Mit einer traditionellen Sektdusche und einer erfolgreichen Jungfernfahrt im Schwanseebad haben die Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar ihre Betonkanus »Scharlotta« und »la Reine« offiziell getauft. Nun richten sich die Blicke auf die Deutsche Betonkanu-Regatta, die vom 19. bis 21. Juni in Brandenburg an der Havel stattfindet.
Dass Beton schwimmen kann, hat die Bauhaus-Universität Weimar schon viele Male bewiesen. Auch 2026 absolvierten die beiden selbst konstruierten und gefertigten Kanus ihre ersten Runden im Wasser problemlos. Dabei blieben nicht nur die Boote, sondern auch die Besatzungen trocken.
Unter dem Motto »Betonion« – einer Kombination aus Beton und Zwiebel – entstanden in den vergangenen Monaten die beiden Kanus. Die Gestaltung greift die traditionsreiche Weimarer Zwiebelmarkt-Kultur auf: Während »Scharlotta« mit violettem Anstrich und Zwiebelmotiven gestaltet wurde, präsentiert sich »la Reine“ in Gelb und Grün als zweite »Zwiebelkönigin« des Teams.
Hinter dem Projekt steht eine interdisziplinäre Gruppe von Studierenden der Fakultäten Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Architektur und Urbanistik sowie einer Alumna aus dem Produktdesign. Gemeinsam entwickelten sie die Konstruktionen, fertigten die Boote an und bereiteten sie auf den Wettkampf vor.
Bildergalerie. Bauhaus-Universität Weimar, Fotos: Florian Kleiner / Dana Höftmann
Für viele Beteiligte bietet das Betonkanu-Projekt die Möglichkeit, theoretisches Wissen aus dem Studium praktisch anzuwenden. Von Materialentwicklung und Statik über Konstruktion und Fertigung bis hin zur Gestaltung arbeiten die Studierenden eigenverantwortlich an einem komplexen Projekt.
»Es ist toll, theoretisches Wissen aus dem Studium direkt anwenden zu können«, sagte Heidi Mühleder, Studentin des Bauingenieurwesens im Interview mit der Regionalpresse. Besonders beeindruckt habe sie die Vielseitigkeit des Werkstoffs Beton: »Man ist nur am Staunen, was mit diesem Material alles möglich ist.«
Wenn die beiden Betonkanus Mitte Juni in Brandenburg an der Havel an den Start gehen, werden sie nicht nur sportlich um gute Platzierungen kämpfen, sondern auch zeigen, wie viel Kreativität, Teamarbeit und Ingenieurskunst in einem scheinbar widersprüchlichen Material stecken kann.
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