Aktuelles und Veranstaltungen

Aktuelles zum Sommersemester 2020

Liebe Studentinnen, liebe Studenten,

wie Sie wissen, ist der Beginn des Semesters derzeit für den 4. Mai vorgesehen. Wir gehen bis auf weiteres davon aus, dass die Vorlesungen in Bachelor und Master dann beginnen werden — gegebenenfalls in digitaler Form. Wie diese Online-Lehre genau aussehen wird, klären wir momentan. 

In jedem Fall werden wir die moodle-Plattform nutzen, um bereits im Verlauf des Aprils Materialien zur Verfügung zu stellen, damit Sie sich bei Interesse schon eigenständig mit dem Stoff der Vorlesungen befassen können. Es wird sich dabei voraussichtlich vor allem um grundlegende Quellen und weiterführende Sekundärliteratur handeln, da wir noch nicht absehen können, welcher Stoff tatsächlich in einem eventuell verkürzten Semester untergebracht werden kann, und da wir auch dem offiziellen Semesterbeginn nicht vorgreifen wollen. 

Wie das alles genauer aussehen wird, sollte sich in den nächsten Tagen klären. In jedem Fall möchten wir Sie bitten, sich so bald wie möglich in die entsprechenden moodle-Kurse einzutragen, da weitere Informationen in den jeweiligen Kursen folgen werden. Für die Vorlesung im Bachelorstudiengang wurden alle Teilnehmer aus dem Wintersemester übertragen. Hier besteht also kein Handlungsbedarf. Anmelden sollte sich hier nur, wer es im Wintersemester versäumt hat. 

Soviel als erste Information für den Moment.

Bleiben Sie gesund! Viele Grüße

Ihr Jasper Cepl

31.3.2020

 

 

 

Erstellt: 20. März 2017

Ausstellung „The Stuff of Life – Der Stoff des Lebens – חומרי החיים"

Am 6. April 2017 eröffnet im Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar die Ausstellung „The Stuff of Life“ mit Fotografien aus Tel Aviv von Ingrid Botschen und Michael Craig Palmer, organisiert von der Professur Theorie und Geschichte der modernen Architektur.

Die Fotografen Ingrid Botschen und Michael Craig Palmer haben sich im Jahr 2015 auf die Suche nach der lokalen Geschichte Tel Avivs begeben, wie sie dem Besucher in den zahlreichen Bauten der 1930er Jahre entgegentritt. Genau wie ihre Bewohner, so sind auch ihre Architekten und Gestaltungsprinzipien vor über 80 Jahren vor den Nationalsozialisten aus Deutschland geflohen und haben in der „Weißen Stadt“ Tel Aviv – seit 2003 UNESCO Weltkulturerbe – eine neue Heimat gefunden. So zeugen die Fotografien der Ausstellung „The Stuff of Life – Der Stoff des Lebens – חומרי החיים“ vor allem von dem sehr persönlichen Blick zweier Künstler, die voller Sensibilität und Sympathie auf eine Architektur schauen, in der sich nicht nur die formalen Einflüsse des Bauhauses auf besondere Weise verdichten. Die Qualität dieser Bauten liegt vor allem darin, dass sie ein neues Zuhause für Menschen jüdischen Glaubens schufen, die ihre Heimat in Deutschland und Europa wegen Terror und Verfolgung verlassen mussten. Davon zeugen die feinen Details, die liebevoll gestalteten Eingangsbereiche und die hochwertigen Materialien, die – ganz im Gegensatz zum gängigen Bild der modernen Architektur – abwechslungsreiche und sinnlich ansprechende Situationen schaffen für Menschen, die beinahe alles verloren haben. Viele dieser Materialien, wie Fliesen, Vertäfelungen oder Lichtschalter, stammten tatsächlich noch aus Deutschland, da es jüdischen Emigranten ab 1933 nicht mehr gestattet war, Devisen mit ins Exil zu nehmen. 

Die Ausstellung gliedert sich in sechs Teile: Den Auftakt bilden fünf Fotografie, die unter dem Titel „Deutschland|Palästina“ auf die Migrationsgeschichte der Menschen und Materialien hinweisen. Der Abschnitt „Form|Funktion“ weist auf die Prinzipien moderner architektonischer Gestaltung hin, wie sie exilierte Architekten nach Tel Aviv gebracht haben. Daran schließt sich mit „Farben|Materialien“ ein Teil an, der die sinnliche Wirkung der Architekturen unterstreicht, bevor mit sechs weiteren Fotografien unter den Stichwort „renoviert|original“ auf die Spuren von mehr als 80 Jahren Nutzungsgeschichte hingewiesen wird. Der vorletzte Abschnitt trägt den Titel „Innen/Aussen“ und betont die besondere Aufmerksamkeit, die der Gestaltung des Schwellenraums zwischen Straße, Garten und Lobby beigemessen wurde. Mit fünf Fotografie zum Thema „Tag|Nacht“ schließt die Ausstellung und bindet diese persönliche Reflexion einer historischen Verbindung zwischen Deutschland und Israel an den Geist des modernen, pulsierenden Tel Aviv.

Die Ausstellung wird unterstützt durch den Anschubfonds Bauhaus100 der Bauhaus-Universität Weimar und die Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V.