iReBa

"Integriertes Ressourcen Management Battambang (iReBa)"


Projektförderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektlaufzeit: 03/2014

BUW- Projektleitung:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. J. Londong

BUW- Projektbearbeiter:
Professur Siedlungswasserwirtschaft
Dipl.-Ing. Jürgen Stäudel
Institut für Europäische Urbanistik (IfEU)
Dr.-phil. Bernhard Stratmann
Professur Biotechnologie in der Ressourcenwirtschaft
Dipl.-Ing. Ulf Raesfeld

Projektpartner:
University of Battambang, Cambodia

 

Problemstellung

Battambang ist die zweitgrößte Stadt in Kambodscha, besitzt ein enormes wirtschaftliches Potenzial und liegt an einer der Hauptverkehrsstraßen des Landes. Das Abwassersystem des Stadtzentrums stammt aus der Kolonialzeit und wurde nicht oder nur wenig an die stetig wachsenden Stadtstrukturen angepasst. Daher verschmutzen undichte Toilettenanlagen das Grundwasser oder werden während der Regenzeit regelmäßig überflutet.

Grundsätzlich sind weniger als 70 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt an das zentrale Trinkwassersystem angeschlossen oder haben Zugang zu Toiletten. Die Schaffung eines funktionierendes Abfallwirtschaftssystem mit Recycling und ordnungsgemäßer Entsorgung sind weitere Herausforderungen für die Stadtverwaltung in Battambang. Es fehlt in weiten Teilen der Stadt an diesen grundlegenden Infrastruktursystemen.

Zielsetzung

Ziel des Projektes iReBa ist es, den beteiligten deutschen und kambodschanischen Studierenden am Beispiel der Stadt Battambang zu zeigen, wie Stadtplanung und integrierte Infrastrukturentwicklung miteinander kombiniert werden sollten, um nachhaltige städtische Infrastruktur-Systeme zu entwickeln. Wichtig ist dabei auch die Integration der örtlichen sozialen Bedingungen, wie Armut, Korruption, Bildungsniveau und Arbeitslosigkeit.

Vorgehensweise:

Um Lösungsvorschläge für diese fehlenden Infrastruktursysteme erarbeiten zu können, ist das Projekt in einen theoretischen Teil, der sowohl in Kambodscha und Deutschland stattfindet und den Studierenden die Grundlagen des nachhaltigen städtischen Ressourcenmanagements vermittelt. Im zweiten praktischen Teil entwickeln die Studierenden vor Ort in Battambang ein modellhaftes Konzept für angepasste und integrierte Infrastruktur (Wasser, Abwasser, Abfall als Ressourcen) nach modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Im Vordergrund stehen hierbei die wertschöpfende Nutzung urbaner Ressourcen, die durch getrennte Erfassung und Behandlung von Stoffströmen überhaupt erst möglich wird. Nur durch die Integration moderner Infrastruktursysteme und Stadtplanung in interdisziplinärer Weise wird eine ressourcenschonende städtische Entwicklung ermöglicht.

Kooperation – Memorandum of Understanding (MoU):

Mitte März unterzeichneten die Bauhaus-Universität Weimar sowie die University of Battambang, Kambodscha im Rahmen der Abschlusspräsentation des Projekts ein MoU.

Mit dem MoU verständigten sich beide Partner zu einer Kooperation über das aktuelle Projekt hinaus, um die Zusammenarbeit zwischen deutschen und kambodschanischen Studierenden und Forschern zu vertiefen und internationale Netzwerkstrukturen auszubauen.

Ausführliche Informationen:

Das Projekt und die Ergebnisse können auf folgendem Blog nacherlebt werden:

http://integratedtoilet.blog.com/

http://www.ipit.eu

Pressemitteilung der BUW:

http://www.uni-weimar.de/de/universitaet/aktuell/bauhausjournal-online/titel/bauhaus-universitaet-weimar-festigt-kooperation-mit-university-of-battambang-kambodscha/

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