Einladung zu öffentlichen Vorträgen zur PhD-Woche
Im Rahmen der der Lehrwoche im PhD-Programm Art & Design finden vom 23. bis 27. Februar 2026 an der Fakultät Kunst und Gestaltung mehrere öffentliche Vorträge zu künstlerischer Forschung statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Jun.-Prof. Dr. Alexandra R. Roland: Soil and Soup
Gemeinsames Essen und Buchvorstellung von »Soils Turn – A Field Guide to Artistic Earthly Engagements« herausgegeben von Alex Toland und Patricia Watts in 2025 mit Unterstützung des Kreativfonds der Bauhaus Universität.
Zeit:
Dienstag, 24. Februar 2026, 19Uhr
Ort:
Bauhaus Universität Weimar
Bauhaus Atelier | Info Shop Café
Geschwister-Scholl-Straße 6a
99423 Weimar
Dr. Marie Hoop: Wissenspolitiken in der künstlerischen Forschung. Zur Institutionalisierung einer widerständigen Praxis
Während sich die künstlerische Forschung in den letzten dreißig Jahren in vielen Ländern Europas etabliert hat, wird sie als relativ junge Forschungsdisziplin im deutschsprachigen Raum nach wie vor kontrovers rezipiert. Dabei ist der Diskurs geprägt von Kämpfen um die Legitimation und Anerkennung als eigenständige Forschungsdisziplin, was sich auch in Förderpolitiken äußert. In Ihrem Vortrag präsentiert Marie Hoop die Ergebnisse einer feldsoziologischen Analyse künstlerischer Forschungsprogramme und Artistic PhDs sowie Förderinstitutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei arbeitet Sie die Potenziale performativer künstlerisch-forschender Praktiken für die akademische Wissensproduktion und -vermittlung heraus und beleuchtet zugleich die Herausforderungen und institutionellen Hürden bei der Institutionalisierung künstlerischer Forschung.
Über Marie Hoop:
Dr. Marie Hoop arbeitet als Kulturwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie und Kulturorganisation der Leuphana Universität Lüneburg. Dort war sie an mehreren Projekten des Kunstraums der Leuphana Universität Lüneburg beteiligt und begleitete das Leuphana Arts Program (LAP) bei seiner Etablierung. Im Rahmen des Forschungsprojektes "Critical Artists and Urban Development" forschte Frau Hoop zu künstlerischen Interventionen im Stadtraum. Weitere Forschungsinteressen sind Kunst im öffentlichen Raum und Kunst und Aktivismus sowie Schnittstellen zwischen Kunst und Wissenschaft, Wissenschaftssoziologie, Praxistheorien und ethnografische Feldforschung sowie Feldanalyse.
Zeit:
Mittwoch, 25. Februar 2026, 19 – 21 Uhr
Ort:
Bauhaus Universität Weimar
Van-de-Velde-Bau, Raum 116
99423 Weimar
Prof. Dr. Till Ansgar Baumhauer: Offene Enden und Gordische Knoten? Überlegungen zur künstlerischen Forschung
Künstlerische Forschung steht immer wieder in der Kritik, weil ihre Methodologien sich den geläufigen Forschungsstandards häufig entziehen. Von anderer Seite wird diese Unangepasstheit als spezifische Stärke der künstlerischen Forschung aufgefasst. Der Vortrag lotet dieses Spannungsfeld aus und stellt Überlegungen zu damit verbundenen Fragen an.
Über Till Ansgar Baumhauer:
Till Ansgar Baumhauer studierte Bildende Kunst an der UdK Berlin und der HfBK Dresden, wo er auch Meisterschüler war. Von 2009 bis 2015 promovierte er im PhD-Studiengang Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar, wo er auch Postdoc-Stipendiat war. Ab 2020 künstlerischer Mitarbeiter der Hochschulallianz EU4ART für die HfBK Dresden, entwickelte und betreute er das internationale Forschungsprojekt „EU4ART_differences“ zu künstlerischer Forschung im Postgraduiertenstudium von 2021 bis 2024. Seit 2024 hat er an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen die Professur für Praxis und Theorie der Bildenden Künste inne.
Seine künstlerischen Forschungsthemen sind das Verhältnis von Gewalterfahrung und Bildproduktion sowie nach der transkulturellen Aussagefähigkeit von Bildern und kollektiver Erinnerung.
Zeit:
Donnerstag, 26.Februar 2026, 19 Uhr
Ort:
Bauhaus Universität Weimar
Van-de-Velde-Bau, Raum 116
99423 Weimar




