Nina Werneke ist mit ihrer Thesis im Masterstudiengang Architektur zum geplanten Abriss des Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Berlin Gewinnerin des spring up award. Der Preis ist 2026 erstmals von der Kommission Dezentrale Gleichstellung der Fakultät Architektur und Urbanistik ausgelobt worden und würdigt herausragende Semester- oder Masterarbeiten, die sich unter architektonischen oder urbanistischen Gesichtspunkten der Gleichstellung widmen.
Nina Wernecke nimmt zu ihrer theoretischen Masterarbeit den geplanten Abriss des Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Berlin zum Anlass. Es ist ein Vorzeigeprojekt der DDR, in dem sich der sozialistische Anspruch auf kollektive und egalitäre Teilhabe an Freizeit manifestieren sollte. Nina Wernecke setzt sich mit der Frage auseinander, welches Verständnis von Gerechtigkeit sich räumlich in dem Gebäude abbildet und welche Aspekte feministischer Forderungen dort Form finden. Das ehemalige Raumprogramm, spezifische DDR Literatur, westliche Feminismuspositionen, Interviews mit Frauen, die das Gebäude seinerzeit genutzt haben und Vergleiche zu emanzipatorischen Freizeitarchitekturen in Europa bilden den komplexen Untersuchungsrahmen. Die Architektur löst nach Nina Wernecke zwar die sozialen Rollenzuschreibungen nicht auf, aber schafft räumliche Bedingungen, die neue Formen gemeinschaftlicher Nutzung, Teilhabe und Sichtbarkeit ermöglichen. Die Architektur des SEZ trägt ostdeutsche Identität in sich und die offene, konstruktive, technische Gestalt erlaubt verschiedene Lesarten. Die Architektur ist offen für gesellschaftlichen Wandel, weshalb sich die Verfasserin für die Denkmalwürdigkeit des Gebäudes ausspricht.
Nina Werneke wurde für ihre Arbeit einstimmig von der Jury gewählt. Sie hat gesellschaftliche, architektonische und feministische Themen gekonnt analysiert und in einen Sinnzusammenhang gebracht, um sich gegen den Abriss des Gebäudes auszusprechen.
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