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Erstellt: 10. April 2026

Zwischen Herzinfarkt und Karibik: Selbstständigkeit in der Kreativbranche

You should stay! - Das wurde bei der Veranstaltung im Rahmen unserer "Creative Entrepreneurship Week" deutlich. Bereits zum dritten Mal konnten wir unsere Veranstaltung gemeinsam mit der Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft, der Gründerwerkstatt neudeli und dem Career Service der Bauhaus-Universität Weimar umsetzen – diesmal in der Limonade mit Blick über Weimar.

Vielen Dank an unsere Referent:innen für die offenen Einblicke und an das Publikum für die spannenden Fragen.
Zwei Perspektiven auf gemeinsames Arbeiten wurden deutlich:

Chiara Fleischhacker (REBELLE Film) zeigte, wie kollektives Arbeiten in der Filmproduktion neue Strukturen schaffen kann – in einer Branche, die durch herausfordernde und oft ausbeuterische Arbeitsbedingungen viele an ihre Grenzen bringt.
Mit REBELLE Film aus Weimar wollen die drei Gründerinnen dem bewusst etwas entgegen setzen: Verantwortung teilen, Care-Verpflichtungen mitdenken und nachhaltig produzieren – mit dem Ziel, dass eine Crew nicht erschöpft, sondern zumindest stabil aus Projekten hervorgeht. Gleichzeitig geht es darum, vielfältigere Perspektiven sichtbar zu machen: jenseits stereotyper Ost-Erzählungen hin zu Geschichten, die unterschiedliche Lebensrealitäten abbilden.

Toni Materne (Elektrisches Frequenz Arrangement - EFA) sprach darüber, wie aus Offenheit und Experiment ein wachsendes kreatives Netzwerk entstehen kann.
Sich einfach mal trauen, jemanden anzusprechen oder anzufragen – genau darin kann der entscheidende Impuls für neue Zusammenarbeit liegen.

Ein Thema, das beide verbindet: Selbstständigkeit als Wechselbad der Gefühle.
Auf die Frage nach Sicherheit zeichnete Toni ein treffendes Bild:
„Regelmäßiger Wechsel zwischen: Ich bekomme einen Herzinfarkt und ich könnte jetzt mal in die Karibik fliegen.“
Auch Chiara beschreibt es als „Wechselbad der Gefühle“.

Eine wichtige Botschaft an das Publikum:
„Es muss jemand geben, der hier bleibt und was macht – und das könntet ihr sein.“

Wir freuen uns, wenn wir dabei unterstützen können.