Programm

Donnerstag, 26. September 2019

10.30 – 18 Uhr
Denkraum.Nachwuchsforschung

18.30 Uhr
Come together aller Referenten

Freitag, 27. September 2019

9 – 12 Uhr
Denkraum.Nachwuchsforschung

11.30 Uhr
Anmeldung im Foyer des Audimax (Universitätsbibliothek)

13.30 Uhr
Grußworte

  • Schirmherr und Minister für Bildung, Jugend und Sport, Herr Helmut Holder
  • Präsident der Bauhaus-Universität Weimar, Herr Professor Dr. Winfried Speitkamp
  • Mitglied der Architektenkammer Thüringen, Herr Dr. Hannes Hubrich
  • Dekan der Fakultät Architektur und Urbanistik, Herr Prof. Dipl.-Ing. Dipl. Des. Bernd Rudolf
  • BDK Fachverband für Kunstpädagogik, Studiendekanin der Fakultät Kunst und Gestaltung, Frau Prof. Dr. Andrea Dreyer


14.00 Uhr
Keynote-Vortrag im Audimax

15.30 Uhr
Weg zu Orten der Session I

16 Uhr
Session I an aktuellen Studien- und Forschungsorten der Bauhaus-Universität Weimar

18.30 Uhr
Salongespräche Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar

22 Uhr
Abendspaziergang

Samstag, 28. September 2019

9 Uhr
Keynote-Vortrag im Audimax

10.30 Uhr
Kritische Gedankengänge (Teil von Session II)

12.30 Uhr
Mittag an authentischen Bauhaus-Orten

13.30 Uhr
Session II an authentischen Bauhaus-Orten

16 Uhr
Come together im Hauptgebäude

17 Uhr
Session III in Salons des Hauptgebäudes

19 Uhr
Bauhaus-Fest | Abendessen im Hauptgebäude

22 Uhr
Abendspaziergang

Sonntag, 29. September 2019

9.30 Uhr
Keynote-Vortrag Audimax

11 Uhr
Aktion Weg zum Hauptgebäude

11.30 Uhr
Session IV in den Salons des Hauptgebäudes

13.30 Uhr
Abschluss im Foyer des Hauptgebäudes

Details zu den Sessions und Angeboten

Session I

Freitag, 27. September, 15.30 – 17.30 Uhr

Die Themenfelder Komplexität gestalten | Moderne Haltungen | Virtuelle Realitäten | Öffentlichkeit und Gemeinschaft | Material-Begegnung | Räume und Resonanzen werden in neun Angeboten verhandelt. Diese finden an authentischen Orten der Lehre und Forschung der heutigen Bauhaus-Universität Weimar statt. Das projektorientierte, problembasierte und forschungsorientierte Lehren und Forschen bietet den Rahmen für die Auseinandersetzung mit heute relevanten Fragestellungen und fordert zu einem anhaltenden Diskurs über die Angemessenheit der Lehrformate auf. Eine Basis bietet die disziplinübergreifende Zusammenarbeit in den Studienangeboten, die einen Rahmen für die Auseinandersetzung mit den komplexen Fragestellungen unserer Zeit bieten. Zu diesen gehört auch die Frage nach einer zeitgemäßen Bauhausrezeption sowie der Aktualität der Bauhausideen.

Die Referenten:

I Komplexität erfahren

Greenhouse, A&U
Dorett Funcke (Soziologin FU Hagen)
"Menschliche Kommunikation – eine soziologische Konzeption zu menschlicher Interaktion und sozialer Ordnung"
Die Perspektive der Soziologie ist eine, die von vornherein davon ausgeht, dass menschliches Handeln sich rekonstruieren lässt als bestimmt durch Kommunikation. Kommunikation wird dabei gedacht als durch Regeln strukturierte Prozessualität. So ist das, was Menschen tun, wenn sie miteinander kommunizieren, alles andere als zufällig, beliebig oder bloß ‚individuell‘. Vielmehr lässt sich eine Vielzahl an Regeln ausmachen, die, unabhängig wie bewusst den Menschen diese Regeln sind, ihre kommunikative Wechselbeziehung prägen.

II Komplexität gestalten

Metallwerkstatt
Jan Willmann (Designtheoretiker Bauhaus-Universität Weimar)
"Architekten, Künstler, Designer: Erwartungen und Kompetenzen der Gestaltung im Digitalen Zeitalter"
Welche Bildungsinhalte sind notwendig, um der Gefahr einer unzureichend entwickelten Werkstoffethik zukünftiger Gestalter und Entwerfer, resultierend in der Abkopplung des Handwerks durch den Einsatz von Maschinen bzw. digitalen Technologien entgegenzuwirken?

III Moderne Haltung bilden

Kleiner Van-de-Velde-Bau, Raum HP05
Bettina Güldner (Kunstvermittlerin und Kuratorin Berlin)
"Verantwortliche Bildung durch zeitgemäße Rezeptionsprozesse zur Moderne"
Welche Verantwortung tragen wir heute für eine zeitgemäße Bauhausrezeption und die Entwicklung eine moderne Haltung zukünftiger Vermittler*innen, Gestalter*innen, Künstler*innen und Entwerfer*innen?

VI Moderne Haltung befragen

Fotowerkstatt K&G
Torsten Meyer (Kunstdidaktiker, Köln)
"Sachlichkeit Post Internet"

V Virtuelle Realitäten verantworten

Digital Bauhaus Lab Platform
Ursula Damm (Bauhaus-Universität Weimar) und Jörg Brinkmann (Bauhaus-Universität Weimar) "Falscher Körper – echter Raum? oder umgekehrt? Wie die Interaktion in virtuellen Räumen, besonders in Verbindung mit der Vernetzung durch das Internet Momente entstehen lässt, die weit über den klassischen Prozess des Betrachtens hinausgehen.“

VI Öffentlichkeit und Gemeinschaft pflegen

Digital Bauhaus Lab
Ulrike Bestgen (Abteilungsleiterin Neues Museum Klassik Stiftung Weimar)
"Eine zeitgemäße Rezeption des Bauhauses Weimar und seiner Festkultur"
Welche historischen Rahmenbedingungen sind relevant, um das Bauhaus in Weimar zur Zeit seiner Entstehung rezipieren zu können und welche Bedeutung nahm die Festkultur am Bauhaus in Weimar ein?

VII Material begegnen

Holzwerkstatt
Hannes Bäuerle (Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitektur/ Gründungsmitglied raumprobe Stuttgart)
"Der Materialbegriff am Bauhaus und heute – Folgen für eine zeitgemäße Bildung"
Wie unterscheidet sich der Materialbegriff des Bauhauses von unserem heutigen (sozial, digital, haptisch, halbfertig, fiktiv, akustisch)?

VIII Räume bilden

Studio für elektroakustische Musik SeaM
Teresa Carrasco (Komponistin Hochschule der Künste Bern) und Robin Minard (Komponist Hochschule für Musik Franz Liszt, Bauhaus-Universität Weimar)
"Das elektroakustische Bauhausorchester – Der Raum als Choreograph"
In welcher Weise dient der Raum als Choreograph elektro-akustischer Kompositionen und welche Bezüge lassen sich zwischen den performativen Räumen des Bauhausorchesters vor 100 Jahren und dem Darstellungsraum des „elektroakustischen Bauhausorchesters“ heute herstellen?

IX Räume und Resonanzen erzeugen

Kleiner Van-de-Velde-Bau, Raum 116
Ronny Schüler (Architekturtheoretiker, Bauhaus-Universität Weimar) und Wolfgang Kissel (Bauhaus-Universität Weimar)

"Bauhaus-Rezeption aus israelischer und deutscher Perspektive – visuelle Räume und Resonanzen"

Salongespräche

Freitag, 27. September, 18.00 – 20.00 Uhr

Neun Salons laden am Freitagabend zur diskursiven Auseinandersetzung mit ausgewählten Fragestellungen ein, die den Themenfeldern Komplexität gestalten I Moderne Haltungen I Virtuelle Realitäten I Öffentlichkeit und Gemeinschaft I Material-Begegnung I Räume und Resonanzen zuzuordnen sind. Diskursiv verhandelt wird die Aktualität unterschiedlicher künstlerischen, gestalterischer, entwerferischer Positionen sowie die Frage nach der professionellen Begleitung ihrer Entwicklung. Das Format erlaubt das Flanieren durch einen Ausstellungskontext aktueller künstlerischer, gestalterischer, entwerferischer und kunstvermittelnder Arbeiten. Die diskursive Annäherung bietet Raum, sich kontinuierlich dem einen Salon zu widmen oder aber interessengeleitet zwischen den Räumen zu wandern.

Die Referenten:

I Komplexität erfahren

Simon Frisch (Medienwissenschaftler Bauhaus-Universität Weimar)
„Spaziergang als kritische Praxis der Theoriebildung"
Gedankengang als Spaziergang: eine kritische Praxis der Theoriebildung.
> Kleiner Van-de-Velde-Bau, Raum HP 05

II Komplexität gestalten

Steffen de Rudder (Architekt Bauhaus-Universität Weimar)
„Mündigkeit in Entwurfsprozessen - Potenziale technischer und planerischer Neuerungen für die Nutzer*innenteilhabe"
Welchen Einfluss können nicht nur technische, sondern auch planerische Neuerungen auf das Nutzerverhalten nehmen und welcher zu entwickelnden Kompetenzen bedarf es unter den Planer*innen und Entwerfer*innen aber auch unter den Nutzer*innen, um tatsächliche Änderungsprozesse einleiten zu können?
> Hauptgebäude

III Moderne Haltung bilden

Jesko Fezer (Designer Hochschule für Bildende Künste Hamburg)
„Zum künstlerischen Umgang mit politischen Fragen"
Welchen Handlungsrahmen halten die Bauhausprinzipien: Interdisziplinarität, Theorie-Praxis-Bezug, künstlerische Lösungen für politische und soziale Probleme sowie internationale Mentalität für eine zukunftsweisende Bildung zum Leben und Lernen in interkulturellen Gemeinschaften sowie zur Erfahrung der Selbstwirksamkeit sowie der Pflege des Miteinanders bereit?
> Hauptgebäude

IV Moderne Haltung befragen

Lutz Schäfer (Pädagogische Hochschule Karlsruhe)
„Subtile Durchschlagskraft – Die problematischen Folgen der Bauhaus-Ästethik für die Geschmacksbildung von Kulturschaffenden"
> Hauptgebäude

V Virtuelle Realitäten verantworten

Axel Buether (Kunstdidaktiker Bergische Universität Wuppertal)
„Zum Nutzen digitaler Technologien für Umwelt und Gesellschaft – Zwischen Fortschritt und Verantwortung"
Was meint der Begriff Bild im Digitalen? Wann entstehen Bild, Bildhaftes, Betrachter und Körperhaftes? Welche Formen der Interaktion im Sinne einer alternativen ganzheitlichen Medienerfahrungen können eine Bildaneignung als spannendes ästhetisches Phänomen erfahren lassen?
> Hauptgebäude

VI Öffentlichkeit und Gemeinschaft pflegen

Kai Martin (Hochschule für Musik Franz Liszt, Weimar)
„Fortschritt und Kreativität - Bauhaus-Ideen im Spiegel musikalischer Bildung"
Welche Haltung vermittelte das Bauhaus in Weimar über die Musik seiner Zeit zwischen gesellschaftsöffentlicher Inszenierung und informeller Performance?
>Hauptgebäude

VII Material begegnen

Nikolaus von Kaisenberg (Architekt Alanus-Hochschule Alfter)
„Material, Prozess und Identität"
Welchen Erfahrungskosmos bietet die individuelle Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Materialitäten gegenüber digitalen Materialien (Stofflichkeit, Widerständigkeit, Unbeholfenheit, Missbrauch, unerbittliche Objektivität, Autorität, Virtualität) und welche Besonderheit birgt der soziale Raum als Material zwischen Partizipation, Intervention und neuer Urbanität?
>Hauptgebäude

VI Räume und Resonanzen

Sabine Zierold (Architektin Bauhaus-Universität Weimar)
"Mediale Rauminterventionen - Wechselspiel zwischen Virtuellem und Realem am Bauhaus und heute"
Welche Vorstellungen von Raum prägten den Entwurf im Bauhaus und prägen ihn heute und welche Folgen haben diese für die Lehrinhalte und Lehrprogrammatik in der Professionalisierung zukünftiger Architekten und Designer zwischen realen und virtuellen Räumen?

Reithaus im Park an der Ilm
Rolf Niehoff (Kunstpädagoge Düsseldorf)
"Architektur als Bild deuten – Deutung als Resonanz." 
Was unterscheidet die Erfahrbarkeit von Raum als Bild oder Resonanz und welche Konsequenzen hat diese Unterscheidung für Bildungsprozesse?

Session II

Sonnabend, 28. September

11 – 12.30 Uhr

Kritische Gedankengänge
Während der Kritischen Gedankengänge werden die Themenfelder Komplexität gestalten | Moderne Haltungen | Virtuelle Realitäten | Öffentlichkeit und Gemeinschaft | Material-Begegnung | Räume und Resonanzen im Sinne der Spaziergangswissenschaften verhandelt. Das Gehen im Stadtraum und das Aufsuchen authentischer Bauhausorte schaffen eine Verbindung von erworbenem Wissen und körperlicher Erfahrung. Die kritisch-reflexive Annäherung an verschiedenartige historisch wie politisch geprägte Denkräume bestimmen die Inhalte der Gedankengänge.

13.30 – 15.30 Uhr

An authentischen Bauhausorten werden ausgewählte Fragestellungen aus den Themenfeldern  Komplexität gestalten | Moderne Haltungen | Virtuelle Realitäten | Öffentlichkeit und Gemeinschaft | Material-Begegnung | Räume und Resonanzen werden in der Session II bearbeitet. Die inhaltliche Ausrichtung der Fragestellungen nimmt ebenso Bezug zu den Kritischen Gedankengängen wie zu den authentischen Bauhausorten. Ein Wechsel des Themenfeldes im Übergang von den Kritischen Gedankengängen zur Session II ist nicht möglich.

Die Referenten:

I Komplexität erfahren

Van-de-Velde-Bau
Alexandra Abel (Architekturpsychologin Weimar)
"Bedeutung von Wahrnehmungskompetenzen für zukünftige Gestaltende"
Welche Bedeutung hat die Entwicklung von Wahrnehmungskompetenzen für zukünftige Gesellschaftsgestalter*innen?

II Komplexität gestalten

Studienzentrum Am Horn
Esther Cleven (Kuratorin Bauhausarchiv Berlin)
"Kollaborative Prozesse im Entwurf – Relevanz der Nutzerperspektive am Bauhaus und heute"
Welche Relevanz spielte die Nutzerperspektive zur Zeit des Bauhauses und spielt sie heute in den Social Design Prozessen wie den Beteiligungsprozessen im Entwurf?

III Moderne Haltung bilden

Wittumspalais 
Eva Filter (Architektin Hochschule Ostwestfalen-Lippe Detmold)
"Verantwortung bilden, Eigenmächtigkeit erfahren – zeitgemäße Bildungsprozesse für Gestaltende und Vermittelnde"
Welcher Bildungsinhalte und -prozesse bedarf es für zukünftige Entwerfer*innen, Gestalter*innen und Künstler*innen und Vermittler*innen, die sich der Verantwortung der Entwicklung einer Haltung gegenüber der Welt und der eigenen Person im Sinne der Erfahrung von Eigenmächtigkeit stellen müssen?

IV Moderne Haltung befragen

Neufert Haus und Neufert Box
Francis Zeischegg (Freie Künstlerin Bauhaus-Universität Weimar) und Gernot Weckherlin (Architekturtheorie Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg)
"Die Vermessung des Alltags – Ein künsterisch forschender und architekturtheoretischer Dialog über Ernst Neuferts Bauentwurfslehre"

V Virtuelle Realitäten verantworten

Studienzentrum Anna Amalia
Nathalie Singer (Mediengestalterin Bauhaus-Universität Weimar) und Beatriz Ferreyra (Komponistin Paris)
"Vertonte Bauhausgeschichte – Grundlehre des Hörens für eine zeitgemäße Bildung"
Welche Anforderungen an die Bildung von Gestaltern, Künstlern, Entwerfern gehen mit diesem Anspruch der Verantwortung einher? Und welche Rolle müssen psychologische, soziologische und medizinische Erkenntnisse spielen wie einst im „Neuen Bauen“ der Zwischenkriegsjahre?

VI Öffentlichkeit und Gemeinschaft pflegen

Kunsthalle Harry Graf Kessler
Luise Nerlich (Architektin Bauhaus-Universität Weimar) und Torsten Blume (Choreograf Stiftung Bauhaus Dessau)
"Getanzter Raum – Raumerfahrung in gestalterischen und entwerferischen Prozessen"
Wie können Beteiligte im experimentellen Umgang mit historischen Raumtänzen zu Betroffenen werden und den gestalterischen Prozess in Architektur und Design als einen choreografischen erfahren (live, fehlergebunden, einmalig)?

VII Material begegnen

Palais Dürckheim, IKKM
N.N.
Material und Digitalität

VIII Räume bilden

Bauhaus-Atelier
Ulrike Kuch und Friederike Holländer (Architektinnen Berlin)
"Raum wahrnehmen, Raum aneignen, Welt verändern – von der Wahrnehmungsschulung zur Mündigkeit"
Welche Potentiale bieten die Schulung der Wahrnehmung von Räumen und die aktive Auseinandersetzung mit diesen für einen sensiblen Umgang mit der gestalteten Umwelt und eine aktive Einnahme der Nutzerperspektive in partizipativen Gestaltungsprozessen?

IX Räume und Resonanzen erzeugen

Neues Bauhaus-Museum
Susanne Dieckmann (angefragt)
"Neues Bauhaus-Museum Weimar – zwischen Bewahrung, Beteiligung und Narrationen von Räumen"

Session III

Samstag, 28. September, 17 – 19 Uhr

Diese Session folgt einem einstündigen Come together, welches dem Austausch über die vielfältigen Impulse dienen soll. Ausgewählte Fragestellungen zu den Themenfeldern Komplexität gestalten I Moderne Haltungen I Virtuelle Realitäten I Öffentlichkeit und Gemeinschaft I Material-Begegnung I Räume und Resonanzen werden in den Räumlichkeiten des traditionellen Bauhauses in Weimar – dem Hauptgebäude und dem Van-de-Velde-Bau bearbeitet. Die diskursive wie praktische Annäherung bietet Raum, sich wiederholt dem gleichen Themenfeld zuzuwenden oder aber sich einem anderen Themenfeldern zu widmen.

Die Referenten:

I Komplexität erfahren

Kleiner Van-de-Velde-Bau, Raum HP05
Regina Cosenza Arango (Projektleitung Bauhaus Agenten Weimar, Klassik Stiftung Weimar):
„Bauhaus Agenten – das Publikum als Kultur-Raum-Gestalter?"

II Komplexität gestalten

Hauptgebäude
Rainer Schönhammer (Psychologe Burg Giebichenstein Halle/Saale):
„Lebendigkeit, Ausdruck, Stimmung. Fluchtpunkte der sogenannten „Grundlagen“ seit Bauhaustagen"

III Moderne Haltung bilden

Hauptgebäude
Julia Heinemann (Architektin Bauhaus-Universität Weimar) und Olaf Weber (Architekt und Philosoph Bauhaus-Universität Weimar) „Positionen zu Teilhabe und Selbstwirksamkeit in Bildungsprozessen"
Wie können Bildungsprozesse inszeniert werden, die eine unmittelbare Teilhabe ermöglichen und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit auslösen?

VI Moderne Haltung befragen

Sara Burkhardt (Kunstdidaktikerin Burg Giebichenstein Halle/Saale)
"Vom Bauhaus zu Burg – and back again"
Welche Vermittlungsformate des Bauhauses zur Professionalisierung von Künstlern, Gestaltern und Entwerfern eignen sich zur Annäherung an aktuelle Themenstellungen durch kritische Dekonstruktion und Transformation in der Kunstpädagogik mit dem Ziel der Entwicklung einer modernen Haltung?
> Hauptgebäude

V Virtuelle Realitäten verantworten

Hauptgebäude
Christian Bauer (Designer Hochschule der bildenden Künste Saar)
„Virtuelle und mutuelle Realität: Verantwortungsbewusstes Handeln auf Gegenseitigkeit"
Welcher Verantwortung müssen sich Lehrende gegenüber der realen Welt in der Betreuung von Gestaltungskonzepten und -prozessen virtueller Realitäten stellen?

VI Öffentlichkeit und Gemeinschaft pflegen

Hauptgebäude
Jörg U. Lensing
„Bauhausbühne – Original-Aneignung-Weiterführung am Beispiel des triadischen Balletts"
Auf welche Weise lassen sich Prinzipien des Bauhauses auf die Gegenwart übertragen, performieren und in welcher Weise kommt dieses Vorgehen in den Rezeptionen des Triadischen Balletts zum Ausdruck? Welche Relevanz hatte das Triadische Ballett als Inszenierungspraktik für die Entfaltung einer Beteiligungskultur am Bauhaus (Identitätsstiftend, alltagsüberwindend, alltagsintensivierend).

VII Material begegnen

Hauptgebäude
Ursula Rogg (Freie Künstlerin und Kunstvermittlerin Berlin)
„Töne, Stimmen, Klangaufnahmen als Material für dokumentarische Rekonstruktion und Impuls für Veränderungsprozesse"
Welche Lösungen halten wir für die dauerhaft aktuelle Aufgabe bereit, eine Haltung gegenüber der Welt und der eigenen Person im Sinne der Erfahrung von Eigenmächtigkeit zu entwickeln?

VIII Räume bilden

Hauptgebäude
Charles Wüthrich (Medieninformatiker Bauhaus-Universität Weimar)
„Raumerfahrung in Fulldome-Umgebungen – Differenzen und Potentiale" Welche Bildungspotentiale beherbergen Raumerfahrung in virtuellen Fulldome-Umgebungen für die Auseinandersetzung mit Raummodellen sowie die Teilhabe an Raumkonstruktionen?

IX Räume und Resonanzen erzeugen

Kleiner Van-de-Velde-Bau
Heba Safey Eldeen (Architektin, Misr International University, Cairo), Suzanne de Laval (Architektin, Projektleiterin Architecture in School), Mina Sava (Architektin, Projektleiterin De-a Arhitectura Romania) und Hannes Hubrich (Architekt, Architektenkammer Thüringen) alle UIA, sowie Mitwirkende der Arbeitsgruppe "Architektur und Schule Thüringen“ der Architektenkammer Thüringen: Hannes Hubrich (Architekt, Weimar), Gabriele Böttcher (Architektin, Gräfentonna), Katja Huhle (Architektin, Saalfeld), Ines M. Jauck, (Architektin, Gotha) und Luise Nerlich (Architektin, Weimar).
„Architecture for a liveable future - how do we take the children with us?“

Bauhaus-Fest

Samstag, 28. September, 19 – 22 Uhr

Das Bauhaus-Fest schafft Verbindungen zur Tradition der Festkultur, die mit der NS-Zeit aber auch den Erfahrungen in der DDR einen grundlegenden Bruch erfuhr. Diese zu praktizieren, diskursiv in informellen Gesprächen zu verhandeln bzw. einfach nur zu genießen, wird den Abend bestimmen.

Session IV

Sonntag, 29. September, 11.30 – 13.30 Uhr

Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit den Themenfeldern Komplexität gestalten I Moderne Haltungen I Virtuelle Realitäten I Öffentlichkeit und Gemeinschaft I Material-Begegnung I Räume und Resonanzen wird in der Frage nach innovativen Vermittlungsideen liegen. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den zu vermittelnden Inhalten, Methoden und Strategien für eine nachwachsende Künstler-, Vermittler-, Gestalter- und Entwerfergeneration ist vor allem die Frage nach der Gewinnung neuer Studierender relevant. Die Wahl des Themenfeldes erfolgt interessengeleitet.

Die Referenten:

I Komplexität erfahren

Neues Museum
Valerie Stephani (Bauhaus-Agenten-Programm, Klassik Stiftung Weimar)
„Von der Vermittlung zur Nutzereinbindung – Hands-on im Neuen Museum." (Workshop)

II Komplexität gestalten

Hauptgebäude
Ulla Schauber (Stadtplanerin Weimar) und Stephan Hempel (Weimar) 
„Teilhabeprozesse in der Quartiersentwicklung – Selbstorganisierte gemeinschaftliche Wohnprojekte"
Welche Wirkung können Teilhabeprozesse auf die Quartiersentwicklung und die gestaltende Rolle der Nutzer*innen nehmen und welche Forderungen sind damit an Bildungsprozesse gebunden?

III Moderne Haltung bilden

Hauptgebäude
Maxi Götze (Bauhausagenten-Programm, Klassik Stiftung Weimar): 
„Hannes Meyer – Kooperation beherrscht alle Welt – Kuratorische Praxis zwischen Präsentation, Beteiligung und Diskurs." (Workshop.)

VI Moderne Haltung befragen

Hauptgebäude
Joachim Penzel (Kunstpädagoge, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
„Impulse der frühen Bauhaus-Pädagogik für eine nachhaltige Bildung“

V Virtuelle Realitäten verantworten

Hauptgebäude
Andrea Dreyer (Kunstpädagogin, Bauhaus-Universität Weimar) und Stefan Hölscher (angefragt)
„Zu einer zeitgemäßen Kunstlehrerbildung“

VI Öffentlichkeit und Gemeinschaft pflegen

Hauptgebäude
Anne Hartmann (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig) und Thomas Malorny (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig) 
„Inszenierungspraktiken am Bauhaus und heute – Potentiale kollektiver Arbeitsformen“

VII Material begegnen

Neues Museum
Johannes Siebler
 (Bauhausagenten-Programm, Klassik Stiftung Weimar):
„Annäherung an Material und Materialität – am Beispiel der Otto-Dorfner-Werkstatt" (Workshop)

VIII Räume bilden

Hauptgebäude
Massimo Gerardi (Tänzer und Choreograph Palucca Hochschule für Tanz Dresden) 
„Site-specific oder Die Organisation des Körpers im Raum." Wie kann sich der Körper bewusst durch seine Körperorganisation, durch „embodied“, durch erlernte oder volitive Bewegungsmuster zu einem Raum beziehen?

IX Räume und Resonanzen erzeugen

Kleine Van-de-Velde-Bau, Raum 116
Susanne Hofmann (Architekten Baupiloten Berlin)
"Beteiligung in Entwurfsprozessen"
Welche Beteiligungsformen bieten Entwurfsprozesse in der Architektur und wann kann von tatsächlicher Partizipation gesprochen werden, die zur Akzeptanz von Architektur als dritte Haut führt?