Internationales Lehrformat wächst weiter: Fünf Jahre Bauhaus Spring School
Vom 12. bis 21. März 2026 bringt die Bauhaus Spring School erneut Studierende aus ganz Europa in Weimar zusammen und feiert zugleich ihr fünfjähriges Bestehen. Seit 2022 vernetzt das internationale Lehrformat der Bauhaus-Universität Weimar erfolgreich Studierende mit Teilnehmenden europäischer Partneruniversitäten. Zum Jubiläum erreicht das Programm einen neuen Höchststand: Mit insgesamt elf interdisziplinären Kursen werden so viele Angebote wie noch nie angeboten.
Die 237 Studierenden aus 42 Nationen reisen am 12. März nach Weimar an und arbeiten bis zum 21. März in intensiven Projektformaten an aktuellen Fragestellungen. Ein besonderes Highlight ist die öffentliche Abschlusspräsentation am 20. März ab 14 Uhr auf dem Campus der Bauhaus-Universität Weimar. Bei den sogenannten »Open.Ateliers« sind Besucher*innen herzlich eingeladen, die Projektergebnisse kennenzulernen und mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen.
Die elf Kurse greifen drängende gesellschaftliche Herausforderungen auf und verbinden Perspektiven aus Architektur und Urbanistik, Kunst und Gestaltung sowie Medien und Kultur.
Im Kurs »Collective Forms of Agriculture« besuchen die Teilnehmenden beispielsweise kollektive Landwirtschaftsprojekte und analysieren deren Potenzial für eine ökologische und solidarische Gesellschaft –insbesondere vor dem Hintergrund der Klimakrise und eines erstarkenden Rechtspopulismus.
Der Kurs »Augmented Present: how the screen swallowed us whole« widmet sich der Frage, wie sich unsere zunehmend hyperreale Lebenswelt begreifen lässt. Dabei geht es nicht nur um ein vertieftes Verständnis dafür, wie digitale Bildschirme und mediale Umgebungen unsere Wahrnehmung prägen, sondern auch um eine kritische Auseinandersetzung mit den Entwicklungen, die zu dieser Situation geführt haben.
Großes Interesse verzeichnet in diesem Jahr der Kurs »The Secret Life of Objects: Archiving and Storytelling through Everyday Things«: Hier stehen Alltagsgegenstände im Mittelpunkt, deren verborgene Geschichten erforscht und künstlerisch dokumentiert werden.
Mit ästhetischen Zugängen zur Klimakrise beschäftigt sich das Seminar »Ecological Aesthetics: How to Engage Aesthetically with Climate Crisis«. Diskutiert wird unter anderem die Frage, welche Rolle Kunst einnehmen kann, wenn politische Prozesse an ihre Grenzen stoßen.
Vielfältiges Rahmenprogramm und kulturelle Angebote
Neben der intensiven Projektarbeit bietet die Bauhaus Spring School 2026 ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Exkursionen führen zum Beispiel nach Erfurt, Eisenach, Dessau-Roßlau und Leipzig und ermöglichen Einblicke in die kulturelle Vielfalt Mitteldeutschlands. Darüber hinaus laden ein gemeinsamer Kinoabend und eine Karaokeparty zu informellen Begegnungen ein. Zu den besonderen Höhepunkten zählen in diesem Jahr der Macramé-Workshop sowie das Sprachen-Café, das den interkulturellen Austausch fördert. Außerdem haben die Studierenden Gelegenheit, die Museen der Klassik Stiftung Weimar zu besuchen und sich mit dem kulturellen Erbe der Stadt auseinanderzusetzen.
Über die Bauhaus Spring School
Die Bauhaus Spring School ist ein internationales Kurzzeitprogramm im Blended-Format (Online- und Präsenzphase), das als »Erasmus Blended Intensive Programme« von ERASMUS gefördert wird. Die Spring School-Kurse bieten nicht nur eine Plattform für akademischen Austausch, sondern eröffnen Studierenden die Möglichkeit, internationale Netzwerke zu knüpfen und ihren kreativen Horizont nachhaltig zu erweitern.
Für weitere Informationen steht Kristiina Oelsner, Koordinatorin der Bauhaus Spring School im Dezernat Internationale Beziehungen der Bauhaus-Universität Weimar, gerne telefonisch unter +49 (0) 36 43 / 58 23 59 oder per E-Mail unter kristiina.oelsner[at]uni-weimar.de zur Verfügung.
