Entwurf für die Gutsanlage Marienthal. Entwurfsverfasser: Christoph Hayn
Entwurf für die Gutsanlage Marienthal. Entwurfsverfasser: Christoph Hayn
Entwurf für die Gutsanlage Marienthal. Entwurfsverfasser: Christoph Hayn
Entwurf für die Gutsanlage Marienthal. Entwurfsverfasser: Chrisoph Hayn
Gruppenfoto (v.l.n.r.: Dr. Deliane Träber/Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe, Christoph Hayn/Bauhaus-Universität Weimar, Angela Meyer und Sophia Wenzler/Hochschule Trier, Anna Luise Schuchardt/Bauhaus-Universität Weimar, Markus Geisenberger/Geschäftsführer der Leipziger Messe, Dr. Heribert Sutter/Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie)
Gruppenfoto (v.l.n.r.: Dr. Deliane Träber/Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe, Christoph Hayn/Bauhaus-Universität Weimar, Angela Meyer und Sophia Wenzler/Hochschule Trier, Anna Luise Schuchardt/Bauhaus-Universität Weimar, Markus Geisenberger/Geschäftsführer der Leipziger Messe, Dr. Heribert Sutter/Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie)
Erstellt: 22. November 2016

Herausragender Erfolg für Studierende im Wettbewerb Messeakadamie zur denkmal 2016

Im studentischen Wettbewerb der denkmal Messeakademie 2016 haben Studierende der Fakultät Architektur und Urbanistik herausragend abgeschnitten. Zwei der drei Preisträger studieren in Weimar Architektur, sechs weitere Arbeiten von Weimarer Architekturstudierenden sind unter den besten zehn. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen 12. europäischen Leitmesse denkmal am 11. November 2016 in Leipzig.

Die Jury aus namhaften Experten der Denkmalpflege, Lehre, Architektur und Fachpresse prämierte Christoph Hayn für seine Arbeit zur Gutsanlage Marienthal in Sachsen-Anhalt sowie Anna Luise Schuchardts Entwurf für die ehemalige Baumwollspinnerei im sächsischen Flöha. Beide haben überzeugende Konzepte zur denkmalgerechten Nutzung für die historisch wertvollen Baudenkmale erarbeitet und auf der Messe präsentiert.

Prof. Hans-Rudolf Meier, Professur Denkmalpflege und Baugeschichte, und Entwurfsbetreuer, erläutert Christophs Hayns Ansatz: »Zu reflektieren war die problematische Persönlichkeit des Architekten Paul Schultze-Naumburg, der um 1900 zu den Begründern des Heimatschutzes zählte, sich dann aber nach dem ersten Weltkrieg zum Rassenideologen radikalisierte und 1930 von den Nazis als Leiter der Weimarer Hochschule eingesetzt wurde. Christoph Hayn fand mit seinem Klinikkonzept für Suchtkranke eine angemessene Nutzung für die peripher gelegene Anlage. Typologisch schließt er diese wieder zur Dreiflügelanlage und repariert damit das Ensemble. Der filigrane Verbindungsbau ermöglicht weiterhin den Durchblick vom Hof in die Landschaft und reflektiert so in gebrochener Weise Schultze-Naumburgs Beitrag zur Konzeption der Kulturlandschaftsidee.«

Je drei weitere Weimarer Entwürfe zur Gutsanlage Marienthal (Mona Volkmann, Lona Boxleitner, Anna Bezdeka / Clara Marie Landwehr) sowie für die Alte Baumwollspinnerei in Flöha (Susanne Schilling, Maria Nüßler, Katja Jantzen / Matthias Rückert) sind unter den besten zehn Arbeiten.

Der diesjährige Erfolg knüpft an die erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme von Weimarer Studierenden in den vergangenen Jahren an. Der Wettbewerb richtet sich alle zwei Jahre deutschlandweit an Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen an Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten. Veranstalter der Messeakademie ist die Leipziger Messe GmbH in Zusammenarbeit mit den Landesämtern für Denkmalpflege in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. In diesem Jahr waren insgesamt 41 Entwürfe eingereicht worden.

Für Rückfragen können Sie sich gern an Gabriela Oroz, Referentin für Fakultätsmarketing, Fakultät Architektur und Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar, wenden: Tel. + (49) 03643 / 58 31 15, E-Mail: gabriela.oroz[at]uni-weimar.de

Weitere Informationen zum Wettbewerb 2016: http://www.denkmal-leipzig.de/Messeakademie/