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Profil der Professur

Die Professur ›Geschichte und Theorie der Kulturtechniken‹ erforscht die für unterschiedliche Kulturen konstitutiven Techniken des Mediengebrauchs in ihren historischen Entwicklungen und kultur- und erkenntnistheoretischen Grundlagen.

Methodisch zeichnet sich dieser Ansatz durch einen Fokus auf die Gebrauchs- und Praxiszusammenhänge von Medien und auf ihre Situiertheit aus: Medien werden als Kulturtechniken konfiguriert, wenn wir die Operationen und Handlungen rekonstruieren, in die sie eingebunden sind und durch die sie wirksam werden. Gefragt wird aus dieser Perspektive danach, wie materielle Praktiken symbolische, epistemische oder soziale Ordnungen hervorbringen, wie sie diese Ordnungen infrastrukturell stabilisieren oder institutionell legitimieren. Gegenstand der kulturtechnischen Analyse sind nicht isolierte Objekte, Apparate, Instrumente, sondern die verkörperten und operativen Verfahren, die im Umgang mit diesen Dingen unser Denken und Wahrnehmen strukturieren, die Bedeutung generieren, Kultur erzeugen, Welt erschaffen.

Die Arbeitsschwerpunkte der Professur liegen im Bereich der materiellen und visuellen Kulturen und ihrer Wechselwirkungen, der Archäologie der Medien und ihrer Technik- und Wissensgeschichte und der feministischen Wissenschaftsforschung. Die Professur vermittelt die Geschichte und Theorie der Kulturtechniken in einem breiten historischen Spektrum und aus einer dekolonialen Perspektive, in der ihre Gegenstände im Kontext aktueller theoretischer Debatten verortet werden.