Veranstaltungsarchiv

27. Juni 2019 | Negotiating the City: Women in Urban Spaces in Pakistan

27. Juni 2019 | Negotiating the City: Women in Urban Spaces in Pakistan

Gastvortrag und Workshop mit Yusra Alvi (Dessau) im Rahmen des Seminars "Kulturtechniken des Wohnens"
27.6.2019, 10:00, Cranachstraße 47, Sem. 1

7.Juni 2018 | Workshop: Global Airport. Zur Geopolitik des Luftverkehrs

7.Juni 2018 | Workshop: Global Airport. Zur Geopolitik des Luftverkehrs

Gastvortrag und Workshop im Rahmen des Seminars »Decolonizing Spaces« mit Dr. phil. Lars Denicke, Donnerstag, 7. Juni 2018, 13–15 Uhr in der Bauhausstr.11, Raum 13

7. Juli–15. Oktober 2017 | Migration der Dinge

7. Juli–15. Oktober 2017 im Schloss Belvedere, Weimar.
Eröffnung 6. Juli 2017, 18 Uhr, Belvedere Orangerie, Nordflügel

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26. Januar 2017 | Infrastructure Lecture #2 von Erhard Schüttpelz

26. Januar 2017 | Infrastructure Lecture #2 von Erhard Schüttpelz

 »Medienrevolutionen und andere Revolutionen«
Bauhaus-Universität Weimar, Cranachstr. 47, Salon, 19 Uhr

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19.-20. Januar 2017 | Workshop »Kulturen des Reparierens und die Lebensdauer technischer Dinge«

IZWT Bergische Universität Wuppertal. Konzeption: Stefan Krebs (University of Luxembourg), Gabriele Schabacher (Bauhaus-Universität Weimar) und Heike Weber (Bergische Universität Wuppertal).

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10.-12. November 2016 | Internationales Symposion »In/Visible City. Infrastrukturen und Mediatisierung der Stadt im historischen Wandel«

10.-12. November 2016 | Bauhaus-Universität Weimar, Cranachstr. 47.

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7. Juli 2016 | Gastvortrag von Dr. des. Linda Waack

7. Juli 2016 | Gastvortrag von Dr. des. Linda Waack

»Zur Kindheit. Übungen am kleinen Film«
Bauhaus-Universität Weimar, Bauhaus-Str. 11, Raum 014, 11.00 Uhr.

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6. Juli 2016 | Infrastructure Lecture #1 von William J. Buxton

6. Juli 2016 | »Harold Innis’s History of Communications Project: From the Margins of Civilization to ›Monopoly and Civilization‹«
Villa Dürckheim (IKKM), Weimar, Cranachstraße 47, Salon, 19.00 Uhr.

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19.–25. Juni 2016 | 2016 Princeton-Weimar Summer School for Media Studies

19.–25. Juni 2016 | 2016 Princeton-Weimar Summer School for Media Studies

19.–25. Juni 2016 | »Start Making Sense? The Question of Interpretation under the Condition of Technology's Ongoing Provocation«. Princeton.

2. Juni 2016 | Gastvortrag von Dr. Michael Bies

2. Juni 2016 | Gastvortrag von Dr. Michael Bies

»Archäologie des Arbeiter- und Bastlerstaats. Marc Schweskas Roman Zur letzten Instanz«
Bauhaus-Universität Weimar, Bauhaus-Str. 11, Raum 014, 11.00 Uhr.

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19. Februar 2016 | Gabriele Schabacher: »›Duel to the Death‹. Unfall und Spektakel der Technik in der frühen Eisenbahngeschichte«

19. Februar 2016 | Gabriele Schabacher: »›Duel to the Death‹. Unfall und Spektakel der Technik in der frühen Eisenbahngeschichte«

Vortrag im Rahmen der Tagung »Sozial-, Kultur- und Medientechniken«, Bauhaus-Universität Weimar.
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28. Januar 2016 | Podiumsgespräch »Workarounds«

28. Januar 2016 | Podiumsgespräch »Workarounds«

Veranstaltungsreihe des Technik-Salons der Leibniz Universität Hannover, Technische Informationsbibliothek Hannover. Gäste: Gabriele Schabacher (Medienwissenschaft, Bauhaus-Universität Weimar), Elke Schick (Make Magazin) und Dr. Michael Bies (Literaturwissenschaft, Universität Hannover).
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7. Januar 2016 | Gastvortrag von Dr. Thomas Waitz »Kreisverkehr. Verkehr um seiner selbst willen«

7. Januar 2016 | Gastvortrag von Dr. Thomas Waitz »Kreisverkehr. Verkehr um seiner selbst willen«

7. Januar 2016 | »Kreisverkehr. Verkehr um seiner selbst willen«
Bauhaus-Universität Weimar.
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18. Dezember 2015 | Workshop »Doing Things: Ausstellen«

18. Dezember 2015 | Workshop »Doing Things: Ausstellen«

Veranstaltung mit Dr. Nina Wiedemeyer (Universität Erfurt), Bauhaus-Universität Weimar.
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7. Juli 2015 | Gabriele Schabacher: »Er-Fahren. Zur Ästhetik der Transportstörung«

7. Juli 2015 | Gabriele Schabacher: »Er-Fahren. Zur Ästhetik der Transportstörung«

Workshop & Vortrag im Rahmen der Cologne Media Lectures, Universität zu Köln.

10. Juni 2015 | Gabriele Schabacher: »›Ce qui arrive‹. Zum Verhältnis von Unfall und Infrastruktur«

 Vortrag am Historisch-Kulturwissenschaftlichen Forschungszentrum Trier (HKFZ), Universität Trier.
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27. Mai 2015 | Gastvortrag von Prof. Dr. Jürgen Müller (Dresden) »Architektur als Politbarometer. Utopie und Dystopie in Fritz Langs METROPOLIS«

27. Mai 2015 | »Architektur als Politbarometer. Utopie und Dystopie in Fritz Langs METROPOLIS«
Bauhaus-Universität Weimar, Seminarraum 014, 18.30 Uhr.
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8. Mai 2015 | Gabriele Schabacher: »›Worm world‹. Kommentar zu Susan Leigh Star/Karen Ruhleder ›Steps Towards an Ecology of Infrastructure‹«

Vortrag im Rahmen des Workshops »The Translation of Boundary Objects«, Universität Siegen, 7./8. Mai 2015.
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20. Februar 2015 | Gabriele Schabacher: »Reparieren als Kulturtechnik«

 Vortrag im Rahmen der Tagung »Lebenszyklen der Technik«,
Jahrestagung des VDI Ausschuss Technikgeschichte, Bochum.
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6. Februar 2015 | Workshop »Mobilitätspraktiken des Gehens und Browsens: Literaturtourismus und Navigieren auf der digitalen Erde«

6. Februar 2015 | Workshop »Mobilitätspraktiken des Gehens und Browsens: Literaturtourismus und Navigieren auf der digitalen Erde«

Veranstaltung mit Raphaela Knipp (Universität Siegen) und Pablo Abend (Universität zu Köln) im Rahmen des Projektseminars »Gehen, Fahren, Fliegen. Medien der Mobilität und Raumaneignung«, Bauhaus-Universität Weimar.
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13. Dezember 2014 | Gabriele Schabacher: »Infrastruktur-Arbeit. Zur Kreativität des Reparierens«

13. Dezember 2014 | Vortrag im Rahmen der Tagung »Poetiken der Infrastruktur«, Tagung der Forschungsgruppe Mediologie@Wien und des Instituts für Wissenschaft und Kunst, Universität Wien.
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28. November 2014 | Gabriele Schabacher: »Transport und Transformation bei McLuhan«

28. November 2014 | Gabriele Schabacher: »Transport und Transformation bei McLuhan«

28. November 2014 | Vortrag im Rahmen der Tagung »Medien verstehen. Marshall McLuhans Understanding Media zum Fünfzigsten«, Universität Siegen, 27./28. November 2014.
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17.-19. Mai 2012: Instituieren. Zum Gedenken an Cornelia Vismann

In Kooperation mit dem Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie veranstaltet die Bauhaus-Universität Weimar vom 17.05. bis zum 19.05. 2012 eine Tagung zum Gedenken an Cornelia Vismann (1961-2010). Cornelia Vismann hat an der Fakultät Medien den Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken vertreten. In Forschung und Lehre hat sie dabei das Feld der Kulturtechniken des Rechts stark gemacht. Das Werk Cornelia Vismann dreht sich immer wieder um Institutionen und die Mittel, mit denen diese Institutionen eingerichtet, übertragen und verarbeitet worden sind. Normativität erscheint hier weder als Effekt eines juristischen Willensakts noch verortet im souveränen Bewusstsein einer politischen Gemeinschaft. Vismanns Überlegungen kreisen um Institutionen, Medien, symbolische Ordnungen und Literaturen. Die Tagung in Weimar soll ihr Werk nicht historisieren. Es geht weniger darum über als mit dem Werk der schöpferischen Rechtshistorikerin und Medientheoretikern zu sprechen. Im Zentrum steht also ihr Thema des Instituierens. Instituieren erscheint als Praxis, in der die Medien und Kulturtechniken mit dem Recht einen eigenen Zug entwickeln. Der Streit ums Recht wird ausgetragen, so wie man etwa Zeitungen austrägt: Es ist die Praxis einer Zerstreuung, aus der ein normativer Text und seine randständigen Helfer immer aufs Neue hervorgehen.

Für Rückfragen: fabian.steinhauer@uni-weimar.de, johanna.bergann@uni-weimar.de

Programm (PDF)

Donnerstag, 17.05.2012

Van-de-Velde-Bau, Raum 116, Geschwister-Scholl-Str. 7, 99423 Weimar

14.00 – 14.30 Johanna Bergann/ Fabian Steinhauer: Einleitung

I: Instituieren
14.30 – 15.30 Friedrich Balke: Als ob!
15.45 – 16.45 Manfred Schneider: Tiere als Helfer des Rechts. Vom Institutionenzoo
17.00 – 18.00 Anton Schütz: Instituieren, Polarisieren, Auf-Dauer-Stellen, mit-dem-Rest-Fertigwerden
18.00 – 18.30 Abschlussdiskussion
19.30 Abendessen

Freitag, 18.05.2012

IKKM, Ehemaliges Palais Dürckheim, Cranachstr. 47, 99423 Weimar

II: Der Zug der Medien
09.00 – 10.00 Thomas Michael Seibert: Akten-Akte. Vom Instituieren eines Institutes
10.15 – 11.15 Thomas Vesting: Verfassung als gedruckte Verfassung: Von der Souveränität des Monarchen zur Autorität des Gesetzes
11.30 – 12.30: Claudia Blümle: Szenen des Rechts: Albrecht Dürers Wandmalereien für das Nürnberger Rathaus
13.00 Mittagspause
14.30 – 15.30 Uhr Peter Berz: Reden zum Fenster hinaus. Schrift und Funk in Brest-Litovsk
III. Zeugenschaft und Wahrheitstechnik
15.45 – 16.45 Anne Fleckstein: “The speaker’s mike is not on”. Übersetzung und Übertragung in der südafrikanischen Wahrheitskommission
17.00 – 18.00 Piyel Haldar: Witness Demeanour as Real Evidence: Mechanistic Philosophy of Bodies without Minds
18.00 – 18.30 Abschlussdiskussion
19.00 Abendessen

Samstag, 19.05.2012

Van-de-Velde-Bau, Raum 116, Geschwister-Scholl-Str. 7, 99423 Weimar

IV. Von der Mitte zum Rand: Relationen
10.00 – 11.00 Johanna Bergann: Goethes Mittler
11.15 –12.15 Rupert Gaderer: Querulanz Schreiben. Mimesis, Paranoia und Aktenberge
12.30 – 13.30 Bettine Menke: Der Text und seine Randzonen oder: Die Produktivität der Ränder
13.30 – 14.30 Abschlussdiskussion

23. – 27. August 2010: Kulturtechniken des Rechts

Die Summer School bietet ein interdisziplinäres Forum für alle, die eine Qualifikationsarbeit im Bereich von Kultur und Recht schreiben, gleich, ob sie in einer juristischen, geistes- oder kulturwissenschaftlichen Disziplin beheimatet sind. Sie richtet sich an fortgeschrittene Master- Studierende, Doktoranden und Habilitanden aus dem In- und Ausland. Unter dem Titel"Kulturtechniken des Rechts" werden rechtliche Praktiken ebenso wie Dogmen und Figuren in ihrer Wirkung auf die Fassung tragender kultureller Konzepte betrachtet. Umgekehrt soll die Formierung juristischer Institute aus Medientechniken und kulturellen Verfahrensweisen abgeleitet werden. Die wechselnden Verknüpfungen zwischen Recht, Kultur und Medien werden anhand der drei zentralen Begriffe Text, Theater und (Tat)sachen gegliedert. Ihnen ist jeweils ein Teil des Workshops gewidmet, der von einem in diesem Bereich ausgewiesenen Dozenten getragen wird. Neben der Präsentation und Diskussion eigener Arbeiten der Teilnehmerinnen werden ausgewählte Grundlagentexte aus dem Bereich von Law and Literature, Rechtstheorie, -anthropologie und rechtlichen Bildwissenschaften diskutiert.

Dozenten
Prof. Dr. Katrin Trüstedt (Universität Erfurt)
Prof. Dr. Cornelia Vismann (Bauhaus-Universität Weimar)

Gastdozenten
Prof. Dr. Werner Hamacher (Goethe-Univerität Frankfurt am Main)
Prof. Dr. Richard Rottenburg (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Prof. Alain Pottage (The London School of Economics and Political Science)
Prof. Dr. Eva Geulen (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

10. – 11. Februar 2007: Nicht-Krieg

Eine Tagung der Bauhaus-Universität, Fak. Medien in Kooperation mit dem Friedrich Nietzsche-Kolleg der Stiftung Weimarer Klassik. Ort: Goethehaus, Weimar,

30. Januar 2007: Helmut Lethen, Universität Rostock

Das Lob der Entfremdung und sein anthropologisches Fundament
Ort: Bauhausstr. 11, Raum 15, 19 Uhr c.t

20. – 22. April 2006: Politische Zoologie

Eine Tagung veranstaltet von der Forschungsgruppe “Das Leben schreiben. Medientechnologie und die Wissenschaften vom Leben (1800-1900)” in Zusammenarbeit mit der “Gerd-Bucerius-Professur für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken”. Ort: Festsaal des Goethehauses, Weimar
Programm (PDF)

19. April 2006: Moby Dick

Ein Workshop des Lehrstuhls für Geschichte und Theorie der Kuiturtechniken, Ort: Helmholtzstraße 15
Programm (PDF)

05. – 08. Oktober 2004: DFG-Symposion “Topographien der Literatur. Deutsche Literatur im transnationalen Kontext”

in Kooperation mit Prof. Dr. Hartmut Böhme, Prof. Dr. Inka Mülder-Bach und Prof. Dr. Horst Wenzel, Ort: Schloß Blankensee

14. – 17. Juli 2005: parti(e)r parcours!

Eine Ausstellung “parti(e)r parcours!” auf dem mediengang2005, der Werkschau der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar, konzipiert und erarbeitet von TeilnehmerInnen des Forschungsprojektes “Tiere. Menschen. Figuren und Medien der anthropologischen Differenz” unter der Leitung von Prof. Dr. Bernhard Siegert.

 

 

 
 
 

11. November 2003: Thomas Pynchon Filmabend

Vorführung von Prüfstand 7, D/2002, mit Inga Busch, Peter Lohmeyer, Friedrich Kittler, Helmut Höge u.v.a. in Anwesenheit des Regisseurs Robert Bramkamp. Im Anschluß Diskussion mit Robert Bramkamp, 11. November, 2003

04. – 13. Juli 2003: Vita Dubia. Zwischen Tod und Leben

Gesamtkonzeption: Yvonne Andrä, Uta-Cornelia Bieger, Raik Evert

 

Programmpunkte in der Rollgasse 11

Diaprojektion zu den Themen: Scheintod; altes Leichenhaus Weimar; Christoph Wilhelm Hufeland; Galvanismus; Guillotine, Architekturmodell des Leichenhauses nach den alten Plänen von Hufeland (Annika Hauke, Studentin, Fakultät Architektur), Fotoinstallation: “Psycho”. Eine Fotoserie zum Thema Pathologie und Gerichtsmedizin (Udo W. Beier, Foto-Grafikdesigner, Halle/Saale), Fotoserie: “Anatomische Sammlung” (Felizitas Grund, Studentin, Fakultät Medien), Musikalische Kompositionen (Clemens Rynkowski, Student, UdK-Berlin)

Konzept: Uta-Cornelia Bieger (Studentin, Fakultät Medien, Medienkultur), Raik Evert (Student, Fakultät Medien, Medienkultur), Volker Böhm, Nils Völker (Studenten, Fakultät Gestaltung, Visuelle Kommunikation)

Glockenturm bzw. Türmerwohnung in der Jakobskirche

Performance am Eröffnungstag (Eingangsbereich Kirche Jakobsfriedhof) (Sandy Craus), Kurzfilm: Der gute Herr Barkel (Buch/Regie: Wolfgang Bauer und Stefan Petermann, Studenten, Fakultät Medien, Mediengestaltung), Sarg-/Videoinstallation (Guido Wolter und Thomas Götz, Studenten, Fakultät Medien, Mediengestaltung), Licht-/Klanginstallation (Sabine Streckhardt und Christine Jahn, Studentinnen, Mediengestaltung)

Markierung am historischen Ort des Hufelandschen Leichenhauses

Mit Siebdruck bearbeiteter “Stoffabspanner” mit Plänen von Hufeland

Vorträge am 05.07.03
Ort: Gemeinderaum der Jakobskirchgemeinde, Am Jakobskirchhof 9 (mit freundlicher Unterstützung durch Gemeindepfarrer Hardy Rylke)

16.00: PD Dr. Susanne Zimmermann/Dr. Katja Regenspurger (Jena):
Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836) – Landarzt, Leibarzt, Hochschullehrer und Volksaufklärer und die Medizin um 1800

16. 45: Cornelius Reiber, M.A. (Berlin/Potsdam):
“Die geheimen Ueberreste des Lebens bey einem Leichnam entdecken” – Von Häusern und Experimenten auf der Suche nach Leben im 18. Jahrhundert

17. 30: Pause

17.45 Prof. Dr. Bernhard Siegert (Weimar):
“Wiederbelebung” und “Verlebendigung” zwischen Kunst und Medizin in Weimar um 1800

Eine Ausstellung des freien Projekts vita dubia im Zusammenhang mit dem Seminar von B. Siegert: Das Unheimliche der Medien. Scheintod, falsches Leben, lebende Leichen, “Neomorts” in Literatur, Photographie und Film, Programmpunkt im Rahmen des mediengangs

11. – 12. April 2003: Über Projektemacherei. Zur Produktion von Wissen in der Vorform des Scheiterns

Viele Wege führen ins Unglück, notiert Daniel Defoe im Exil in Bristol 1692, wohin es ihn auf seiner Flucht vor Gläubigern verschlägt, um als möglichen Ausweg aus dieser mißlichen Lage drei Alternativen anzufügen: entweder man werde zum Selbstmörder, Verbrecher oder Projektmacher. Letztere Kategorie, für die sich Defoe längst entschieden hat, charakterisiert Meyers Großes Konversations-Lexikon von 1908 als jemanden, “der sich im Entwerfen neuer, meist unausführbarer Pläne gefällt.” Allein das Scheitern scheint demnach das unvermeidliche Ergebnis dessen zu sein, worin diese neuen Pläne enden. Doch der Projektmacher vermag entgegen seiner denkbar schlechten Reputation eine spezifische Produktivität zu entfalten, um durch seine vermeintlich mißlingenden Innovationen dem Fortschritt zu genügen und zur Genese neuen Wissens beizutragen.

 

Dieser ambivalenten Funktion, in Zeiten der (wirtschaftlichen) Krise durch gewagte Vorhaben und abenteuerlich anmutende Pläne als Wegbereiter der Erkenntnis zu dienen, soll im Rahmen der Tagung nachgegangen werden. Dabei ließe sich der Projektmacher als Vertreter einer Wissensproduktion verorten, die sich abseits der konventionellen Bahnen, in Opposition zu den Akademien und etablierten Institutionen ereignet. Der Projektmacher spielt – nicht nur mit dem Risiko des Mißlingens. Er tritt auf als Meister der Delegation: seine Pläne schmiedet er vorgeblich für den Nutzen der Allgemeinheit, die er von anderen mit dem Geld Dritter auszuführen beabsichtigt. Der Projektmacher als Nutznießer oder Parasit. Sollte der Plan entgegen aller Erwartung glücken, gelangt sein Initiator dagegen zu plötzlichen Ehren, und das, was vorher ein Projekt war, wandelt sich zur Errungenschaft, zum glänzenden Werk, zur gelobten Erfindung, wobei man diese unter oftmals veränderten Vorzeichen und anderen Namen kanonisiert. Der Projektmacher als Opfer von Nutznießern.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen zwei Fragen: Zum einen, wie sich die Verfahrensweise des Pläneschmieds, sein zweifelhafter Status, der Unsicherheit in Erkenntnis zu überführen hilft, allgemein analysieren läßt. Zum anderen sei die These diskutiert, inwieweit “Projektemacherei” nicht bloß historische Episode zu Beginn der Moderne bleibt. Die Tendenz, Projekte zu entwerfen, hat an Aktualität schließlich nichts eingebüßt. Läßt sich dieses Phänomen also generalisieren? Und könnte man den Projektmacher demzufolge gewissermaßen als Hebel beschreiben, der im Augenblick der Erschütterung, im Moment des unsicheren Wissens, der herkömmlichen Episteme zu Brüchen verhilft? Könnte man ihn allgemein als Strategen einer Krisenüberwindung fassen, der die Grenzen der Erkenntnis gleichermaßen sondiert wie er sie durch sein Scheitern sichtbar und damit operabel werden läßt?

Anhand von Fallstudien soll damit ein Spektrum von Projekten und deren jeweiligen Verfechtern versammelt werden, angefangen etwa bei den arbitristas und proyectistas im Spanien der Habsburger Monarchie, über die zerplatzten Börsenblasen einer new economy in England und Frankreich zu Beginn des 18. Jh. bis hin zu Großentwürfen wie beispielsweise der Verschmelzung von Afrika und Europa zu Atlantropa durch Herman Sörgel 1931. Gefragt sei dabei schließlich, inwieweit diese Projekte als Reaktion oder Vorbereitung einer spezifischen Wissensform zu lesen sind, als status nascendi einer späterhin gesicherten Erkenntnis. Oder aber als reine Totgeburt, wovon die Geschichte des Fortschritts immerzu schweigt.

Freitag, 11. April 2003

14.00: Markus Krajewski: Begrüßung und Einleitung
14.15-15.15: Bernhard Siegert (Bauhaus Universität, Weimar)
“MUSAEUM GENERIS HUMANI BLOTIANUM. Über ein Projekt, das römisch-deutsche Reich in einen Schlagwortkatalog zu überführen”

15.30-16.30: Daniel Gethmann (Ruhr-Universität, Bochum)
“Fahrten im Luftmeer:
Die Idee des Luftschiffs seit Bartholomeu Laurenço de Gusmao (1709)”

16.45-17.45: Thomas Brandstetter (Institut f. Kulturwissenschaften, Wien)
“‘An incomparably powerful force’:
Die Dampfmaschine im Kontext der Projektenmacherei”

18.00-19.00: Florian Schui (St. Edmund’s College, Cambridge)
“,Die Träume eines guten Menschen’:
Der Abbé de Saint-Pierre (1658-1742) und seine Projekte”

20.00: Gemeinsames Abendessen

Samstag, 12. April 2003

10.00-11.00: Jörg von Bilavsky (Historiker, Berlin)
“ErkenntnisGewinn: Die Projektemacher unter den Alchemisten”

11.15-12.15: Markus Krajewski (Bauhaus Universität, Weimar)
“Weltprojektmacher 1900″

12.30-14.00: Anjana Shrivastava und Helmut Höge (Berlin)
“Von der Tugend des Scheiterns:
Erfinder, Querulanten und Hochstapler, heute”

Tagungsunterlagen

Programm (PDF)
Anfahrtsskizze (PDF)

Dokumentation

Zu der Tagung ist im Mai 2004 der Tagungsband im Kulturverlag Kadmos Berlin, mit Beiträgen zur Projektemacherei, u.a. von Georg Stanitzek, Jürgen Kaube, Maren Lehmann, Bernhard Siegert, Armin Schäfer, Julia Kursell und Helmut Höge erschienen. Ansehen können Sie sich den Band hier.

WS 2002/03, SS 2003 und WS 2003/2004: ex machina. Vorträge zur Geschichte der Kulturtechniken

Hans Ulrich Gumbrecht, Anke te Heesen, Friedrich Kittler, Philipp Sarasin, Cornelia Vismann, Sigrid Weigel, Raimar Zons, u.v.a.

16. September 2002: Technology & Subjectivity

Workshop mit Prof. Brian Rotman (Ohio State University) am Zentrum für Literaturforschung Berlin in Zusammenarbeiot mit der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar.

18. Juli 2002: Hiding behind Technology

Tagung von Verstärker, hit-in und Simon Werret, Berlin

3. Mai 2002: Aus der Luft gegriffen. Zur Geschichte der Informationsverarbeitung mit Lochkarten (zus. mit Birgit Schneider)

Tagung des Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik in Kooperation mit dem Deutschen Technik-Museum, Berlin

19. Juli 2001: Technische Medien bei James Bond

Tagung von Verstärker und aroma, Berlin

11. – 12. Mai 2001: Between Graphics, Instruments, and Fiction. Tools of Power in Early Modern Europe.

Internationaler Workshop am Zentrum für Literaturforschung Berlin

21. Dezember 1999: Das Jahr 2000 findet nicht statt.

Eine Tagung von Verstärker und aroma, Berlin

25. – 28. November 1999: Internationales Symposion Europa: Kultur der Sekretäre (zus. mit Joseph Vogl)

Veranstalter: Fakultät Medien der Bauhaus-Universität, Zentrum für Literaturforschung Berlin und das Kolleg Friedrich Nietzsche der Stiftung Weimarer Klassik.