Aktuelles und Termine

Vortragsreihe »Bauhaus Lectures«

Herbst 2018 - Frühjahr 2019 | Weimar/ Berlin

Gemeinsam mit der Hermann-Henselmann-Stiftung, mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, lädt das Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung zu einer Vortragsreihe in Berlin und Weimar.

Kaum ein Jubiläum wirft bereits im Vorfeld so lange Schatten voraus, wie Bauhaus 100. Der Deutsche Bundestag konstatierte 2015 exportweltmeisterlich: »Das Bauhaus gehört der Welt, aber es kommt aus Deutschland und ist einer der erfolgreichsten Exportartikel unserer Kulturgeschichte.« (Linke und Bündnisgrüne enthielten sich.) — Mit dem Bundestagsbeschluss im Rücken wurde der Bauhaus Verbund 2019 geschaffen, in Weimar, Dessau und Berlin werden drei neue Bauhaus-Museen errichtet. bauhaus imaginista verlässt den nationalen Rahmen und versteht Moderne als kosmopolitisches Projekt, das durch transkulturellen Austausch entstanden ist und bis heute weiterwirkt. Mit den Bauhaus Lectures möchten das Bauhaus-Institut in Weimar und die Hermann-Henselmann-Stiftung Forschungsergebnisse zur Real- und Rezeptionsgeschichte des Bauhaus vorstellen. Vor neuen Herausforderungen stehend, braucht die Moderne zugleich neue kulturelle Verankerung und Perspektive. Die wechselvolle Bauhaus-Geschichte ist hierfür reich an Anregungen.

Programm.
Weitere Informationen.

Moderne in der Nachbarschaft. Weimarer Kontroversen vor Ort

November 2018 - Januar 2019 | Weimar

Die Moderne steht für eine umfassende Neuorientierung der Lebenswelt, für Veränderungen in Produktion, Politik und Gestaltung seit der Hochindustrialisierung. Diese Veränderungen erfuhren in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts eine kräftige Beschleunigung und fanden unter dem Kaiserreich, der Weimarer Republik, der NS-Zeit, der DDR und der BRD jeweils einen eigenen Ausdruck. In unseren Nachbarschaften haben sie bemerkenswerte Spuren hinterlassen und teilweise Jahrhunderte alte Strukturen überschrieben, während woanders nur noch Erinnerungen und Geschichten von den Veränderungen zeugen. Die diesjährigen Gesprächsrunden im Rahmen der Veranstaltungsreihe Weimarer Kontroversen widmen sich an mehreren Abenden dem Erbe der Moderne an verschiedenen Stätten in Weimar. Beispielhaft werden diese mit zentralen Fragestellungen der Moderneentwicklung verbunden. Im Gespräch kommen Zeitzeugen, Wissenschaftler, Architekten und Künstler zusammen. Historische, biogra sche oder bauliche Perspektiven erlauben ein komplexes Verständnis der vorgestellten Plätze oder Gebäude. Dabei wird nicht nur Historisches rekonstruiert, sondern es werden auch Fragen nach der aktuellen Bedeutung und der zukünftigen Nutzung dieser Orte gestellt. Nicht zuletzt wird es um ihre Einbettung in eine weiter zu diskutierende Topographie der Moderne und die Entwicklung eines Quartiers der Moderne in Weimar gehen.

BUCHENWALDPLATZ
Mittwoch, 14. November 2018, 19 Uhr
Pizzeria Primavera, Carl-August-Allee 11, 99423 Weimar

VILLA DÜRCKHEIM
Dienstag, 20. November 2018, 19 Uhr
Cranachstr. 47, 99423 Weimar

EV. GEMEINDEZENTRUM PAUL SCHNEIDER
Mittwoch, 28. November 2018, 19 Uhr
Moskauer Str. 1a, 99427 Weimar

STUDIERENDENWOHNHEIM JAKOBSPLAN
Mittwoch, 5. Dezember 2018, 19 Uhr
Atrium Obergeschoss, Friedensstraße 1, 99423 Weimar

KUNSTHALLE HARRY GRAF KESSLER
Mittwoch, 12. Dezember 2018, 19 Uhr
Goetheplatz 9b, 99423 Weimar

EHEMALIGES GAUFORUM
Mittwoch, 9. Januar 2019, 19 Uhr
Jorge-Semprún-Platz, 99423 Weimar, Haus 1

Weitere Informationen zu den einzelnen Terminen.

Hannes Meyer und das Bauhaus

11. Dezember 2018, 16:00 | Bauhaus-Atelier, Weimar

Buchpremiere: Hannes Meyer und das Bauhaus. Im Streit der Deutungen, Thomas Flierl und Philipp Oswalt (Hg.)

Begrüßung: Präsident Prof. Dr. Winfried Speitkamp
Buchvorstellung: Thomas Flierl, Jan Wenzel
Diskussion: Die Wiederentdeckung von Hannes Meyer. Weimarer Beiträge, mit Dr. Thomas Flierl, Dr. Norbert Korrek, Dr. Christiane Wolf (Moderation: Prof. Dr. Max Welch Guerra)

An Hannes Meyer, Walter Gropius’ Nachfolger als Bauhaus-Direktor (1928–1930), schieden sich die Geister. Dieses Buch räumt mit groben Fehldarstellungen auf, die sich durch die Bauhaus-Geschichtsschreibung ziehen, und liefert viele unbekannte Fakten über die politische Biografie des Architekten und Sozialisten. An Person und Werk Hannes Meyers kristallisiert sich eine Grundsatzdebatte über die schwierige, nach wie vor drängende Frage, wie Architektur einen Beitrag zu einem besseren gemeinsamen Leben leisten kann.
Der erste Teil dieses Buches dokumentiert mit Reprints historischer Publikationen aus drei Jahrzehnten Hannes Meyers Bauhaus-Konzeption. Im zweiten Teil werden die Weiterentwicklung von Meyers Ideen und die Debatte über diese in den verschiedenen Teilen Europas und Amerikas seit den späten 1920er Jahren analysiert. So wird die wichtige Traditionslinie einer architecture engagée nachgezeichnet, die von der us-amerikanischen Linken über die italienischen Rationalisten und die HfG Ulm und parallel von der sowjetischen Avantgarde über die tschechoslowakische Nachkriegsmoderne bis zur HAB Weimar und zur Bauhaus-Stiftung in Dessau reicht.

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Das Gauforum Weimar. Erinnerungsraum und Geschichtszeichen des Nationalsozialismus

6. - 7. Dezember 2018 | Oberlichtsaal, Bauhaus-Universität Weimar

Mit der Eröffnung des neuen Bauhaus-Museums und der Wiedereröffnung des Neuen Museums durch die Klassik Stiftung Weimar im April 2019 wird nördlich der Weimarer Altstadt ein Ensemble von Ausstellungsorten entstehen, an denen die »Moderne des 20. Jahrhunderts« thematisiert werden soll. Ab 2020 wird zudem die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in einer Dauerausstellung an das NS-System der Zwangsarbeit erinnern.
Städtebaulich dominiert wird die zukünftige Museenlandschaft um den Jorge-Semprún-Platz von einer Hinterlassenschaft des »Dritten Reiches«, dem einzigen fast fertiggebauten »Gauforum« als geplanten Machtsitz der NS-Eliten im »Trutzgau Thüringen«.

Das Ensemble aus drei Verwaltungs- und Repräsentationsbauten, einem Aufmarschplatz und einer Versammlungshalle gilt als Prototyp für alle geplanten Gauforen in den Gauhauptstädten Deutschlands. Dadurch erklärt sich das Engagement von Adolf Hitler, der sich persönlich an der Entwicklung des Bauprogramms beteiligte und für die Realisierung einsetzte.

Seit 1999 erinnert eine kleine Ausstellung »Das Gauforum in Weimar - Ein Erbe des Dritten Reiches« an die Geschichte des Ortes. Bis September 2019 wird die Dauerausstellung durch die Kuratoren Norbert Korrek, Justus H. Ulbricht und Christiane Wolf auf den aktuellen Stand der Forschung gebracht und neu konzipiert.

Auf dem Kolloquium werden neue museumspädagogische, ästhetische und erinnerungskulturelle Denkansätze im Umgang mit dem architektonischen und ideologischen »Erbe des Dritten Reiches« vorgestellt und im Kontext der Lokal-, Regional- und Nationalgeschichte öffentlich diskutiert.

Programm.

»COLLECTING LOSS« – 2. Jahrestagung des GRK 2227

15. - 17. November 2018 | Bauhaus-Universität Weimar

Es ist die der Abwesenheit von Menschen, Dingen, Orten oder Symbolen innewohnende Spannung, die den Verlust als gemeinschaftsfördernde Kraft bedeutsam macht. Zugleich scheint es, so Aleida Assmann, »ungleich schwerer, Lücken, Leerstellen und Abwesenheiten zu speichern als die Erfahrung einer Präsenz« (Assmann, 2006). Insbesondere die sich gegenwärtig etablierenden Technologien verheißen die Möglichkeit, die Welt vollständig zu dokumentieren. Nichts ginge verloren. Das wäre dann, wenn es denn technisch machbar wäre, das wertungsfreie Totalarchiv, in dem sich niemand zurechtfinden würde. Dem entgegen steht die Idee des wertenden Archivs, das sich definitionsgemäß durch Auswahl, Exklusion und somit durch bewusste Entsorgung konstituiert.

Die 2. Jahrestagung des Graduiertenkollegs »Identität & Erbe« fragt unter dem Titel »Collecting Loss« danach, ob und, falls ja, wie Verlust gesammelt und aufbewahrt und wie Absenz gezeigt werden kann. Um den vielfältigen Dimensionen des Verlierens und Verlorengehens sowie den dagegen gerichteten Praktiken des Sammelns, Speicherns und Zeigens nachzugehen, soll insbesondere das Verhältnis zwischen den Begriffen und Konzepten des Verlusts, des Archivs, des Erbes und der Identität befragt werden.

Programm.
Weitere Informationen.

Ausstellung »Haifa/Erfurt. Architektur der Moderne im Dialog«

20. - 30. September, 10:00 - 18:00 | Peterskirche Erfurt

Diese Ausstellung zeigt Fotografien und Forschungen zur Architekturgeschichte der Moderne in Erfurt und Haifa. Die beiden Städte, die sich so unterschiedlich und fernab von einander entwickelt haben, die aber seit dem Jahr 2000 durch eine Städtepartnerschaft verbunden sind, sollen hier in einen Dialog treten und auf ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede geprüft werden.

Einen besonderen Schnittpunkt stellt die Architektur des »Neuen Bauens« dar, die in den 1920er und 1930er Jahren in Deutschland die Stadt Erfurt prägte und in Palästina die sich rasant am Küstenstreifen und an den Carmelhügeln ausbreitende Stadt Haifa formte. 

Mit der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland hat die Architektur der Moderne - die in Israel heute umgangssprachlich als Bauhaus-Architektur bezeichnet wird - ein abruptes Ende gefunden, während sie in Palästina unter anderm für einen Neubeginn in einer neuen Heimat der von eben dieser Herrschaft Vertriebenen stand. 

Hervorgegangen ist die Ausstellung aus einem Forschungsprojekt mit Studierenden an der Bauhaus-Universität Weimar unter der Leitung und Kuration durch die Architektin und Architekturhistorikerin Prof. Dr. Ines Weizman, den Architekturhistoriker und Denkmalpfleger Dr. Mark Escherich und den Fotografen Jens Hauspurg.

Am 30. September wird eine öffentliche Finissage mit Kuratorenführung in Anwesenheit der Gäste aus Haifa Waleed Karkabi (Direktor der Denkmalbehörde der Stadt Haifa) und Adi Roitenberg (Leiterin der Abteilung Denkmalpflege der Stadt Haifa) stattfinden.

Buchpräsentation »Utopie und Realität«

14. Juni 2018, 19:30 | Galerie Waidspeicher (im Kulturhof Krönbacken) | Michaelisstraße 10, Erfurt

Am 14. Juni 2018 stellt das Bauhaus-Institut den sechsten Band der Reihe »Forschungen zum baukulturellen Erbe der DDR« vor.

Das Buch behandelt die Planungen zur sozialistischen Umgestaltung ausgewählter Thüringer Städte. Wie breit das Spektrum des Gewünschten und Möglichen, Realisierten und eben auch Verfehlten war, wird an den Beispielen Weimar, Erfurt, Suhl und Oberhof gezeigt. Weimar und Erfurt stehen für die besonderen Herausforderungen beim Planen und Bauen in Orten mit großem bauhistorischen Erbe. Die Buchpräsentation wird ergänzt durch einen Vortrag von Dr.-Ing. Mark Escherich zur Stadtplanung in Erfurt zwischen 1945 und 1980. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Link zum Buch >

17. - 18. Mai 2018 | Architekturgebäude, TU Berlin

Die von der Architektin Myra Warhaftig initiierte Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens deutschsprachiger jüdischer Architekten führt in Kooperation mit der TU Berlin und der Bauhaus-Universität Weimar ein wissenschaftliches Symposium mit internationaler Beteiligung zu ihrem Leben und Werk durch.

Große Gesten. Die Umgestaltung der Stadt Oberhof zum »sozialistischen St. Moritz«

Vortrag von Dr.-Ing. Daniela Spiegel

Der Zukunftsglaube der Moderne, aber auch des Sozialismus, war von jeher verbunden mit Vorstellungen der Neugestaltung der Welt. Entsprechend wurden in der DDR für alle wichtigen Städte utopische Konzepte einer sozialistischen Umgestaltung entwickelt.

Hierzu gehörte auch der beschauliche Wintersportort Oberhof, den Walter Ulbricht, der regelmäßig hier gastierte, zum wichtigsten Erholungs- und Wintersportzentrum der DDR ausbauen wollte – ein „sozialistisches St.-Moritz“, gewissermaßen.

Die Architekturhistorikerin Dr.-Ing. Daniela Spiegel von der Bauhaus-Universität Weimar zeichnet die wechselhafte Planungs- und Stadtbaugeschichte Oberhofs nach und gibt Einblick in neu erschlossenes Archivmaterial aus vier Dekaden DDR-zeitlicher Stadtbaugeschichte.

Freitag, 2. März 2018, 18 Uhr
Haus des Gastes, Oberhof

Im Rahmen der Tagung »Topographie der Moderne – Weimar neu deuten« findet am Donnerstag, 16. November 2017, um 15.45 Uhr im Seminargebäude des congress centrums neue weimarhalle eine Podiumsdiskussion über Chancen und Probleme bei der Entwicklung einer Topographie der Moderne für Weimar statt.

Kernpunkt der Veranstaltung ist die Gestaltung des neuen Museumsquartiers mit dem bauhaus museum weimar als Knotenpunkt. Es diskutieren:

Benjamin-Immanuel Hoff, Chef der Staatskanzlei des Freistaates Thüringen, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten
Boris Lochthofen, Direktor des Landesrundfunkhauses Thüringen des MDR
Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung Weimar
Winfried Speitkamp, Präsident der Bauhaus-Universität Weimar
Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Nike Wagner, ehem. künstlerische Leiterin des Kunstfestes Weimar, jetzt Intendantin und Geschäftsführerin des Beethovenfests Bonn
Hasko Weber, Intendant und Geschäftsführer des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar
Stefan Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Weimar

Die Moderation übernehmen Thorsten Büker und Fritz von Klinggräff. Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Tagung »Topographie der Moderne – Weimar neu deuten« vom 15. bis 17. November 2017 ist Teil der »Weimarer Kontroversen«, einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung und der Klassik Stiftung Weimar. Mit der Reihe setzen die Veranstalter seit 2016 bis zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des Staatlichen Bauhauses in Weimar 2019 Impulse in der Debatte über das Bauhaus. Die Reihe wird gefördert durch den Freistaat Thüringen. Die aktuelle Tagung entstand in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis »Bauhaus-Weimar-Moderne. Die Kunstfreunde e.V.«

Tagungsprogramm

Website

Public Statements and Lecture

within the Network-Wide Workshop Week I
Kick-Off in Weimar

4. bis 6. Mai 2017

Institute for European Urban Studies
Belvederer Allee 5, 99425 Weimar

Weiter Informationen und Programm.

Der Stoff des Lebens – חומרי החיים

Am 6. April 2017 eröffnet im Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar die Ausstellung »The Stuff of Life« mit Fotografien aus Tel Aviv von Ingrid Botschen und Michael Craig Palmer, organisiert von der Professur Theorie und Geschichte der modernen Architektur.

Weitere Informationen.

Bruno Flierl in Weimar, 2016. Foto: Jonas Žukauskas

Anlässlich des 90. Geburtstags von Bruno Flierl am 2. Februar 2017 hielt Gerd Zimmermann eine Festrede unter dem Titel »Das politische Medium« zu einer Matinee in der Akademie der Künste in Berlin.

Ein Auzug:

»[...] Dies alles stimmt, aber die Architektur als die "öffentlichste aller Künste" ist immer auch die Repräsentation von Macht. Die Orte der Stadt sind politisch besetzte Orte, je nachdem wem sie gehören bzw. wer sie in Gebrauch nimmt. Das gilt für die Wohnung, die öffentlichen Plätze, die Hinterzimmer und die geheimen ober- und unterirdischen Stellwerke der Macht. Architektur ist ein politisches Werkzeug. Und Bruno Flierl ist ein Meister dieser Werkstatt. Kein Politiker, ein Kritiker, ein Kritiker allerdings im Sinne von Michel Foucault, der nicht nur urteilt, nicht nur den Daumen hebt oder senkt, sondern das System der Bewertung selbst einer Analyse unterwirft.

Friedrich Nietzsche hatte der Architektur und den Architekten eine immer schon vorhandene Affinität zur Macht und zu den Mächtigen zugesprochen. Und diese Affinität hält an, wenn wir auf die aktuellen glamourösen "Iconic Buildings" der globalisierten Welt schauen, Rem Koolhaas, der das CCTV Building in Beijing baut, Zaha Hadid, die das Alijev-Center, benannt nach dem Diktator, in Aserbaidshan baute, oder – das kann ich jetzt nicht auslassen – ein Donald Trump, der sich mittels "Show-Biz" selbst zu einem Medienereignis skandalisiert und dann sein Immobilien-Imperium zu einem globalen "Brand" gemacht hat, ein Parvenue, der in seinem Tower Versailles spielt und der jetzt die Vorhänge des Weissen Hauses vergoldet. Das wäre doch Stoff für eine Analyse, Bruno. Sollten wir mal zusammen machen mit Olaf, wie in alten Zeiten.

Im Denken von Bruno Flierl verbinden sich diese zwei großen Momente der Architektur zum überwölbenden Thema: die Architektur als Politikum und die Architektur als Medium. Beides immer befragt nach Zukunft, denn das analytische Denken ist doch immer auch utopisches Denken, das Verstehen immer ein Vorausdenken. [...]«

Die gesamte Grußrede von Prof. Dr. Gerd Zimmermann kann man hier nachlesen.

Wir gratulieren dem Jubilar!

Ein Kolloquium aus Anlass seines 75. Geburtstages
mit Unterstützung durch die HERMANN HENSELMANN STIFTUNG

vom 24. bis 25. Februar 2017
Oberlichtsaal, Bauhaus-Universität Weimar

Weitere Informationen und Programm.

Internationale Tagung vom 20. bis 21. Januar 2017

Die Professur Theorie und Geschichte der modernen Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar veranstaltet am 20. und 21. Januar 2017 eine internationale interdisziplinäre Tagung unter dem Titel »Das Diaphane. Architektur und ihre Bildlichkeit«, zu der wir Interessierte herzlich einladen möchten.

Das Diaphane, das Durchscheinende, ist elementar für die Wahrnehmung des architektonischen Raumes. Im Gegensatz zur Transparenz verunklart, verschleiert, streut das diaphane Material Licht und damit Räume — wie auch den Blick des Betrachters. Zugleich affiziert diese Diffusion den Körper des Betrachters. Die diaphane Architektur lässt die Räume, die Körper und die Oberflächen verschmelzen. Grenzen verschwimmen und Texturen werden weich. Das durchschienene Bauteil zieht den Blick auf sich, doch es erschwert, es verhindert gar den Durchblick. Diese Eigenschaften lassen das Diaphane zu einer architektonischen Qualität werden, die auf besondere Weise die Bildlichkeit der Architektur in Frage stellt: Ist das Diaphane ein Beleg für die Architektur als Bild? Oder handelt es sich nur um eine Applikation, ein Attribut der Architektur selbst, also um etwas genuin architektonisches, genuin räumliches – oder ist dies vielleicht gar kein Widerspruch? Kann nicht vielmehr das Bild — ausgehend von der diaphanen Architektur — ebenfalls als architektonisch, räumlich, auf den Körper bezogen gedacht werden?

Ziel der Tagung ist es, das Diaphane als einen Aspekt der Bildlichkeit von Architektur zu erörtern und umgekehrt über das Diaphane die Bildlichkeit (oder Bildhaftigkeit) der Architektur fassbar zu machen und so die Annäherung an einen aus der Architektur selbst entwickelten Bildbegriff fortzuschreiben.

Weitere Informationen und Programm.

INDUSTRIE ERBE MODERNE

Das Ruhrgebiet zu Besuch im Bauhaus Weimar

Ausstellung vom 9. Januar bis 9. Februar 2017

Auf ihrer Reise durch Europa im Jahr 2017 macht die Wanderausstellung der Route der Industrie­kultur des Regionalverbands Ruhr im Januar Station in Weimar – auf Einladung der Bauhaus­ Universität Weimar, des Bauhaus-­Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung und des gemeinsamen DFG-Graduierten­kollegs »Identität und Erbe« der Bauhaus­-Uni­versität Weimar und der TU Berlin.

In dieser Zeit wollen wir aktuelle wissenschaftli­che und auch ganz praktische Fragen diskutieren, die die Industriedenkmalpflege in den Kontext einer aktiven Konstruktion kultureller Werte und regionaler Identität stellen. Sie ist ein mögliches Instrument für eine an gesellschaftlichen Fragen ausgerichtete regionale Entwicklungsplanung, die das gebaute und das immaterielle industrielle Erbe als notwendige kulturelle Grundlage für die Gestaltung von Zukunft begreift.

Vernissage am Dienstag, 10. Januar 2017, 17 Uhr

Bauhaus-Universität Weimar
Foyer des Hauptgebäudes
Geschwister­-Scholl­-Str. 8

Weimar. Topographie der Moderne - Projektvorstellung

Flyer

16. Dezember 2016
16.30 - 18.45 Uhr
Thüringer Staatskanzlei
Vertretung des Freistaates Thüringen

Pueblo de Colonización La Santa Espina in Kastilien und León (Spanien), errichtet 1955-1957. Foto: Piero Sassi 2014

urbanHist. 20th Century European Urbanism

European Joint Doctorate Programme »urbanHist«
15 PhD positions offered

Application Deadline 15.12.2016

Announcement

Detailed Announcement: Historiography

Detailed Announcement: Urbanism Strategies

Young Bauhaus Research Colloquium
as part of the
XIII. International Bauhaus Colloquium
26–29 October 2016
Bauhaus-Universität Weimar

DUST AND DATA

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15. April 2016 | 9:00 Uhr | Oberlichtsaal im Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar

Symposium

Das Leitbild der autogerechten Stadt ist am Ende. An seine Stelle tritt ein Modell multimodaler Mobilität, ein radikaler Ausbau von Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr.  Nach der Pionierzeit der 90er Jahre hat die Verkehrswende eine zweite Entwicklungsstufe erreicht: auf die Phase der Erfindungen folgt die Phase ihrer Ästhetisierung. Experten aus London, Paris, Rotterdam und Kopenhagen präsentieren die neuesten Projekte der Verkehrswende und diskutieren die Frage, ob es um einen Wandel städtebaulicher Leitbilder geht oder nur eine neue Mode des Stadtmarketing.

- John Dales, London, Urban Movement
- Stefan Bendiks, Rotterdam, artgineering
- Laurent Barelier, Paris, Groupe Chronos
- Klaus Bondam, Kopenhagen, Danish Cyclists’ Federation

Das Symposium findet in englischer Sprache statt. Anmeldung unter: www.uni-weimar.de/newurbanmobility

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17.-18. Februar 2016

Das 2. Nachwuchskolloquium des Bauhaus-Instituts widmet sich der Vielfalt der architekturbezogenen
Forschungen der Promovierenden, Mitarbeitenden und Postdocs des Instituts und verwandter Lehrgebiete. Dabei geht es um den Prozess des architektonischen Entwerfens selbst, um entworfene und gebaute Architekturen und das Entwerfen einer wissenschaftlichen Arbeit, methodisch-theoretisch reflektiert.

Mittwoch, 17. Februar 2016 (optional)
17.00 Uhr: Bauhaus-ARGUMENTE und Eröffnung
der Ausstellung „Space Packing Architecture.
The Life and Work of Alfred Neumann“
mit Kurator Rafi Segal
Hauptgebäude (Geschwister-Scholl-Str. 8)

Donnerstag, 18. Februar 2016
2. Nachwuchskolloquium
Raum 105 (Geschwister-Scholl-Str. 8)
09.15 Uhr: Begrüßung und Einführung
09.30 Uhr: Vorstellungsrunde
10.00 Uhr: Nicole Baron
10.30 Uhr: Johannes Warda
11.00 Uhr: Pause
11.30 Uhr: Maria Frölich-Kulik
12.00 Uhr: Schlussdiskussion / Feedback
12.30 Uhr: Ende

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17. Februar - 30. März 2016 | Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar

Vernissage

Vom 17. Februar - 30. März folgt im Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar die Vernissage »Space Packing Architecture: The Life and Work of Alfred Neumann«. Die Vernissage wird eröffnet mit einem Vortrag von Rafi Segal am 17. Februar 2016 im Foyer des Hauptgebäudes der Bauhaus-Universität Weimar.

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3.-4. Dezember 2015 | Oberlichtsaal

Wissenschaftliches Kolloquium

Im Hinblick auf das für 2019 anstehende Jubiläum der Bauhaus-Gründung beschäftigt sich das Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und der Planung der Bauhaus-Universität Weimar verstärkt mit der eigenen Hochschulgeschichte. Reflektiert wird nicht nur die Bauhaus-Zeit, sondern insbesondere dieEntwicklung der Institution nach dem Weggang des Bauhauses mit Fokus auf den Persönlichkeiten, die als Direktoren und Lehrer das Profil der Hochschule nachhaltig geprägt haben.Nach einer ersten Tagung im April 2014, die sich mit Werk und Wirken von Ernst Neufert beschäftigte, wird das diesjährige Symposium vom 3.- 4. Dezember 2015 die durch den Nationalsozialismus geprägte Epoche als „Staatliche Hochschulen für Baukunst, bildende Künste und Handwerk“ in den Blick nehmen. Im Fokus der Veranstaltung steht ihr damaliger Direktor Paul Schultze-Naumburg, der die Architekturhochschule mit einem konträren Konzept zur Moderne in Richtung einer heimatschutzorientierten Handwerklichkeit neu ausrichten wollte.In drei thematischen Panels soll zum einen die ambivalente Persönlichkeit Schultze-Naumburgs als Kulturreformer, Rassenideologe und Architekt thematisiert werden, zum anderen wird das didaktische und ideologische Profil der Weimarer Hochschule unter seinem Direktorat genauer betrachtet. Nicht zuletzt werden Wirkung und Nachleben dieser auch heute noch schwierigen Persönlichkeit diskutiert.

> zur Veranstaltung

- VERSCHOBEN AUF HERBST -

Das 2. Kolloquium des wissenschaftlichen Nachwuchses am Bauhaus-Institut widmet sich schwerpunktmäßig dem Entwerfen. Die Mitarbeiter_innen und (Post-)Doktorand_innen des Instituts sind eingeladen, ihre Forschungsprojekte unter diesem Aspekt zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren. Wir freuen uns auf Projektpräsentationen, die den facettenreichen Prozess des architektonischen Entwerfens selbst thematisieren, die sich mit entworfenen und gebauten Architekturen befassen oder das Entwerfen einer
wissenschaftlichen Arbeit reflektieren. Zudem stellen alle Teilnehmer_innen sich und ihre Projekte zu Beginn mit einer einzigen Folie vor. Anschließend haben wir Zeit und Raum für vier Vorträge und sind gespannt auf Eure
Themenvorschläge!

Weitere Infos hier >

Bauhaus PORTFOLIO ist eine Gesprächsreihe, in der Künstler, Architekten, Historiker, Kunstsammler und Kuratoren Einblicke in ihre Archive geben. Das Haus Am Horn – das erste experimentelle Architekturprojekt des Bauhauses in Weimar, das speziell für die erste große Bauhaus Ausstellung 1923 gebaut wurde – vermittelt sowohl eine häusliche Atmosphäre als auch eine architektonische Mustersituation. Damit bietet das Haus einen besonderen Ort für das Lesen von privaten Dokumenten und die Betrachtung von Skizzen, Zeichnungen und Sammlungsmappen. In der PORTFOLIO Reihe 2015 werden Künstler und Architekten experimentelle Architekturzeichnungen, Papierarchitekturen, fantastische Strukturen, fotographische Experimente, dokumentarische Bildanalysen und Collagen vorstellen. Diese Arbeiten entstanden im Schatten einer Bau- und Planungspraxis, der Lehre oder im Unbehagen an einer Kultur- und Staatspolitik. Es soll somit neben der Wertschätzung des Originals auch eine geschichtliche und gesellschaftspolitische Einordnung des Werkes versucht werden.

> Mehr

Buch-Vernissage: 'Architektenausbildung in Weimar: 29 Lebensläufe zwischen DDR und BRD'

08. April 2015 | 17:00 h | Bauhaus.Atelier

Architektenausbildung in Weimar: 29 Lebensläufe zwischen DDR und BRD
Frederike Lausch; mit einem Vorwort von Ines Weizman

Zum Buch:
Das Jahr 1989 beschreibt für DDR-ArchitektInnen über den politischen Umbruch und einen Wechsel des Gesellschaftssystems hinaus auch eine grundlegende Veränderung in der Organisationsform der Architekturproduktion. Während das Bau- und Projektierungswesen zuvor sowohl institutionell als auch ökonomisch in die staatliche Planung und Leitung eingebunden war, beginnt mit der deutschen Einheit für die ehemaligen DDR-ArchitektInnen die freischaffende Berufsausübung in der sozialen Marktwirtschaft der Bundesrepublik. Wie dieser Übergang erlebt wurde, bildet die Grundfrage dieser Publikation. Erstmalig wird hierbei das subjektive Erleben der friedlichen Revolution und der deutschen Einheit aus Sicht ehemaliger DDR-ArchitektInnen rekonstruiert und mit der Entwicklung der Architektenausbildung an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar korreliert. Als Ausgangsmaterial dienen Interviews mit 29 ArchitekturabsolventInnen der Vorgängerinstitution der heutigen Bauhaus-Universität Weimar. Die im letzten Jahrzehnt vor der Wende ausgebildeten ArchitektInnen berichten von ihrer Ausbildungszeit, der Baupraxis in der DDR, ihrem Erleben der „Wende“ und der Berufsausübung im vereinten Deutschland. Die Kontextualisierung basiert auf großteils zuvor noch uneingesehenen Hochschulakten des Universitätsarchivs.

Forschungen zum baukulturellen Erbe der DDR N°4
Bauhaus-Universitäts-Verlag 2015, 238 Seiten, 25 Abb.
mit großem Faltplan, ISBN: 978-3-95773-187-6, 32 Euro.

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15. Januar 2015 - 05. Februar 2015 | Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar

1. Obergeschoss


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15. Januar 2015 | 16:30 h | Bauhaus.Atelier

Hilde Barz-Malfatti vs. Vladimír Šlapeta


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