Profil der Professur

Die spätmoderne Gesellschaft hat sich in eine rigide Abhängigkeit von Medientechnologien und (audiovisuellen) Massenmedien gebracht. Dies hat einerseits zu einer operativen Anpassung und Strukturänderung in zahlreichen Vergesellschaftungsbereichen geführt, andererseits neuartige Denkweisen, Vorstellungswelten, Handlungsformen und Gebrauchskulturen auf Seiten der Subjekte ausgeprägt.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Mediensoziologie mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen (Massen-)Medien, Gesellschaft und Individuum. Dabei leistet sie erstens eine teils phänomenale, teils funktionale Aufarbeitung des Verhältnisses zwischen Gesellschaftsstrukturen und Medienevolution – mit einem grundlegend historischen Sensus. Zweitens reflektiert sie zeitdiagnostisch über Bedingungen wie Effekte des Medienwandels, der Medialisierung und der Mediengesellschaft. Und drittens gilt in empirischer Hinsicht das Erkenntnisinteresse dem vielfältig individuellen wie kollektiven Medienhandeln, dem situationsadäquaten, problemlösenden Mediengebrauch und der eigenständigen Umformung von Medientechnik.

  • Andreas Ziemann hat seit 2009 die Professur für Mediensoziologie inne. Seine Forschungen beziehen sich auf die komplexen Wechselwirkungen zwischen Medien, Gesellschaft und Individuum, auf die Geschichte, Evolution und Strukturen der gegenwärtigen Gesellschaft, auf Kommunikations- und Situationsanalysen oder beispielsweise auf eine Kultursoziologie der Exklusion und Heterotopien.

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  • Ekkehard Knopke ist seit 2016 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur tätig. Derzeit Arbeitet er an seinem Dissertationsprojekt über das Verhältnis von Zeit, Kultur und Bestattungen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Kultur-, Emotions- und Musiksoziologie, der Medientheorie sowie den Death Studies.

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  • Die Professur Mediensoziologie bietet kontinuierlich Lehrveranstaltungen zu Medientheorie/-geschichte, Kultursoziologie, Soziologische Gesellschaftstheorie (u.a. Systemtheorie) und Pop an.

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