KLEINGAERTEN

"Möglichkeiten zur Schaffung eines hygienisch einwandfreien, umweltverträglichen und nachhaltigen Umgangs mit Fäkalien in Kleingärten - Machbarkeitsstudie am Beispiel Leipzig"

Projektförderung:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Projektlaufzeit: 04/2011 bis 05/2012

Projektleitung:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong

BUW- Projektbearbeiter:
Dipl. Ing. Julia Alexeeva-Steiniger

Projektpartner:
Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung BDZ e.V.
Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e.V.

Problemstellung

Kleingartenvereine haben eine über 145 jährige Geschichte. Auch heute sind Kleingärten noch beliebt. Allerdings ändern sich ihre Nutzungen und die Ansprüche ihrer Nutzer. Standen anfangs eindeutig die Interessen der Nahrungsmittelproduktion im Vordergrund, so spielen zunehmen Freizeit und Erholung eine Rolle.
Die Versorgung der Kleingärten mit Trinkwasser (Leitung/Brunnen) ist Standard, die Nutzung von Regenwasser zur Gartenbewässerung üblich. Der Anschluss der Kleingärten an das öffentliche Kanalnetz ist jedoch auszuschließen. Fallen im Kleingarten Abwässer durch den Verbrauch von Trinkwasser an, müssen Alternativen zur herkömmlichen Ableitung über das kommunale Abwassernetz gefunden werden. Die Verwendung von Brauchwasser (Grauwasser) zur Bewässerung wird in vielen Kleingärten praktiziert. Häufig findet sich die Eigenkompostierung von Fäkalien und Urin.

Zielsetzung

Zielsetzung der zu erstellenden Studie ist, Möglichkeiten zur Schaffung eines hygienisch einwandfreien, umweltverträglichen und nachhaltigen Umgangs mit Fäkalien und Grauwasser in Kleingärten zu identifizieren. Aufbauend auf dieser Studie sollen in einer zweiten Phase unterschiedliche Lösungskonzepte beispielhaft umgesetzt werden.

Vorgehensweise

Im Rahmen der Studie sollen Sanitärlösungen identifiziert werden, welche ohne das
Kleingartenwesen zu gefährden
- den Nutzern ausreichend Komfort bieten,
- den rechtlichen Anforderungen genügen (entsprechen dem heutigen Stand der
Technik) sowie
- emissionsreduzierend und hygienisch einwandfrei sind.
Möglich und sinnvoll erscheinende Veränderungen werden identifiziert, Hemmnisse
diskutiert und Vorschläge für eine beispielhafte Umsetzung erarbeitet.
Die Studie soll die nachhaltige Nutzung von Kleingärten befördern, indem das Kleingartenwesen
unter Beachtung der Regelungen des Kleingartengesetzes modernisiert
und attraktiver auch für junge Menschen gemacht wird.
Das Image von Kleingärten verbessern heißt auch, die Randbedingungen zu verbessern,
dazu gehören wesentlich die hygienische Situation und der Komfort von Sanitäranlagen.
Gleichzeitig muss die Umweltbelastung durch Kleingärten reduziert und
dies auch demonstriert werden.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Studie sind im Abschlussbericht enthalten, der nach Rücksprache mit der DBU nachstehend als pdf-Dokument für Interessenten zur Verfügung steht.

Abschlussbericht_ DBU_Kleingaerten_2012

Nach oben