Projektmodul | Master Architektur (12ECTS) | Master-Thesis
Demokratische Erhabenheit
Zum architektonischen Ausdruck öffentlicher Bauten
Aus gutem Grund ist der Versuch, mit öffentlichen Bauten unsere öffentlichen Institutionen auch architektonisch darstellen zu wollen, in Deutschland kontaminiert. Bis heute wirkt der unheilvolle Anspruch eines "tausendjährigen Reiches” nach, das noch in den künftigen Ruinen seiner Bauten ewige Größe erkannt wissen wollte. Die in der Nachkriegszeit naheliegende Hinwendung zu einer vermeintlich demokratischen Neomoderne gipfelte dann Anfang der 90er-Jahre in einer ebenso platten wie irrtümlichen (und dennoch erfolgreichen) Gleichsetzung von Glasfassade mit demokratischer Transparenz.
Unübersehbar ist heute, dass diese Leitbilder in der Breite der Bauten für demokratische Einrichtungen einer gewissen Beliebigkeit, allzu oft sogar einer ostentativen ästhetischen Anspruchslosigkeit den Weg geebnet haben, die sich auch rückblickend nur schwerlich als vornehme Bescheidenheit beschönigen lässt. So muss im Verfall des Anspruchs an die gebaute Darstellung heute auch ein Abbild der Krise der Institutionen selbst gesehen werden. Für uns Anlass genug, gerade in dieser Zeit einen Versuch zu wagen, den gebauten Ausdruck demokratischer Institutionen in einer Weise neu zu denken, die deren Wert für unsere Gesellschaft angemessen zu vermitteln vermag.
Stadthaus am Köllnischen Park
Wir werden im kommenden Semester ein institutionelles Gebäude entwerfen. Dabei geht es nicht nur um Größe, komplexe Grundrisse und räumliche Hierarchien, sondern um Haltung.
Aufgabe ist es, ein technisches und dennoch zugleich bürgernahes Stadthaus mit landeseigenen Verwaltungsinstitutionen in Berlin neu zu denken: bekannte Einrichtungen wie Bauaktenarchiv, Katasteramt und Liegenschaftsregister in einem Haus vereint, als öffentlicher Ort und als lebendiges Baugedächtnis der Stadt.
Uns interessiert dabei die Frage nach der Repräsentanz eines solchen Baus, unter Bedingungen, in denen die gesellschaftlichen Voraussetzungen von Repräsentation durchaus brüchig sind.
Das entwurfsbegleitende Seminar heißt “Der unsentimentale Versuch eines Bauteilkatalogs” und die Exkursion führt uns nach Stockholm.
Das Thema kann auch als Thesis bearbeitet werden.
Wir vergeben für die Bachelor- und Master-Entwürfe sowie für die Bachelor- und Master-Thesis vorab je 5 Entwurfsplätze. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15.03.26. Bewerbungen (aussagekräftiges Portfolio, Motivationsschreiben, Lebenslauf) bitte ausschließlich per Mail an juliane.steffen[at]uni-weimar.de.
Wechsel zwischen Farb- und Schwarz-Weiß-Ansicht
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Wechsel der Hintergrundfarbe von Weiß zu Schwarz
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Fokussierte Elemente werden schwarz hinterlegt und so visuell hervorgehoben.
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Beendet Animationen auf der Website
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