Lehre

Die Professur vermittelt grundlegende Positionen, Prozessen und Paradigmen der Designtheorie und -forschung, mit besonderer Sensibilität für zeitgenössische und disziplinübergreifende Designkulturen. So geht es darum, die damit verbundenen unterschiedlichen Formen, Komponenten, Techniken und Bedeutungsebenen, welche die Gestaltung unserer Umwelt betreffen, exemplarisch zu erfassen, wechselseitig zu beleuchten und gleichermaßen gesamthaft einzubetten. Zudem werden wesentliche Kenntnisse des wissenschaftlichen Forschens, Kuratierens und Publizierens vermittelt. Angehende Designerinnen und Designer erhalten hierin wesentliche konzeptionelle und reflexive Fähigkeiten, um erweiterte theoretische und wissenschaftliche Perspektiven auf die eigene Tätigkeit zu eröffnen und kritisch zu diskutieren. 

Sommersemester 2026

Im Sommersemester 2026 bietet die Professur für Designtheorie und Designforschung ein vielfältiges, fachspezifisches wie auch interdisziplinäres Lehrangebot – von grundlegenden Vorlesungen, über vertiefende Seminarangebote bis hin zu entwurfsmethodischen und forschungsbasierten Formaten. Das Angebot richtet sich an Studierende aller gestalterischen Disziplinen und Studienphasen – vom Bachelor bis zur Promotion – und lädt zur kritischen Auseinandersetzung mit Fragen des Designs, seiner Positionen, Prozesse und Kontexte ein.

Vorlesung Fundamentals: Einführung in die Theorie und Geschichte des Design
Die Vorlesung bietet einen fundierten Überblick über zentrale Positionen der Designtheorie und -geschichte – von historischen Reformansätzen, modernem Funktionalismus, systemischen Designlösungen, postmodernen Disruption über digitale Transformation bis hin zu Nachhaltigkeitsfragen. Sie ist offen für Studierende aller Fachrichtungen und bildet eine wichtige Grundlage für ein umfassendes wie auch interdisziplinäres Designverständnis.

Lecture Series: Digital Culture in Design, Media and Architecture
Diese englischsprachige Vorlesung beleuchtet aktuelle digitale Diskurse an den Schnittstellen von Design, Medien und Architektur. Im Fokus stehen Themen wie digitale Materialität, robotische Fertigung, Human-Machine Interaction, Sustainability, das Internet der Dinge oder digitale Autorschaft. Die Veranstaltung ist offen für alle digital-interessierten Studierenden und Studienrichtungen.

Entwurfsmethoden: Design zwischen Haltung, Gesellschaft und Veränderung
Im Forschungs- und Lektüreseminar Entwurfsmethoden wird die Frage nach den kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Implikationen des Entwerfens gestellt. Hierzu werden zentrale Entwurfsmethoden (u.a. Inclusive Design, Design Thinking, Human-Centred Design, Co-Design etc.) analysiert und verortet, und ein grundlegender Ein- und Überblick über Design als reflexive Praxis zwischen gestalterischer Tätigkeit und sozialer Verantwortung eröffnet. 

Wissenschaftliches Arbeiten: Planung, Recherche, Schreiben
Im Seminar werden gemeinsam – und Schritt für Schritt – die verschiedenen Phasen des wissenschaftlichen Arbeitens erarbeitet: von den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens über Recherchestrategien und Literaturverwaltung bis hin zu Zitierstilen, Projektplanung und Zeitmanagement sowie wissenschaftlichem Schreiben. Das Seminar wird als Bauhaus.Modul (mit: Dana Horch, Dr. Franziska Matthes und Larissa Barth) angeboten. 

Robotic Tectonics: Negotiating Computation, Tectonics and Fabrication
Im wissenschaftlichen Modul Robotic Tectonics (Teil IV) befassen sich die Studierenden mit den theoretischen, methodischen und praktischen Möglichkeiten des robotischen 3D-Drucks. Hierzu verbindet der Kurs theoretische Diskurse, digitale Modellierung, empirische Materialforschung und robotische Fertigungstechnologie – und wird in interdisziplinärer Kooperation zwischen den Fakultäten Kunst und Gestaltung sowie Bau- und Umweltingenieurwissenschaften (Professur für Komplexe Strukturen) durchgeführt. Die Ergebnisse werden im Rahmen der summaery 2026 präsentiert.

Bachelor Essentials: Theoretische Grundlagen zur Erarbeitung der Bachelorarbeit
Das Bachelor-Vorbereitungsmodul unterstützt Studierende des Produktdesigns bei der Konzeption und Ausarbeitung ihrer Abschlussarbeit. Es vermittelt dokumentarische, methodische und reflexive Zugänge zur Themenfindung, zur schriftlichen Ausarbeitung sowie zur Positionierung der eigenen gestalterischen Arbeit im Designkontext.

Lab Talks: Graduiertenseminar im Ph.D.-Studiengang Kunst und Design
Die Lab Talks bieten ein diskursives Format für Promovierende im Designbereich. Im Zentrum stehen die Präsentation und Diskussion laufender Forschungsarbeiten, der Austausch zu Methodik und Theorie sowie das gemeinsame Nachdenken über disziplinäre, inter- und transdisziplinäre Zugänge im Design.

Weitere Informationen und Termine zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis der Bauhaus-Universität Weimar.