Dem Ausbildungsziel international agierender Experten für den urbanen Raum entsprechend, stehen umfassende Fragestellungen gegenwärtiger Stadtentwicklung im Mittelpunkt des interdisziplinären Studiums, das von der Stadtsoziologie bis zur Projektentwicklung ganzheitliche Sichtweisen vermittelt. Ausgehend von den besonderen Merkmalen und Entwicklungen im deutschen und europäischen Kontext der Stadtentwicklung zielt der Studiengang auf den internationalen Wissens­transfer über europäische Grenzen hinaus. Entsprechend international ist auch die Zusammensetzung der Teilnehmer im Studiengang. Das Studium ist englischsprachig. Die Gruppe von etwa 15 bis 20 Studierenden, die jährlich zum Winter-Semester ihr Studium beginnt, ermöglicht eine individuelle Betreuung.

Das erste und zweite Semester dienen der Vermittlung vertiefender wissenschaftlicher und praktischer Grundlagen im Themenfeld der Urbanistik. Zur Ausbildung gehören auch Schlüsselkompetenzen wie Moderation in der Stadtplanung und wissenschaftliches Arbeiten. Das Studienprojekt im zweiten Semester hat eine konkrete stadt- beziehungsweise raumbezogene Problemlösung zum Gegenstand. Es wird mit wissenschaftlicher und/oder entwerferisch/gestalterischer Vorgehensweise fachübergreifend und zugleich wirklichkeitsnah bearbeitet. Dabei wird auf die jeweilige inhaltliche und methodische Kernkompetenz aller beziehungsweise möglichst vieler Lehrgebiete und der beteiligten Professuren des Instituts für Europäische Urbanistik zurückgegriffen.

Der Umgang mit unterschiedlichsten Maßstäben, vom Gebäude zur Quartiers­ebene bis zur Regionalplanung und internationalen Kontexten erfolgt in einer wissenschaftlichen Durchdringung, die baulich-räumliche wie sozialräumliche Analysemethoden und Betrachtungsweisen beinhaltet und zudem den Stellwert von Bauqualität berücksichtigt. Die unterschiedlichen Perspektiven der internationalen Studierenden werden in entsprechenden Teams zusammengeführt.

Im praxisorientierten dritten Semester bieten internationale Partner aus Deutschland, Europa und Übersee die Mitwirkung an den internationalen »Modellprojekten Europäische Urbanistik« an. Diese drei- bis sechsmonatigen Praktika werden bei ausgewählten, teils seit vielen Jahren kooperierenden Partnern aus wissenschaftlichen Einrichtungen (angewandte Forschung), Kommunen, Architektur- und Planungsbüros sowie Bauträgern und internationalen Organisationen oder NGOs absolviert. Zum Abschluss des Semesters präsentieren und diskutieren die Studierenden die dort bearbeiteten Best-Practice-Projekte mit internationalen Experten auf dem jährlich stattfindenden internationalen Forum der Modellprojekte, zu dem die Projektpartner als internationale Experten nach Weimar eingeladen werden.

Das vierte Semester dient der Anfertigung der Masterarbeit. Diese Schreib- und Forschungsphase wird von einem Kolloquium begleitet. Das Masterstudium wird mit einer wissenschaftlichen oder projektbezogenen Masterarbeit und einer mündlichen Masterprüfung abgeschlossen. Den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen wird der Titel »Master of Science« (M. Sc.) verliehen.

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