Wie in vielen anderen Städten fehlt es auch in Weimar an Wohnraum. Im Süden der Stadt, auf einem Acker am Merketal, soll daher ein neues Wohngebiet entstehen. Die Umwandlung von Ackerland in Siedlungsfläche gilt jedoch als Sündenfall der nachhaltigen Stadtplanung. Täglich gehen in Deutschland 50 Hektar naturbelassener oder landwirtschaftlich genutzter Flächen verloren. Wohnungsbau versus Flächenverbrauch - hier kollidieren zwei gleichermaßen wichtige Ziele.
Hinzu kommt: die Flächen der konventionellen Landwitschaft sind nicht gerade Orte der Biodiversität - davon gibt es in Städten mittlerweile mehr.
Ein weiterer Widerspruch liegt im weit verbreiteten Wunsch nach dem eigenen Haus – und der schlechten Bilanz dieser Wohnform bei Energiebilanz, Nachhaltigkeit und Flächenverbrauch.
Was also tun?
Im städtebaulichen Entwurf wollen wir ausloten, wie sich Nachhaltigkeit und Wohnungsbau vereinbaren lassen und dabei alle Szenarien zwischen Verzicht, Verdichtung, Bebauung und Begrünung durchspielen.
As in many other cities, Weimar also lacks housing. A new residential area is therefore to be built in the south of the city, on a field in Merketal. However, converting farmland into residential areas is considered a sin in sustainable urban planning. Every day, 50 hectares of natural or agricultural land are lost in Germany. Housing construction versus land consumption – two equally important goals collide here.
What’s more, areas used for conventional farming are not exactly hotbeds of biodiversity – there is actually more of it in cities these days.
Another contradiction lies in the widespread desire for one's own house – and the poor energy balance, sustainability and land consumption of this type of housing.
So what can be done?
In urban design, we want to explore how sustainability and housing construction can be reconciled, playing through all scenarios between sufficiency, densification, development and greening.
Exkursion Merketal
- Mo 20.-Mi 22. April 25
- Fahrrad / zu Fuß
- Kosten: 0
1. Tag: (zu Fuß)
Treffpunkt 10.00 hinterm Hauptgebäude
Projektgebiet und Nachbarschaften, Picknick Bolzplatz, Gespräche Studierendenwohnheim + Naturschutz
2. Tag: (Fahrrad)
Gespräche Planungsamtsleiter Bernward Fechtel + Grünflächenamtsleiter Marc Friedrich
Öffentliche Räume: Straßen, Plätze, Gassen, Wege
Grünräume: Parks, Gärten, Landschaft
3. Tag: (Fahrrad)
Gespräche Genossenschaften
Wohnungsbau good & bad: Feuerwache, Ro 70 (mit Sebastian Kirschner, Wohnprojektor), Sackpfeife, Schlachthof + schlechte EFH-Siedlung
Abschluss: Biergarten Bienenmuseum
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