Das Forschungsprojekt From Process to Aesthetic (2025–26), gefördert durch die Fellowship Forschungswerkstatt der Bauhaus-Universität Weimar, untersucht, wie modernes Design – insbesondere durch das Bauhaus beeinflusste Formen – in der postkolonialen südasiatischen Medienlandschaft neu interpretiert und kulturell verortet wurde.
Durch einen interdisziplinären Ansatz, der Architekturgeschichte, Medienphilosophie und Materialtheorie miteinander verbindet, erforscht das Projekt, wie Kino und Printmedien moderne Gestaltungsprinzipien in neue visuelle Sprachen übersetzten und wie Objekte, Motive und räumliche Formen zu aktiven Akteuren postkolonialer Modernität wurden.
Unter Rückgriff auf theoretische Ansätze wie den Neuen Materialismus (Jane Bennett, Rosi Braidotti) und die Objektorientierte Ontologie (Graham Harman, Timothy Morton) zielt das Projekt darauf ab, anthropozentrische Lesarten von Architektur und Medien zu überwinden und das ästhetische und materielle Leben der Moderne in Süd- und Südostasien neu zu denken.
Die aktuelle Projektphase umfasst archivalische Forschung in Indien, einschließlich Besuchen wichtiger Film- und Printarchive. Im Rahmen des Projekts ist außerdem eine internationale Online-Roundtable-Diskussion zum Thema Media, Design, and the Making of Postcolonial Modernities für den 30. und 31. März 2026 geplant, bei der Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen verschiedener Disziplinen zusammenkommen.
Sneha Singh und Pappal Suneja
Laufzeit: Juni 2025 – Mai 2026
Finanzielles Budget: 40.000 €
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