Neues Forschungsprojekt: "Liquid Clay"
Zum 1. April 2026 startet an der Professur Konstruktives Entwerfen und Tragwerkslehre das neue Forschungsprojekt „Liquid Clay: gießfähiger Lehm als zukunftsfähige Massivlehmbauweise".
Zum 1. April 2026 startet an der Professur Konstruktives Entwerfen und Tragwerkslehre das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Programm WIR! – Wandel durch Innovation in der Region (WIR!-Bündnis GOLEHM-Initiative) geförderte Projekt „Liquid Clay: gießfähiger Lehm als zukunftsfähige Massivlehmbauweise".
Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, inwiefern sich Lehm zu einem fließfähigen, betonähnlich verarbeitbaren Baustoff weiterentwickeln lässt. Durch seine gießfähige Konsistenz soll Lehm in bestehende Infrastrukturen der Betonverarbeitung integrierbar werden – als ökologische Alternative zu konventionellen lasttragenden Baumaterialien. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Zusammensetzung der Mischung: Ziel ist es, einen Lehmbaustoff, ohne chemische Stabilisatoren, zu entwickeln. Neben einer industriell skalierbaren Verarbeitung eröffnet Liquid Clay neue gestalterische Möglichkeiten, etwa für funktionale Oberflächen mit akustischen Eigenschaften. Gleichzeitig adressiert das Projekt zentrale Herausforderungen des Bauwesens wie Ressourcenschonung, CO₂-Reduktion und die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten im Lehmbau, insbesondere in Mitteldeutschland.
