Allgemeines

Mit dem erfolgreichen Abschluss in diesem Fach erreichen Sie die zweite berufsqualifizierende Stufe zur Tätigkeit im Berufsfeld der Architektinnen und Architekten. Dies eröffnet Ihnen den Weg zu einer freiberuflichen, verantwortlichen Tätigkeit. Seit April 2016 können Sie sich mit einem Architektur M.Sc. an der Bauhaus-Universität Weimar auch europaweit als Architekt niederlassen (weitere Informationen siehe Notifizierung). Neben der forschungsorientierten fachlichen Ausbildung werden im Rahmen der Entwurfsarbeit auch Kommunikations- und Präsentationswerkzeuge vermittelt, um Sie optimal auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Die sehr komplexe und vielfältige Ausbildung im konsekutiven Master-Studiengang Architektur ermöglicht Ihnen zudem die Aufnahme weiterführender und vertiefender Studien sowie die wissenschaftliche Qualifikation, wie Promotion und Ph.D.

Die Regelstudienzeit für den Master-Studiengang Architektur beträgt vier Semester. Die zu erbringenden Studien- und Prüfungsleistungen sind im Studienablaufplan sowie im Leistungskatalog der Studien- und Prüfungsordnung des Master-Studiengangs Architektur geregelt.

Was bietet mir das Studium?

Das Studium umfasst neben Entwürfen, Vorlesungen und Fachseminaren die abschließende Master-Thesis und gliedert sich in zwei Modulkomplexe:

a) Die entwurfs- und projektorientierte Ausbildung erfolgt zu 70 Prozent in den Projektmodulen, die sich aus einem aktuellen Entwurfsthema sowie entwurfsbezogenen Begleitveranstaltungen zusammensetzen. Pro Semester muss ein Projekt-Modul und im 4. Fachsemester das abschließende Master-Modul (Masterthesis) belegt werden.

b) Der zweite Modulkomplex besteht aus Lehrveranstaltungen, in denen vertiefendes theoretisches, historisches, technisches, konstruktives und gestalterisches Wissen vermittelt wird. Dieser Modulkomplex unterteilt sich in einen Pflicht-, einen Wahlpflicht- und Wahlbereich, in welchen Ihnen eine Vielzahl von Veranstaltung zur Auswahl stehen.

Die Projekt-Module (Entwurf plus Begleitveranstaltungen) werden in jedem Semester als Gemeinschaftsprojekt verschiedener Professuren angeboten. Damit wird die Betrachtung einer komplexen Aufgabenstellung unter verschiedenen Fachaspekten ermöglicht. Eine intensive Betreuung ist durch alle beteiligten Professuren gewährleistet. Zu Beginn des Semesters werden die verschiedenen Projekt-Module und ihre Begleitveranstaltungen von den Professuren einzeln vorgestellt. Wahlpflichtmodule bauen teilweise aufeinander auf und bieten inhaltliche Vertiefungen sowie themenbezogene Wissensvermittlung. Im Bereich der Wahlmodule können Lehrveranstaltungen über Fakultäts- und Universitätsgrenzen hinaus gewählt werden.

Als Vertiefungsrichtung im Master Architektur kann seit dem Winter-Semester 2012/13 archineering gewählt werden. archineering begreift Bauingenieurwesen als eine essentielle Dimension der architektonischen Komposition und versteht Konstruktion als eine reiche Quelle für Design-Themen.

Auslandsaufenthalte sind ausdrücklich erwünscht und im zweiten beziehungsweise dritten Fachsemester möglich. In jedem Studienjahr werden zahlreiche Austauschplätze an namhaften europäischen und internationalen Hochschulen angeboten. Im Ausland erbrachte Leistungen werden gemäß der Studien- und Prüfungsordnung anerkannt. Dabei ist zu beachten, dass für die Anerkennung der Kammerfähigkeit im nichteuropäischen Ausland zehn Semester Theoriestudium Pflicht sind. Wenn während dieser Studienzeit Praktika erbracht werden, ist im Vorfeld abzuklären, ob diese gemäß des Abkommens der Union Internationale des Architectes (UIA Professional Practice Commission) anerkannt werden.

Im vierten Fachsemester wird die Masterarbeit (Thesis) angefertigt. Nach Anfertigung und Verteidigung der Masterarbeit verleiht die Fakultät Architektur und Urbanistik den akademischen Grad »Master of Science« (M. Sc.).

Wie kann ich mich bewerben?

Wenn Sie nach Ihrem Hochschulabschluss als Bachelor Ihre wissenschaftlichen Fertigkeiten und Kenntnisse im Bereich der Architektur vertiefen möchten, dann bewerben Sie sich zum Master-Studium.

Voraussetzung

Voraussetzung ist ein Bachelor- oder Diplomabschluss in Architektur und die erfolgreiche Teilnahme an der Eingangsprüfung.

Studienbeginn

Der Studienbeginn ist zu jedem Wintersemester möglich.

Bewerbung zur Eingangsprüfung

Eingangsprüfung bedeutet, dass die Prüfung der Unterlagen durch eine Kommission erfolgt, die die Unterlagen bewertet und ein Votum ausspricht.

Folgende Unterlagen sind zur Eingangsprüfung einzureichen:

  • ausgefülltes und unterschriebenes Online-Bewerbungsformular
  • Tabellarischer Lebenslauf (max. eine DIN A4-Seite)
  • Motivationsschreiben (max. eine DIN A4-Seite)
  • (ggf. übersetzte) beglaubigte Kopie des Bachelor-, Diplomzeugnis oder eines gleichwertigen Hochschulabschlusses (sollte das Zeugnis zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht vorliegen, ist ein beglaubigter Notenspiegel über mind. 150 ECTS-Credits inkl. Durchschnittsnote beizufügen)
  • Transcript of Records - d.h. Leistungsnachweis/Notenübersicht (gilt nicht für In-house-Bewerberinnen und -Bewerber)
  • Modulkatalog - d.h. ausführliche Beschreibung der Lehrinhalte - der Hochschule, an der Bachelor-Abschluss erfolgte (gilt nicht für In-house-Bewerberinnen und -Bewerber)
  • Dokumentation bisheriger Arbeiten aus Studium und Praxis (Portfolio mit max. 15 Blättern, DIN A4) mit selbst gewählten und selbst bearbeiteten Projekten (inkl. Verfassererklärung)
  • Angaben zur Praxiserfahrung, ggf. zu speziellen Vorbereitungen auf das Studium (Auflistung, ggf. mit Nachweisen)
  • für internationale Bewerber: Nachweis der Sprachvoraussetzungen für ein Studium in Deutschland, mind. DSH-2 oder TestDaF TDN 4
  • Adressierter und frankierter Rückumschlag (A4) für die Zulassung

Gegenstand des Verfahrens ist der Nachweis künstlerischer Fertigkeiten, eines konstruktiv-technischen Verständnisses, die Fähigkeit zum komplexen Denken sowie eine hohe Berufsmotivation. Bewertet werden die Durchschnittsnote des ersten berufsqualifizierenden Abschlusses, das Portfolio, das Schreiben zur Studienmotivation und praktische Erfahrungen.

Ergänzend kann ein Gespräch vor einer Kommission hinsichtlich der Motivation und eventueller berufspraktischer Vorkenntnisse durchgeführt werden. Eine Einladung hierzu erhalten Sie in diesem Fall per E-Mail.

Für Sonder- und Härtefälle gibt es ggf. eine schriftliche Testaufgabe. Diese wird per E-Mail zugesendet.

Eine Bewerbung per Telefax und E-Mail ist nicht zulässig. Die Unterlagen sind vollständig auf dem Postweg zu richten an:

Bauhaus-Universität Weimar
Dekanat der Fakultät Architektur
- Master Architektur -
D-99421 Weimar
(Germany)

Bewerbungsfrist für die Teilnahme an der Eingangsprüfung

Die Bewerbungsfrist für die Teilnahme an der Eingangsprüfung endet am 15. Juli, 16.00 Uhr, d. h. die Unterlagen müssen bis zum 15. Juli, 16 Uhr, an der Fakultät Architektur und Urbanistik vorliegen oder einen Poststempel vom 15. Juli haben (Ausschlussfrist).
Die Eingangsprüfung wird anhand der vollständig eingereichten Bewerbungsunterlagen Ende Juli für das Wintersemester durchgeführt. Sollten persönliche Gespräche erforderlich sein, erhalten Sie zeitnah eine Einladung per E-Mail.

Immatrikulation

Die Immatrikulation im Studiengang Architektur (M.Sc.) kann erst erfolgen, wenn die Eingangsprüfung bestanden wurde.

Die Immatrikulationsfrist endet jeweils am 30. September für das Wintersemester. Informationen zur  Immatrikulation finden Sie hier. Die Eignungsbescheide sind insgesamt für 2 akademische Jahre gültig: für das Studienjahr Ihrer Bewerbung und für das darauf folgende Studienjahr.

Und nach dem Studium?

Das Berufsfeld der Architektinnen und Architekten hat sich in den letzten Jahren stark verändert und erweitert. Seit Ende des 20. Jahrhunderts kommen immer neue Aufgaben im Bereich des Bauens im Bestand, des Begleitens von städtischen Umbauprozessen, der Sanierung, der Denkmalpflege und der Umnutzungen hinzu.

Als Absolventin und Absolvent im Master Architektur können Sie die baulich-räumliche Umwelt beeinflussen, den Lebens- und Stadtraum aktiv gestalten sowie Entwürfe, Konzepte und Studien umsetzen. Als Gestalterin und Gestalter, Konstrukteurin und Konstrukteur sowie Koordinatorin und Koordinator arbeiten Sie an der Schnittstelle zwischen den planenden, ausführenden Instanzen und den Auftraggebern. Ihre Teamfähigkeit legitimiert Sie ferner, die verschiedenen Abstimmungsprozesse im Entwerfen, Planen und Bauen zu moderieren. In Studien zeigt sich, dass unsere Absolventen in Industrie, Bauwirtschaft, Staat und Kommunen sowie Bereichen des Projektmanagements und Facility Managements als gut ausgebildete Architektinnen und Architekten sehr gefragt sind. Häufig sind Sie auch wissenschaftlich tätig und streben eine Promotion an.

Die Berufsanerkennung innerhalb der Europäischen Union ist nach erfolgreichem Abschluss des sogenannten Notifizierungsverfahrens im April 2016 ohne weitere Einschränkungen - unabhängig davon, ob Sie während des Mobilitätssemester ein Auslandsteilestudium oder ein Berufspraktikum absolviert haben - garantiert.

Außerhalb der Europäischen Union erfolgt die Berufsanerkennung meist auf Basis der Individualprüfung. Hier müssen Studienpläne, Modulkataloge etc. vorgelegt werden. Die Anerkennungsregeln sind in jedem Land dieser Welt unterschiedlich, so dass Sie sich vorab bei den zuständigen Kammern über die Formalitäten informieren müssen.

Der Diskussionsprozess innerhalb der Unesco/ UIA (Union Internationale d’Architects), inwieweit nur ein 10-semestriges Theoriestudium (inkl. Auslandsteilstudium) nachgewiesen werden muss, um sich weltweit als Architekt oder Architektin niederlassen zu können oder ob ein ähnliches Modell wie das der Bauhaus-Universität Weimar (9+1 -Praixs-Semester) ausreicht, ist noch nicht abgeschlossen.