Session IV

Session IV

Sonntag, 29. September, 11.30 – 13.30 Uhr

Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit den Themenfeldern Komplexität gestalten I Moderne Haltungen I Virtuelle Realitäten I Öffentlichkeit und Gemeinschaft I Material-Begegnung I Räume und Resonanzen wird in der Frage nach innovativen Vermittlungsideen liegen. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den zu vermittelnden Inhalten, Methoden und Strategien für eine nachwachsende Künstler-, Vermittler-, Gestalter- und Entwerfergeneration ist vor allem die Frage nach der Gewinnung neuer Studierender relevant. Die Wahl des Themenfeldes erfolgt interessengeleitet.

Die Referenten:

I Komplexität Gestalten

Eva Hornecker (Medieninformatikerin Bauhaus-Universität Weimar) angefragt und Wolfgang Sattler (Designer Bauhaus-Universität Weimar) angefragt: Welche Aufgaben und Anforderungen stellen heutige materielle, immaterielle und virtuelle Produkte, Prozesse und Problemstellungen sowie die dahinter liegenden komplexen Techniken?

Ulla Schauber und Antje Heise (Architektinnen Weimar): Welche Wirkung können Teilhabeprozesse auf die Quartiersentwicklung und die gestaltende Rolle der Nutzer*innen nehmen und welche Forderungen sind damit an Bildungsprozesse gebunden?

II Moderne Haltung

Eva Filter (Architektin Hochschule Ostwestfalen-Lippe Detmold): Welcher Bildungsinhalte und -prozesse bedarf es für zukünftige Entwerfer*innen, Gestalter*innen und Künstler*innen und Vermittler*innen, die sich der Verantwortung der Entwicklung einer Haltung gegenüber der Welt und der eigenen Person im Sinne der Erfahrung von Eigenmächtigkeit stellen müssen?

Kunibert Bering (Kunsthistoriker und Kunstdidaktiker Kunstakademie Düsseldorf): Welche Relevanz sollten die Bauhausprinzipien Interdisziplinarität, Theorie-Praxis-Bezug, Internationalität und künstlerische Lösungstrategie für die Gestaltung interkultureller, sozialer und kommunikativer Räume der Gegenwart haben?

III Virtuelle Realitäten und Verantwortung

Nathalie Singer (Mediengestalterin Bauhaus-Universität Weimar) und Beatriz Ferreyra (Komponistin Paris): Vertonte Bauhausgeschichte – Grundlehre des Hörens. Welche Anforderungen an die Bildung von Gestaltern, Künstlern, Entwerfern gehen mit diesem Anspruch der Verantwortung einher? Und welche Rolle müssen psychologische, soziologische und medizinische Erkenntnisse spielen wie einst im „Neuen Bauen“ der Zwischenkriegsjahre?

IV Öffentlichkeit und Gemeinschaft

Luise Nerlich (Architektin Bauhaus-Universität Weimar) und Torsten Blume (Choreograf Dessau): Wie können Beteiligte im experimentellen Umgang mit historischen Raumtänzen zu Betroffenen werden und den gestalterischen Prozess in Architektur und Design als einen choreografischen erfahren (live, fehlergebunden, einmalig)?

V Material – Begegnung

Jan Willmann (Designtheoretiker Bauhaus-Universität Weimar): Welche Bildungsinhalte sind notwendig, um der Gefahr einer unzureichend entwickelten Werkstoffethik zukünftiger Gestalter und Entwerfer, resultierend in der Abkopplung des Handwerks durch den Einsatz von Maschinen bzw. digitalen Technologien entgegenzuwirken?

VI Räume und Resonanzen

Andrea Dreyer (Kunstdidaktikerin Bauhaus-Universität Weimar): Welche Transformationen, Interventionen und Neuorganisationen im berufsbiografischen Prozess bestimmen die Entwicklung von Identitäten in den Räumen der Kunst, Gestaltung, dem Entwurf und der eigenen Lehrpraxis?

Susanne Hofmann (Architekten Baupiloten Berlin): Welche Beteiligungsformen bieten Entwurfsprozesse in der Architektur und wann kann von tatsächlicher Partizipation gesprochen werden, die zur Akzeptanz von Architektur als dritte Haut führt?