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Erstellt: 01. Juni 2026

Auf nach Dänemark! b.is Exkursion in Kopenhagen

Kopenhagen war das Ziel der diesjährigen Exkursionswoche. Vom 26. bis 29. Mai reisten ausgewählte Mitarbeitende des b.is Instituts gemeinsam mit einer Gruppe Studierender in die dänische Hauptstadt, um dort bedeutende infrastrukturelle Einrichtungen zu besichtigen.

Die An- und Abreise organisierten die Studierenden in diesem Jahr eigenständig. Durch das vorangegangene Pfingstwochenende bestand somit die Möglichkeit, den Aufenthalt in Kopenhagen über die eigentliche Exkursionsdauer hinaus zu verlängern. Treffpunkt für den offiziellen Beginn der Exkursion war gegen 18 Uhr am Hostel. Die Anreise verlief weitgehend reibungslos. Alle Teilnehmenden kamen wohlbehalten an, die meisten zudem pünktlich, was ja im deutschen Bahnverkehr nicht immer selbstverständlich ist. Nach der Ankunft stand der Abend zur freien Verfügung und bot Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Am folgenden Tag sollte schließlich das fachliche Exkursionsprogramm beginnen.

Das erste Ziel war die Kläranlage des Herlev Hospitals. Sie gilt als Referenzprojekt für die dezentrale Behandlung von Krankenhausabwasser. Mithilfe einer vierten Reinigungsstufe wird das stark belastete Abwasser so weit aufbereitet, dass es anschließend entweder in den nahegelegenen Bach Kagså eingeleitet oder innerhalb des Krankenhauses beispielsweise zur Bewässerung oder als Kühlwasser wiederverwendet werden kann.

Im Anschluss ging es mit Bus und Fahrrad weiter zur Müllverbrennungsanlage Amager Bakke (auch CopenHill genannt). Sie zählt zu den größten Müllverbrennungsanlagen Dänemarks und verarbeitet jährlich zwischen 440.000 und 530.000 Tonnen Abfall. Dabei werden rund 1.400 bis 1.500 GWh Energie erzeugt. Das reicht aus, um bis zu 150.000 Haushalte in Kopenhagen mit Strom und Fernwärme zu versorgen. International bekannt ist die Anlage vor allem durch ihre ganzjährig nutzbare künstliche Skipiste, die gleichzeitig zum höchsten Aussichtspunkt Kopenhagens führt.

Nach den Führungen durch die Anlagen und dem beeindruckenden Ausblick klang der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen sowie einer anschließenden freien Abendgestaltung aus.

Am folgenden Tag stand der Besuch der Kläranlage Lynetten auf dem Programm. Sie ist die zentrale Kläranlage Kopenhagens und verfügt über eine Kapazität von rund 1,1 Millionen Einwohnerwerten. Da sie sich in unmittelbarer Nähe der Müllverbrennungsanlage befindet, war die Radtour dorthin den Studierenden bereits vom Vortag vertraut. Aufgrund umfangreicher Umbaumaßnahmen sowie der Einstufung der Anlage als kritische Infrastruktur konnte jedoch nur ein kleiner Teil der Kläranlage besichtigt werden. Der einführende Fachvortrag vermittelte dennoch anschaulich die aktuellen Herausforderungen und Forschungsschwerpunkte der Anlagenbetreibenden und ermöglichte den Studierenden einen guten Einblick in die Themen der Abwasserbehandlung.

Die Mittagspause wurde erneut individuell gestaltet. Das in unmittelbarer Nähe gelegene Street-Food-Gelände „Reffen“ erwies sich dabei als beliebter Treffpunkt, sodass die Mehrheit der Studierenden ihre Pause dort verbrachte.

Den Abschluss des Exkursionsprogramms bildete eine geführte Fahrradtour, die verschiedene Maßnahmen der Stadtentwicklung und der nachhaltigen Mobilität vorstellte. Kopenhagen gilt weltweit als Vorbild für fahrradfreundliche Infrastruktur. Nach zwei Tagen auf dem Fahrrad konnten die Studierenden viele der vorgestellten Konzepte selbst erleben, von den Fahrradbrücken bis hin zum indirekten Linksabbiegen, das insbesondere für Ortsfremde zunächst ungewohnt ist.

Bei einem gemeinsamen Abendgetränk fand die Exkursion schließlich ihren gelungenen Ausklang. Am folgenden Tag traten die Studierenden ihre individuell organisierte Heimreise an oder nutzten die Gelegenheit, ihren Aufenthalt in Kopenhagen noch zu verlängern.