mittlerweile eine absolute Vorrangstellung einnimmt und zum anderen der Anteil der Open Access-Publikationen stetig zunimmt. So waren von den insgesamt 385 für das vergangene Jahr erfassten Publikationen 368 Online-Publikationen. 239 Beiträge sind frei zugänglich im Netz verfügbar – der Open-Access-Anteil liegt damit bei 62 Prozent.
Die wachsende Bedeutung dieses Bereichs unterstreicht auch eine erneute Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG): Für die Jahre 2026 bis 2028 stehen insgesamt 118.600 Euro zur Verfügung, um Open Access-Publikationen von Mitgliedern und Angehörigen der Universität zu unterstützen. Den Antrag hatte die Bibliothek erarbeitet und eingereicht. Bibliotheksdirektor Dr. Frank Simon-Ritz sieht die Bibliothek bei diesem Thema gut aufgestellt: »Die Bibliothek nimmt wichtige Aufgaben in der Beratung der Forschenden an unserer Universität wahr. Und sie kann mit den von ihr eingeworbenen Mitteln Forschende unmittelbar beim Publizieren fördern.«
Auch klassische Serviceangebote bleiben stark nachgefragt: Zum Portfolio zählen weiterhin Kopier-, Scan- und Lieferdienste, mit denen die Bibliothek ihre Bestände direkt an den Arbeitsplatz von Universitätsmitgliedern- und -angehörigen liefert. So wurden 2025 im Rahmen des sogenannten Campuslieferdiensts 1.376 Kopien aus Büchern und Zeitschriften bereitgestellt. Für Semesterapparate, die die Lehre an der Bauhaus-Universität begleiten und unterstützen, digitalisierte die Bibliothek im akademischen Jahr 2024/2025 insgesamt 52 Texte. Darüber hinaus werden jährlich etwa 2.500 Inhaltsverzeichnisse von Büchern und Zeitschriften gescannt und über den Katalog des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (GBV) zugänglich gemacht.
Auch als Lern- und Arbeitsort bleibt die Bibliothek mit ihren zwei Gebäuden in der Steubenstraße stark frequentiert. Die Zahl der Besuche ist 2025 erneut angestiegen: auf 139.346 im Vergleich zu 135.437 im Jahr 2024. Im vergangenen Jahr feierte der Bibliotheksneubau zudem sein 20-jähriges Jubiläum. »Wir waren regelrecht gerührt«, so Simon-Ritz, »über die vielen positiven Rückmeldungen, die wir aus diesem Anlass erhalten haben. Und wir sind stolz darauf, dass wir uns in diesen 20 Jahren zu einem wichtigen Ort in der Universität und in der Stadt entwickelt haben.«
Mit überregional beachteten Ausstellungen und Veranstaltungen profilierte sich die Bibliothek im vergangenen Jahr auch kulturell. Vom 6. März bis 3. Mai wurde eine Ausstellung zu dem amerikanischen Wissenschaftsfotografen Fritz Goro (1901-1986) gezeigt, der in den Jahren 1921 und 1922 am Staatlichen Bauhaus in Weimar studierte. Es folgte eine große Retrospektive zu der Textilkünstlerin Charlotte Sehmisch (1965-2024), die von 1985 bis 1991 an der damaligen Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar Architektur studiert hat. Sowohl die Vernissage am 12. Mai als auch die erstmals durchgeführte Finissage am 11. Juli waren stark besuchte Treffpunkte.
Im Rahmen des Weimarer Literaturfestivals »Lesarten« präsentierte die Bibliothek vom 8. April bis 8. Mai eine Ausstellung zu den Arbeiten der erfolgreichen Comic-Zeichnerin Olivia Vieweg, die an der Bauhaus-Universität Weimar studiert hat. Im Gewölbekeller der Stadtbücherei fand zudem eine Autorinnenlesung aus der Graphic Novel »Fangirl Fantasy« statt, die auf viel Zuspruch stieß. Im Sommer war die Bibliothek erneut an der Weimarer Stummfilm-Retrospektive im Rahmen des Kunstfest Weimar beteiligt.
Am 18. September war die Bibliothek Gastgeberin der Verbundkonferenz des Kooperationsverbunds Thüringer Hochschulbibliotheken, die sich mit aktuellen Entwicklungen im Bibliothekswesen beschäftigte. Der Festakt zum 20-jährigen Jubiläum des neuen Bibliotheksgebäudes fand am 10. Oktober statt.
Für Rückfragen steht Ihnen gerne Dr. Frank Simon-Ritz, Leiter der Universitätsbibliothek, per E-Mail frank.simon-ritz[at]uni-weimar.de oder telefonisch: +49 (0) 36 43/58 28 00 zur Verfügung.


