Der Umbau zentraler Infrastrukturen – von Strom- und Wärmenetzen bis hin zum öffentlichen Verkehr – erfordert in den kommenden Jahren Investitionen in Milliardenhöhe. Insbesondere kommunale Unternehmen wie Stadtwerke stellt dies vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Professur Infrastrukturwirtschaft und -management (IWM) an der Bauhaus-Universität Weimar in Kooperation mit der Thüringer Aufbaubank sowie der Landesgruppe Thüringen des Verbandes kommunaler Unternehmen am 28. April 2026 von 10 bis 17 Uhr in Erfurt die Tagung »Infrastruktur- und Daseinsvorsorge-Politik in Thüringen«. Als Vortragende und Teilnehmer an Diskussionsrunden nehmen Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen an der Tagung Teil. Keynote-Speakerin ist Finanzministerin Katja Wolf.
Die Tagung greift eine der zentralen Zukunftsfragen Thüringens auf: Wie kann die Finanzierung der Energiewende auf kommunaler Ebene gelingen, ohne die Handlungsspielräume der Städte und Gemeinden zu überfordern? Die Tagung richtet sich an Vertreter*innen von Kommunen und Landespolitik, Stadtwerke und Infrastrukturunternehmen, Verbände und Verwaltung sowie Wissenschaft und Forschung. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, konkrete Lösungsansätze für Politik, Verwaltung und Praxis zu entwickeln.
Hoher Investitionsbedarf für Klimaneutralität und Resilienz
Um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, muss Thüringens Infrastruktur bis 2045 klimafreundlich werden und zugleich in Krisen zuverlässig funktionieren. Insbesondere kommunale Unternehmen wie Stadtwerke stehen daher vor einem erheblichen Finanzierungsbedarf, um Energie, Wärme- und Verkehrssysteme umzubauen und gleichzeitig eine verlässliche Daseinsvorsorge sicherzustellen. Dabei weist Thüringen einige strukturelle Besonderheiten auf: Das Bundesland gliedert sich in viele kleine Kommunen mit kleinen Stadtwerken, die z.T. eine geringere kommunale Finanzkraft als viele westdeutsche Regionen aufweisen.
Das bedeutet: Akteure auf kommunaler Ebene stehen vor der Aufgabe, sowohl Eigenkapital zu stärken als auch umfangreiche Fremdfinanzierungen zu erschließen. Gleichzeitig setzen bestehende rechtliche Rahmenbedingungen – etwa die Thüringer Kommunalordnung – bislang Grenzen für Verschuldung und wirtschaftliche Betätigung der Kommunen, die z.T. zu hinterfragen sind. Daraus ergeben sich grundlegende Fragen zur zukünftigen Ausgestaltung von Finanzierung und Regulierung wie etwa die Kooperationen zwischen Stadtwerken oder die Unterstützung durch Land und Bund.
Tagung »Infrastruktur- und Daseinsvorsorge-Politik in Thüringen«
28. April 2026, 10 bis 17 Uhr
Thüringer Aufbaubank, Bonifaciusstraße 14, 99084 Erfurt
Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Leitthema: »Finanzierung der Sanierung und Transformation der Thüringer Infrastrukturen durch Land und Kommunen«. Medienvertreter*innen sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: charlotte.ellen.latein[at]uni-weimar.de
Weitere Informationen zur Tagung:
https://www.uni-weimar.de/infra-th
Für Rückfragen steht Ihnen Prof. Thorsten Beckers, Professur Infrastrukturwirtschaft und -management (IWM) an der Bauhaus-Universität Weimar, per E-Mail unter: thorsten.beckers[at]uni-weimar.de oder telefonisch unter: Tel: +49 (0)3643 / 584593 (Sekretariat) zur Verfügung.
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