Profil der Professur

Die spätmoderne Gesellschaft hat sich in eine rigide Abhängigkeit von Medientechnologien und (audiovisuellen) Massenmedien gebracht. Dies hat einerseits zu einer operativen Anpassung und Strukturänderung in zahlreichen Vergesellschaftungsbereichen geführt, andererseits neuartige Denkweisen, Vorstellungswelten, Handlungsformen und Gebrauchskulturen auf Seiten der Subjekte ausgeprägt.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Mediensoziologie mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen (Massen-)Medien, Gesellschaft und Individuum. Dabei leistet sie erstens eine teils phänomenale, teils funktionale Aufarbeitung des Verhältnisses zwischen Gesellschaftsstrukturen und Medienevolution – mit einem grundlegend historischen Sensus. Zweitens reflektiert sie zeitdiagnostisch über Bedingungen wie Effekte des Medienwandels, der Medialisierung und der Mediengesellschaft. Und drittens gilt in empirischer Hinsicht das Erkenntnisinteresse dem vielfältig individuellen wie kollektiven Medienhandeln, dem situationsadäquaten, problemlösenden Mediengebrauch und der eigenständigen Umformung von Medientechnik.

  • Andreas Ziemann ist für das Wintersemester 2015/16 und das Sommersemester 2016 aufgrund diverser Forschungsaktivitäten freigestellt. Er wird in dieser Zeit von Patrick Wöhrle vertreten.

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  • Stefan Meißner ist seit 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur. Im Rahmen seines Dissertationsprojekts arbeitete er zum Thema "Zusammenarbeit" mit Hilfe des Konzepts "Techniken des Sozialen". Zudem interessiert er sich für eine gegenwartsdiagnostische Analyse verschiedener Phänomene im Bereich digitaler Kultur wie bspw. "Gamification" und "Quantified Self" 

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  • Die Professur Mediensoziologie bietet kontinuierlich Lehrveranstaltungen zu Medientheorie/-geschichte, Kultursoziologie, Soziologische Gesellschaftstheorie (u.a. Systemtheorie) und Pop an.

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