Manuela Klaut studierte von 2002 bis 2008 Medienkultur und war anschließend für ein Jahr Mitarbeiterin beim IKKM hier in Weimar. Für das Alumnigespräch erzählte Manuela Klaut an einem herbstlichen Tag im Ilmpark zahlreiche Geschichten aus ihrer Zeit in Weimar. Ihre Anekdoten von angehenden Wissenschaftlern, studentischem Engagement und viel Musik können Sie hier anhören.
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Der gebürtige Berliner Caspar Clemens Mierau entwich der Hauptstadt, um sich in Weimar bis 2008 bewusst auf das Diplomstudium der Medienkultur zu konzentrieren. Heute lebt er wieder in Berlin. Neben seinem Job als Head of development bei Moviepilot.com schreibt er Artikel für Onlinemagazine und zieht unter dem Namen »Leitmedium« durch Blogs und Podcasts im Internet Aufmerksamkeit auf sich. Für uns hat er sich einen persönlichen Wunsch-Seminarplan ausgedacht. Im Gespräch erzählt er in Anekdoten, wie ihn das Studium der Medienkultur geprägt hat.
Nach 13 Semestern an der Bauhaus-Universität Weimar wurde Caspar Clemens Mierau 2008 zum Diplom-Kulturwissenschaftler (Medien). Als er das Studium aus Interesse begonnen hatte, war ihm bereits bewusst, dass der Titel ihm keinerlei Berufsvorteil in dem Bereich, in dem er arbeitet, bieten würde. Sein Denken, Schreiben und Schaffen hat das Studium der Medienkultur jedoch nachhaltig geprägt. Caspar Clemens Mierau wurde 1978
in Berlin geboren. Dort arbeitet er heute als Head of Development bei Moviepilot.com. Nebenberuflich schreibt er Artikel für Onlinemagazine und zieht unter dem Namen »Leitmedium« durch Blogs, Twitterposts und Podcasts Aufmerksamkeit auf sich. Gleichzeitigt promoviert er seit 2010, wofür er an seiner Dissertation über Entwicklungsumgebungen arbeitet.
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Wir haben Caspar Clemens Mierau gebeten, sich Titel fiktiver Seminare an der Bauhaus-Uni zu überlegen, die er gerne selbst besucht hätte. Das Ergebnis ist ein persönlicher Wunsch-Seminarplan, den er am Ende des Gespräches erläutert. Die Unterhaltung, die wir während des Besuches am 1. Dezember 2015 bei ihm im Büro in Berlin aufzeichneten, kreist außerdem um diese Themen:
»Die wissenschaftliche Welt mit der Sich-Selbst-Beschäftigung mit einem wissenschaftlichen Thema«: Nebenberufliche Promotion; wie Tatort schauen im Studium die Studienwahl beeinflusst; Interdisziplinarität; Inspiration; Schreibstil; Kulturtechniken; Hintergrundgeräusche; Bauhaus; Studentenproteste 2003; Studentenwohnheim Jakobsplan; Kulturshock in Weimar; Architekten in Seminaren; Goethe, Ginkgo & Co.; Media Cultural Analysis u.v.m.
*Touristen – eine kleine Kulturgeschichte der temporären Fremdheit*
*Nietzsche, Goethe, Schiller, Liszt – wie wir die Klassiker vermeiden können*
*Mensa – Essen an Nicht-Orten*
*interdisziplinär – Bauingenieure, Architekten, Mediensystemler und Medienkulturwissenschaftler entwickeln eine Stadt in Minecraft.*
Nazan Gökdemir wurde 1980 in Hannover geboren. 2001 begann sie das zweisprachige Studium der »Europäischen Medienkultur« an der Bauhaus-Universität Weimar. In dieser Zeit studierte sie auch vier Semester an der französischen Partneruniversität Université Lumière in Lyon. Nach ihrem Abschluss begann sie ein Redaktionsvolontariat beim ZDF und arbeitete anschließend als Reporterin für mehrere Nachrichtenformate. Seit 2012 moderiert sie das Nachrichtenmagazin »Arte Journal« und seit 2013 auch die ZDF-Sendung »Forum am Freitag«.
Von uns bekam die Journalistin fertige Antworten, zu denen sie anschließend passende Fragen formulieren sollte. Heraus kam ein leicht skurriles Interview.
NutzerInnen, Kryptografie, Italowestern, Geschlechtsidentitäten und Körperkonstruktionen – Katharina Spiel kann aus ihren Studienerfahrungen heraus diese Begriffe durchaus in einen schlüssigen Zusammenhang bringen. Von 2005 bis 2014 studierte sie Medienkultur und Mediensysteme sowie Computer Science and Media an der Bauhaus-Universität Weimar. Gleichzeitig war sie als zweitjüngstes Mitglied 5 Jahre lang im Stadtrat involviert. Nun promoviert sie an der TU Wien und findet auch dort immer wieder Bezüge zu Weimar.
Wir haben Katharina Spiel darum gebeten, zu jeder Antwort auch die Koordinaten eines Ortes zu nennen, den sie damit assoziiert. Wer Lust darauf hat Katharina Spiels Weimar zu erkunden, braucht sich nur auf den Weg zu machen, die Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben. Geoaching-Profis können natürlich auch gerne einen GPS-Empfänger zur Hand nehmen und die Orte selbst aufspüren. Für Ungeduldige und Nichtfindende ist die Auflösung hier einsehbar.
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Die mit dem Deutschen Filmpreis 2008 ausgezeichnete Regisseurin und Drehbuchautorin Bettina Blümner studierte 1998 bis 1999 Medienkultur und -gestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar. In dieser Zeit entstanden zwei Kurzfilme und aus dem breit gefächerten Studium erwuchs der Beschluss, die Richtung »Film« einzuschlagen. Bettina Blümner erzählt von den Projekten, Orten und Menschen, die ihr in Weimar ans Herz gewachsen sind. Sie gibt Einblick in ihre aktuelle Arbeit und hat einen eingängigen Ratschlag für angehende Filmemacher parat.
Bettina Blümner wurde 1975 in Düsseldorf geboren, heute lebt und arbeitet sie als Regisseurin und Drehbuchautorin in Berlin. Sie realisiert sowohl Dokumentar- als auch Spielfilme und wurde bereits mit mehreren Filmpreisen ausgezeichnet. Die Kurzdokumentation über Muttertagsbräuche auf Kuba »La Vida Dulce« erhielt das Prädikat »Besonders Wertvoll«. Auf dem Filmfestival Münster 2005 wurde er mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Für ihr Langfilmdebüt Prinzessinnenbad erhielt Bettina Blümner den Preis Dialogue en Perspective bei der Berlinale 2007, sowie den Deutschen Filmpreis 2008. Der Film gibt Einblick in das Leben der drei 15-jährigen Mädchen Klara, Mina und Tanutscha, die im Berliner Stadtteil Kreuzberg aufwachsen. »Scherbenpark« (2013) ist eine Literaturverfilmung nach dem gleichnamigen
Roman von Alina Bronsky über die 17-jährige Sascha, die versucht auf ihre Art damit umzugehen, dass ihre Mutter vom Stiefvater getötet wurde. Bettina Blümners neuester Dokumentarfilm »Parcours D’amour« startete, nach Festivalaufführungen in Montreal und Hof, im Juni 2015 in den deutschen und österreichischen Kinos. Darin begleitet sie fünf Pariser Senioren, die sich auf der Suche nach Zweisamkeit in Tanztee-Salons treffen und deren Verhaltensweisen sich dabei gar nicht so sehr von denen Jüngerer unterscheiden.
Nach ihrem Studium in Weimar, begann Blümner ein Regie-Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg (1999-2004) und absolvierte ein Austauschprogramm an der Escuela Internacional de Cine y Televisión auf Kuba.
Der Begriff Bauhaus bedeutet für mich der Weg hin zur Moderne. Die Idee des Zusammenschlusses der verschiedenen Künste gefällt mir ausgesprochen gut
An der Bauhaus Uni habe ich zum einen zwei Kurzfilme realisieren können, zum Beispiel einen über den ältesten DJ und den ältesten Sexshopbesitzer Deutschlands. Zum anderen haben Dunja Funke und ich die Ausstellung »20-20 -eine photographisch akustische Retrospektive der Jugendkultur des 20. Jahrhunderts« vorbereitet und in der ACC Galerie in Weimar ausgestellt. Diese Arbeiten waren sehr wichtig für mich. Sie haben mich letztendlich dazu gebracht mich verstärkt auf das Medium Film zu konzentrieren.
An der Filmakademie Baden-Württemberg und auch an der EICTV auf Kuba habe ich den Schwerpunkt Regie gewählt und Szenische und dokumentarische Regie studiert. D.h. der Schwerpunkt meines Studiums stand fest und war weniger breit gefächert als in Weimar.
Ich erinnere mich gerne an mein »WG Zimmer« zurück. Ich habe zusammen mit einem anderen Kommilitonen im Marie Seebach Stift oberhalb von Weimar gelebt. Das Haus in der Tiefurter Allee ist eigentlich für pensionierten Bühnenangehörigen und Schauspieler gedacht, sie haben aber auch einigen Studenten Unterkunft gewährleistet. Dort herrschte eine ganz eigene Atmosphäre.
Weimar ist natürlich kleiner als Berlin, aber es gibt dort viele schöne Orte, die ich in guter Erinnerung habe: den Park an der Ilm, die Uni Bibliothek, das Residenz Café, die ACC Galerie, die Uni und Museen etc.
Die Konzentration aufs Studium ist in Weimar möglicherweise größer als in Berlin. Und ich habe Freunde und Teammitglieder gefunden, mit denen ich auch nach unserem Studium zusammen arbeite, zum Beispiel die Cutterin Julia Wiedwald oder die Dramaturgin Dunja Funke.
Das ist eine schwierige Frage. Natürlich kommt meine Inspiration aus meinen persönlichen Erlebnissen, meiner Umgebung, meinen Freunden, meinen Reisen und meiner Arbeit. Wenn mich Menschen, ein Ort oder Themen faszinieren überlege ich schon, ob ich daraus einen Film machen kann.
Jeder Film hat ein anderes Konzept, da ja auch jeder Film anders ist, ein anderes Thema hat und einer speziellen Umsetzung bedarf.
Ja da gibt es einige, aber letztendlich geht es darum eine eigene Handschrift zu entwickeln, Dinge auszuprobieren, zu scheitern und daraus zu lernen.
Einfach machen!
Ich war 2013 in Weimar im Kino mon ami zu Gast – mit meinem Spielfilm »Scherbenpark« . Der Berliner Verleiher Torsten Frehse bemüht hat bisher drei Filme von mir ins Kino gebracht, auch in Weimar liefen sie, soweit ich weiß. Das waren »Prinzessinnenbad«, »Scherbenpark« und »Parcours d´amour«. Die Filme kann man auch als DVD bestellen oder ausleihen, vielleicht gibt es sie ja auch in der Uni Bibliothek in Weimar?! Oder in der Videothek? Oft gibt es aber auch Wiederholungen im Fernsehen.
Ich habe gerade eine Auftragsarbeit für die UFA realisiert: die Inszenierung von drei Folgen einer Kinderserie. Wenn ich damit fertig bin, widme ich mich dem Drehbuchschreiben und der Entwicklung von neuen Projektideen.
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