Beyond the Paper

Beyond the Paper?

Welche Wirkung könnte die eigene Forschung entfalten – jenseits der Publikation?

Sie arbeiten an einem Forschungsthema und fragen sich, wie daraus konkrete Verwertungsperspektiven entstehen können? Im halbtägigen Format »Beyond the Paper?« erkunden wir gemeinsam, wie wissenschaftliche Ergebnisse in Anwendungsszenarien übersetzt werden können – sei es mit Praxispartnern, in Folgeprojekten oder als Ausgangspunkt neuer beruflicher Wege.

Das erwartet Sie:

Die Veranstaltung richtet sich primär an wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeitende, Promovierende sowie Professor*innen, die sich mit der Frage beschäftigen möchten, wie ihre Forschung jenseits der Publikation Wirkung entfalten kann. In vier praxisnahen Workshops vermitteln die Referent*innen Methoden und Ansätze, um greifbare nächste Schritte abzuleiten – von KI-gestützten Use Cases, über die strategische Standortbestimmung mit dem Technology Readiness Level (TRL) bis zur Analyse von Innovationspotenzialen und persönlichen Karriereperspektiven. Ein abschließender Impulstalk ergänzt das Programm um praxisnahe Erfahrungsberichte aus dem Transferkontext.

Jetzt anmelden! Forschung weiterdenken. Wirkung entfalten.

Wie können wissenschaftliche Erkenntnisse konkrete Anwendung finden? Das halbtägige Format »Beyond the Paper?« am 27. Mai 2026 eröffnet Raum, Forschungsergebnisse in praxisnahe Szenarien zu übersetzen. Workshops sind individuell wählbar, eigene Projekte können eingebracht werden.

» Anmeldung bis 21. Mai 2026

Programm

Sie können Workshops gezielt auswählen und müssen nicht das gesamte Programm besuchen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eigene Forschungsprojekte und Fragestellungen einzubringen und im Rahmen der Workshops weiterzuentwickeln. Alternativ kann an exemplarischen Fallbeispielen gearbeitet werden, um Methoden und Inhalte praxisnah zu erproben. Ergänzt wird das Programm durch einen Impuls im Rahmen des TechTransferTalk »Bits & Bridges@Bauhaus«, um den Dialog zwischen Forschung, Anwendung und Gründung weiter zu vertiefen. Zwischen den Formaten bleibt Zeit für Austausch und Gespräche über Fachgrenzen hinweg. Für die Teilnahme wird um eine Anmeldung gebeten.

Ab 13.15 Uhr | Coffee-Start 

13.30 - 15 Uhr | Workshop A
Research in Practice: Mit KI und Kreativmethoden zu konkreten Anwendungsszenarien
Wie entstehen aus meiner Forschung konkrete Ideen für Anwendungen, Services oder gesellschaftlich wirksame Lösungen? In unserem Workshop entwickeln Sie mithilfe von KI-gestützten Kreativmethoden sowie Tools wie ChatGPT, Sora oder Perplexity praxisnahe Anwendungsszenarien aus wissenschaftlichen Inhalten und lernen, wie Sie Ihre Ideen anschlussfähig machen. Im Mittelpunkt steht die Frage: »Was könnte man mit meiner Forschung tun?«. Sie nutzen strukturierte Ideation- und Visualisierungsmethoden, um aus Ihrer Forschung (oder einer bereitgestellten Fragestellung) erste Anwendungsszenarien zu entwickeln – für Kooperationen, Förderanträge oder eine mögliche Ausgründung. Bringen Sie gern ein eigenes Forschungsthema mit! Am Ende nehmen Sie Use Cases, Mockups oder Anwendungsskizzen mit sowie erste Ideen, wie sich Ihre Forschung praktisch einsetzen lässt.

Worum geht’s?
Entwicklung konkreter Anwendungsszenarien aus Forschungsansätzen mithilfe von KI und Kreativmethoden.

Inhalte:
- KI-Tools (z. B. ChatGPT, Sora, Perplexity) für Ideation & Visualisierung einsetzen
- Use Cases entwickeln, Zielgruppen & Nutzen schärfen
- Erste Szenarien/Mockups für Kooperation, Förderanträge oder eine Ausgründung 

Referentin: Josephine Zorn (neudeli Team), Julia Tschetwertak (Adaptou AEC GmbH)
Teilnehmendenzahl: max. 15 Personen
Sprache: deutsch

13.30 - 15 Uhr |Workshop B
Technology Readiness Level (TRL): Standort bestimmen und nächste Entwicklungsschritte identifizieren 
Wo steht meine Forschung wirklich – und was braucht es konkret für den nächsten Entwicklungsschritt für eine Anwendung im Markt? In diesem Workshop arbeiten Sie mit dem Technology Readiness Level (TRL) als strategischem Instrument zur Selbsteinschätzung und Weiterentwicklung Ihrer Technologie und Forschungsergebnisse. Sie ordnen Ihr eigenes Projekt systematisch einer TRL-Stufe zu und analysieren, welche technischen, organisatorischen und anwendungsbezogenen Schritte bis zur nächsten Reifestufe fehlen. darauf aufbauend wird gezeigt, welche Art von Förderung, Validierungsformate oder Verwertungsinstrument zu welchem Entwicklungsstand passt.

Worum geht’s?
Die eigene Forschung realistisch einordnen, Entwicklungsschritte gezielt planen und geeignete Förder- oder Verwertungsoptionen ableiten.

Inhalte:
- Einführung in das TRL-Modell
- Einordnung des eigenen Projekts in der TRL-Skala
- Gap-Analyse: Was fehlt bis zur nächsten Entwicklungsphase?
- Förder- und Anschlussoptionen entlang der Reifegrade kennenlernen

Referent: Elias Flory (neudeli Team)
Teilnehmendenzahl: max. 15 Personen
Sprache: englisch

15 -15.30 Uhr | Coffee-Break

 

15.30 – 17 Uhr |Workshop C 
Innovation Opportunity Snapshot: Innovationspotenziale erkennen 
Besitzt meine Forschung Innovationspotenzial – und wenn ja, wo genau? In diesem interaktiven Workshop entwickeln Sie einen strukturierten »Innovation Opportunity Snapshot« für Ihr eigenes Forschungsvorhaben. Sie analysieren, welches konkrete Problem Ihre Forschung lösen könnte, wer potenzielle Nutzer*innen oder Partner sein können und wie sich Ihre Technologie im Vergleich zu bestehenden Lösungen einordnen lässt. Im Mittelpunkt steht der Perspektivwechsel von den wissenschaftlichen Erkenntnissen hin zur Anwendbarkeit, Nachfrage und Wertschöpfung. Mithilfe klarer Leitfragen, kurzer Übungen und optionaler KI-gestützter Analysen schärfen Sie Ihre Alleinstellung für den Markt, formulieren eine erste Unique Selling Proposition (USP) und identifizieren sinnvolle nächste Schritte in Richtung Kooperation oder Ausgründung. 

Worum geht’s? 
Einen klaren Marktblick auf die eigene Forschung entwickeln und Innovationspotenziale systematisch sichtbar machen. 

Inhalte: 
- Problemverständnis aus Nutzer*innen-Perspektive entwickeln (Problem-Solution-Fit)
- Wettbewerbsanalyse (direkt, indirekt, Substitute)
- Alleinstellungsmerkmale klar und verständlich formulieren
- Ersten USP ableiten und nächste Transfer-Schritte definieren 

Referentin: Dr. Charlene Wündsch (neudeli Team), Julia Tschetwertak (Adaptou AEC GmbH)
Teilnehmendenzahl: max. 15 Personen
Sprache: deutsch

15.30 – 17 Uhr | Workshop D
Your Entrepreneurial Career - Positionierung & Perspektiven entwickeln 
»Welche Rolle möchte ich in meinem wissenschaftlichen Umfeld einnehmen – heute und in Zukunft?« Der Workshop bietet Raum, die eigene wissenschaftliche Arbeit in Bezug auf Profilbildung, Kooperationen und berufliche Perspektiven zu reflektieren. Dabei geht es um strategische Sichtbarkeit, hybride Karrierewege und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich individuelle Stärken, Interessen und Werte mit den Anforderungen und Möglichkeiten im Wissenschaftssystem verbinden lassen. Teilnehmende erhalten Impulse, um unterschiedliche Karriereoptionen besser einzuordnen und eigene Prioritäten zu klären – ohne Entscheidungsdruck, sondern als Orientierung für die nächsten Schritte. (unterstützt durch Yes – Young Entrepreneurs in Science)

Worum geht’s?
Die eigene wissenschaftliche Arbeit und berufliche Ausrichtung bewusst einzuordnen und daraus realistische Karriereperspektiven abzuleiten.

Inhalte: 
- Wissenschaftliche Karriere vs. hybride Modelle
- Sichtbarkeit & Profilbildung
- Kooperationen aufbauen
- Persönliche Risikoabwägung

Referentin: Miriam Köhler (neudeli Team)
Teilnehmendenzahl: max. 15 Personen
Sprache: englisch

Ab 17 Uhr | Get-Together & Austausch 
Nach den Workshops bietet sich Gelegenheit, Erkenntnisse zu teilen, ins Gespräch zu kommen oder sogar neue Kontakte zu knüpfen.

17.30 Uhr | Bits & Bridges@Bauhaus – TechTransferTalk
»50:50 – zwischen Leuchtturm und Valley of Death.« Dr. Merle Fuchs teilt ihre Erfahrungen aus der Mitgründung von acht Deeptech-Startups. Die Hälfte gescheitert, die andere Hälfte hat sich zu Deeptech-Leuchttürmen entwickelt. Was kann man neben der eigenen Gründungsgeschichte zudem aus dem Coaching von rund 600 Gründungsprojekten lernen? Welche Fragen zum Thema Gründen, Aufbauen und Scheitern wollten Sie schon immer mal stellen? Frau Dr. Merle Fuchs erzählt von ihren Erlebnisse innerhalb der Tech-Startup-Szene und stellt sich Ihren Fragen!

Referentin: Dr. Merle Fuchs, TechnologieContor