Messestand für die Leipziger Buchmesse
Im Rahmen des studentischen, interdisziplinären Bauhaus.Modul "typotopie" unter Leitung von Prof. Dr. Michael Herrmann und Torsten Müller vom Lehrstuhl Konstruktives Entwerfen und Tragwerkslehre entstand im Wintersemester 25/26 der Messestand der Bauhaus-Universität für die Leipziger Buchmesse 2026.
Seit 2009 ist die Bauhaus-Universität Weimar mit einem eigenen Stand auf der Buchmesse in Leipzig vertreten. Für die diesjährige Messe, die zwischen 19. und 22. März 2026 statt fand, wurde der Stand in einem interdisziplinären Bauhaus.Modul unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Herrmann und Torsten Müller vom Lehrstuhl Konstruktives Entwerfen und Tragwerkslehre entworfen und umgesetzt.
Im Wintersemester 2025/26 experimentierte eine Gruppe internationaler Studierender mit Raum, Struktur, Material, Licht und Inszenierung. Gesucht wurden Ideen, die ressourcenschonend umgesetzt werden können und mehr sind als eine Ausstellungsfläche – sie sollten lesbar, sprechend, erlebbar sein. Dafür wurden die Teilnehmenden in handwerklichen Vorkursen geschult: Gemeinsam erprobten die Studierenden materialsparende leichte Konstruktionen in Form von Stab-, Faltwerken und Membranen. Die Lichtkünstlerin Cornelia Erdmann unterstütze bei der Konzeption des Messestandes. Im Rahmen einer Exkursion zur Leipziger Grassimesse erhielten sie zudem Einblick in verschiedene Präsentationsformen. Mitte Januar pitchten die studentischen Teams ihre Ideen, überzeugen konnte der Entwurf von Petter Bolstad, Nina Siegle und Ngoc Truc Phuong Nguyen.
Zero-Waste-Prinzip: Ein Messestand aus Birkensperrholz
Mit einem innovativen Konstruktionsansatz demonstriert die Hochschule, wie sich Materialeffizienz und gestalterischer Anspruch verbinden lassen: Sperrholzplatten werden mithilfe präziser Wasserstrahltechnik so zugeschnitten, dass kongruente Rahmen entstehen und der Verschnitt auf ein Minimum reduziert wird. Aneinandergereiht formen diese Elemente eine gekrümmte Raumstruktur mit optimierter Tragwirkung. Auf dem Messestand fügen sich die Rahmen zu einer markanten bogenförmigen Wand sowie zu einem scheinbar schwebenden, trapezförmigen Dach. Besonderes Merkmal der Konstruktion ist ihre vollständige Demontierbarkeit – sämtliche Bauteile können mehrfach verwendet werden und leisten damit einen konkreten Beitrag zu ressourcenschonendem Bauen.
typotopie – Schrift. Struktur. Szenografie. auf der Leipziger Buchmesse
Verantwortliche: Prof. Dr. Michael Herrmann (Fakultät Architektur und Urbanistik sowie Bau- und Umweltingenieurwissenschaften) und Torsten Müller (Fakultät Bau- und Umweltingenieurwissenschaften)
Mitwirkende: Petter Bolstad, Federico Busco, Pilar Fernández Pascual, Tabea Martha Frisch, Joao Gomes Baptista, Eva Hecht, Martha Jansen, Felizitas Khuen-Belasi, Edna Agatha Klenk, Vincent Martin, Magdalena Meusert, Lisa Nghiem, Ngoc Truc Phuong Nguyen, Nina Siegle, Marko Tonins
Die Veranstaltung stand im Rahmen der »Bauhaus.Module« allen Bachelor- und Masterstudierenden der Fakultäten Architektur und Urbanistik, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Kunst und Gestaltung sowie Medien offen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Universität: https://www.uni-weimar.de/de/universitaet/aktuell/veranstaltungskalender/highlights-des-jahres/2026/buchmesse-2026/
Recap: Vier Tage Leipziger Buchmesse (Instagram Reel)
