Besser Hören und Verstehen: Maßnahmen zur Barrierefreiheit und zum Abbau von Kommunikationsbarrieren werden umgesetzt
Öffentliche Einrichtungen wie die Bauhaus-Universität Weimar sind seit einigen Jahren gesetzlich verpflichtet, ihre Angebote barrierefrei nutzbar zu machen. Das betrifft nicht nur bauliche Maßnahmen, sondern auch alle digitalen Angebote sowie den Bereich der Lehre der Universität. Die Bauhaus-Universität Weimar geht nun mit Mitteln des Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie weitere Schritte in Richtung Barrierefreiheit und zum Abbau von Kommunikationsbarrieren.
Um Menschen mit Hörbeeinträchtigungen die Teilhabe an universitären Veranstaltungen zu erleichtern, wurden im letzten Jahr mit Mitteln des Ministeriums für einen Hörsaal in der Marienstraße 13 ein Audio-Übertragungssystem angeschafft, mit dem eine Hörunterstützung über WLAN für eine campusweite Audio-Übertragung ermöglicht wird. Dabei wird der gesprochene Ton mithilfe einer App auf Kopfhörer, Hörgeräte oder Cochlea-Implantate übertragen und kann somit ohne äußere Störgeräusche wahrgenommen werden. Durch das Scannen eines QR-Codes im Hörsaal können die Teilnehmenden direkt an der Übertragung teilnehmen.
Insgesamt sind momentan fünf Geräte für die Hörsäle A bis D in der Marienstraße 13 und dem Maurice-Halbwachs-Auditorium vorhanden und werden in den nächsten Wochen vom Medientechnischen Service der Universität installiert.
Zudem konnte ein Video, in dem die verschiedenen Beratungsangebote an der Bauhaus-Universität Weimar vorgestellt werden, mit Gebärdensprache versehen werden. Die deutsche und englische Lautsprache und die zweisprachige Untertitelung wurden durch Gebärden ergänzt, das deutsche Video in Deutsche Gebärdensprache (DGS) und das englische Video in Internationale Gebärdensprache (ISL) übersetzt.
https://www.uni-weimar.de/de/universitaet/profil/chancengleichheit-und-diskriminierungsschutz
Mit weiteren Fördermitteln im Rahmen des Thüringer Barrierefreiheitsförderprogramms – ThüBaFF der Thüringer Aufbaubank wird dieses Jahr die Erstellung und Ausführung eines Planungskonzeptes für barrierefrei nutzbare Gebäude der Universitätsbibliothek beauftragt und bis September 2026 umgesetzt.
Kontakt:
Christiane Hempel, Universitätskommunikation
http://www.uni-weimar.de/digitale-barrierefreiheit


