Forschung

Die Forschung der Professur Designtheorie und Designforschung ist entwurfsmethodischen/entwurfswissenschaftlichen Fragestellungen gewidmet. Entwurf ist dabei nichts, was einfach so passiert (oder nach dem deutschen Sprachgebrauch ad hoc entsteht bzw. "ent-worfen" wird), sondern eigenen epistemisch-prozessualen Eigenheiten und kulturell-reflexiven Logiken folgt. Entsprechend wird Entwurf (und damit Design) nicht als autonome Disziplin verstanden, sondern als übergreifendes Wissens- und Handlungsfeld, das weit über disziplinäre, autorenbasierte oder kunstgewerbliche Tätigkeiten hinausreicht.  

Doch anstatt die entwerferische Praxis – und entsprechende Paradigmen und Positionen – lediglich aus abstrakter Sicht zu beleuchten, fokussiert die Professur auf eine Entwurfsforschung (und Theoriebildung) "an entwerferischen Prozessen entlang". Diese kann gleichermaßen als eine "Theorie der Praxis" verstanden werden, die versucht, Design an der Schnittstelle zwischen Theorie, Empirie und Praxis und damit in konkreten und besonderen Situationen zu untersuchen, anstatt es rein durch Generalisierung oder Idealisierung verstehen zu wollen. Letzteres gilt vor allem für die Erforschung zeitgenössischer Designkulturen und die Mechanismen und Dynamiken neuartiger Informationstechnologien und digitaler Produktionsbedingungen.

Hierzu wurde mit dem Bauhaus Design Labor (D–LAB) eine neuartige Forschungsumgebung geschaffen, welche entwurfsmethodische/entwurfswissenschaftliche Untersuchungen in einem praxisbasierten Kontext ermöglicht.