Seminar: Geschlecht und Gewalt [SS 06]
2 SWS
2/4 Credits
Medienphilosophie
Geschlecht und Gewalt verbindet mehr als ein ähnliches Klangbild: Zwischen ihnen spielt sich etwas ab und spielt über eindeutig gezogene Grenzen hinaus. Dieses Spiel, das sich über die Kopplung von Lust und Leid, Abwehr und Faszination, Erregung und Empörung erstreckt, soll im Seminar anhand der filmischen Verarbeitung des Zusammenhangs von Geschlecht und Gewalt untersucht werden. Im Zentrum steht dabei die Frage nach dem Zusammenspiel von unterschiedlichen Formen der körperlichen Entgrenzung, etwa wenn es um die Trennung von Versehrtheit und Unversehrtheit, Täter und Opfer, Mann und Frau geht. Weiterhin soll analysiert werden, welche Rolle der Film in Bezug auf die Verfügungsgewalt über den Körper spielt. Sehakte können dabei als Akte der Verschiebung verstanden werden, die mit der Erfahrung von Verlust, Verzicht oder Verbot verbunden sind, die aber auch in Form von visuellen Penetrationen Macht gewinnen und Macht ausüben können.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Moduls "Gendertheorie".
Zeit:
Donnerstags, 9.15 bis 12.30 Uhr / Raum 13, Bauhausstraße 11
Leistungsnachweis:
aktive Teilnahme, Hausarbeit
Richtet sich an:
Europ. Medienkultur, MK Studienabschnitt 2