Programm

Donnerstag, 26. September 2019

10.30 – 18 Uhr
Denkraum.Nachwuchsforschung

18.30 Uhr
Come together aller Referenten

Freitag, 27. September 2019

9 – 12 Uhr
Denkraum.Nachwuchsforschung

11.30 Uhr
Anmeldung im Foyer des Audimax (Universitätsbibliothek)

13.30 Uhr
Grußworte

  • Schirmherr und Minister für Bildung, Jugend und Sport, Herr Helmut Holder
  • Präsident der Bauhaus-Universität Weimar, Herr Professor Dr. Winfried Speitkamp
  • Mitglied der Architektenkammer Thüringen, Herr Dr. Hannes Hubrich
  • Dekan der Fakultät Architektur und Urbanistik, Herr Prof. Dipl.-Ing. Dipl. Des. Bernd Rudolf
  • BDK Fachverband für Kunstpädagogik, Studiendekanin der Fakultät Kunst und Gestaltung, Frau Prof. Dr. Andrea Dreyer


14.00 Uhr
Keynote-Vortrag im Audimax

15.30 Uhr
Weg zu Orten der Session I

16 Uhr
Session I an aktuellen Studien- und Forschungsorten der Bauhaus-Universität Weimar

18.30 Uhr
Salongespräche Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar

22 Uhr
Abendspaziergang

Samstag, 28. September 2019

9 Uhr
Keynote-Vortrag im Audimax

10.30 Uhr
Kritische Gedankengänge (Teil von Session II)

12.30 Uhr
Mittag an authentischen Bauhaus-Orten

13.30 Uhr
Session II an authentischen Bauhaus-Orten

16 Uhr
Come together im Hauptgebäude

17 Uhr
Session III in Salons des Hauptgebäudes

19 Uhr
Bauhaus-Fest | Abendessen im Hauptgebäude

22 Uhr
Abendspaziergang

Sonntag, 29. September 2019

9.30 Uhr
Keynote-Vortrag Audimax

11 Uhr
Aktion Weg zum Hauptgebäude

11.30 Uhr
Session IV in den Salons des Hauptgebäudes

13.30 Uhr
Abschluss im Foyer des Hauptgebäudes

Details zu den Sessions und Angeboten

Session I

Freitag, 27. September, 16 – 18 Uhr

Die Themenfelder Komplexität gestalten | Moderne Haltungen | Virtuelle Realitäten | Öffentlichkeit und Gemeinschaft | Material-Begegnung | Räume und Resonanzen werden in neun Angeboten verhandelt. Diese finden an authentischen Orten der Lehre und Forschung der heutigen Bauhaus-Universität Weimar statt. Das projektorientierte, problembasierte und forschungsorientierte Lehren und Forschen bietet den Rahmen für die Auseinandersetzung mit heute relevanten Fragestellungen und fordert zu einem anhaltenden Diskurs über die Angemessenheit der Lehrformate auf. Eine Basis bietet die disziplinübergreifende Zusammenarbeit in den Studienangeboten, die einen Rahmen für die Auseinandersetzung mit den komplexen Fragestellungen unserer Zeit bieten. Zu diesen gehört auch die Frage nach einer zeitgemäßen Bauhausrezeption sowie der Aktualität der Bauhausideen.

Die Referenten:

I Komplexität Gestalten

Dorett Funcke (Soziologin FU Hagen): Was macht menschliche Kommunikation aus? Anmerkungen zu einer soziologischen Konzeption von Kommunikation: Die Perspektive der Soziologie ist eine, die von vornherein davon ausgeht, dass menschliches Handeln sich rekonstruieren lässt als bestimmt durch Kommunikation. Kommunikation wird dabei gedacht als durch Regeln strukturierte Prozessualität. So ist das, was Menschen tun, wenn sie miteinander kommunizieren, alles andere als zufällig, beliebig oder bloß ‚individuell‘. Vielmehr lässt sich eine Vielzahl an Regeln ausmachen, die, unabhängig wie bewusst den Menschen diese Regeln sind, ihre kommunikative Wechselbeziehung prägen.

Jan Willmann (Designtheoretiker Bauhaus-Universität Weimar): Welche Bildungsinhalte sind notwendig, um der Gefahr einer unzureichend entwickelten Werkstoffethik zukünftiger Gestalter und Entwerfer, resultierend in der Abkopplung des Handwerks durch den Einsatz von Maschinen bzw. digitalen Technologien entgegenzuwirken?

II Moderne Haltung

Bettina Güldner (Kunstvermittlerin und Kuratorin Berlin): Welche Verantwortung tragen wir heute für eine zeitgemäße Bauhausrezeption und die Entwicklung eine moderne Haltung zukünftiger Vermittler*innen, Gestalter*innen, Künstler*innen und Entwerfer*innen?

Torsten Meyer (Kunstdidaktiker, Köln): Welche Verantwortung übernehmen zukünftige Entwerfer*innen, Gestalter*innen und Künstler*innen und Vermittler*innen in der Entwicklung und Nutzung medialer Räume und welcher Kompetenzen für eine kritische Ermächtigung dieser bedarf es?

III Virtuelle Realitäten und Verantwortung

Ursula Damm (Medienkünstlerin Bauhaus-Universität Weimar): Welche gestalterischen Alternativen können zu einer Medienerfahrung anregen, die nicht sehsinndominiert ist, um das Zurückdrängen der haptischen, der auditiven, der gustatorischen und olfaktorischen Eindrücke ebenso zu vermeiden wie allein frontal fokussierte direktionale Sinnesimpulse?

IV Öffentlichkeit und Gemeinschaft

Jörg U. Lensing: Auf welche Weise lassen sich Prinzipien des Bauhauses auf die Gegenwart übertragen, performieren und in welcher Weise kommt dieses Vorgehen in den Rezeptionen des Triadischen Balletts zum Ausdruck? Welche Relevanz hatte das Triadische Ballett als Inszenierungspraktik für die Entfaltung einer Beteiligungskultur am Bauhaus (Identitätsstiftend, alltagsüberwindend, alltagsintensivierend).

V Material – Begegnung

Hannes Bäuerle (Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitektur/ Gründungsmitglied raumprobe Stuttgart): Wie unterscheidet sich der Materialbegriff des Bauhauses von unserem heutigen (sozial, digital, haptisch, halbfertig, fiktiv, akustisch)?

VI Räume und Resonanzen

Teresa Carrasco (Komponistin Hochschule der Künste Bern) und Robin Minard (Komponist Hochschule für Musik Franz Liszt, Bauhaus-Universität Weimar): In welcher Weise dient der Raum als Choreograph elektro-akustischer Kompositionen und welche Bezüge lassen sich zwischen den performativen Räumen des Bauhausorchesters vor 100 Jahren und dem Darstellungsraum des „elektroakustischen Bauhausorchesters“ heute herstellen?

Charles Wüthrich (Medieninformatiker Bauhaus-Universität Weimar): Welche Bildungspotentiale beherbergen Raumerfahrung in virtuellen Fulldome-Umgebungen für die Auseinandersetzung mit Raummodellen sowie die Teilhabe an Raumkonstruktionen?

Salongespräche

Freitag, 27. September, 18.30 – 20.30 Uhr

Neun Salons laden am Freitagabend zur diskursiven Auseinandersetzung mit ausgewählten Fragestellungen ein, die den Themenfeldern Komplexität gestalten I Moderne Haltungen I Virtuelle Realitäten I Öffentlichkeit und Gemeinschaft I Material-Begegnung I Räume und Resonanzen zuzuordnen sind. Diskursiv verhandelt wird die Aktualität unterschiedlicher künstlerischen, gestalterischer, entwerferischer Positionen sowie die Frage nach der professionellen Begleitung ihrer Entwicklung. Das Format erlaubt das Flanieren durch einen Ausstellungskontext aktueller künstlerischer, gestalterischer, entwerferischer und kunstvermittelnder Arbeiten. Die diskursive Annäherung bietet Raum, sich kontinuierlich dem einen Salon zu widmen oder aber interessengeleitet zwischen den Räumen zu wandern.

Die Referenten:

I Komplexität Gestalten

Eva Hornecker (Medieninformatikerin Bauhaus-Universität Weimar): Welche Aufgaben und Anforderungen stellen heutige materielle, immaterielle und virtuelle Produkte, Prozesse und Problemstellungen sowie die dahinter liegenden komplexen Techniken?

Steffen de Rudder (Städteplaner Bauhaus-Universität Weimar): Welchen Einfluss können nicht nur technische, sondern auch planerische Neuerungen auf das Nutzerverhalten nehmen und welcher zu entwickelnden Kompetenzen bedarf es unter den Planer*innen und Entwerfer*innen aber auch unter den Nutzer*innen, um tatsächliche Änderungsprozesse einleiten zu können?

II Moderne Haltung

Jesko Fezer (Designer Hochschule für Bildende Künste Hamburg): Welchen Handlungsrahmen halten die Bauhausprinzipien: Interdisziplinarität, Theorie-Praxis-Bezug, künstlerische Lösungen für politische und soziale Probleme sowie internationale Mentalität für eine zukunftsweisende Bildung zum Leben und Lernen in interkulturellen Gemeinschaften sowie zur Erfahrung der Selbstwirksamkeit sowie der Pflege des Miteinanders bereit?

Kai Martin (Hochschule für Musik Franz Liszt, Weimar): Welche Haltung vermittelte das Bauhaus in Weimar über die Musik seiner Zeit zwischen gesellschaftsöffentlicher Inszenierung und informeller Performance?

III Virtuelle Realitäten und Verantwortung

Axel Buether (Kunstdidaktiker Bergische Universität Wuppertal): Was meint der Begriff Bild im Digitalen? Wann entstehen Bild, Bildhaftes, Betrachter und Körperhaftes? Welche Formen der Interaktion im Sinne einer alternativen ganzheitlichen Medienerfahrungen können eine Bildaneignung als spannendes ästhetisches Phänomen erfahren lassen?

IV Öffentlichkeit und Gemeinschaft

Patrick Primavesi (Theaterwissenschaftler Universität Leipzig) angefragt: Welche Relevanz hat die (jugendkulturelle) Festkultur in einer zeitgemäßen Bildung im Sinne performativer Vermittlungspraktiken und Erkenntnisformen (Reframing, Raum-Inszenierung, Spektakel, Entgrenzung, kulturelle Begegnung, Perspektivwechsel, Identifikation Lehrende und Studierende, Gesprächsanlässe statt Dauerbeschallung)?

V Material – Begegnung

Nikolaus von Kaisenberg (Architekt Alanus-Hochschule Alfter): Welchen Erfahrungskosmos bietet die individuelle Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Materialitäten gegenüber digitalen Materialien (Stofflichkeit, Widerständigkeit, Unbeholfenheit, Missbrauch, unerbittliche Objektivität, Autorität, Virtualität) und welche Besonderheit birgt der soziale Raum als Material zwischen Partizipation, Intervention und neuer Urbanität?

VI Räume und Resonanzen

Sabine Zierold (Architektin Bauhaus-Universität Weimar): Welche Vorstellungen von Raum prägten den Entwurf im Bauhaus und prägen ihn heute und welche Folgen haben diese für die Lehrinhalte und Lehrprogrammatik in der Professionalisierung zukünftiger Architekten und Designer zwischen realen und virtuellen Räumen?

Wolfgang Kissel (Mediengestalter und Bauhaus-Universität Weimar) und Ronny Schüler (Architekturtheoretiker Bauhaus-Universität Weimar): Welche Resonanzen ergeben sich in der Gegenüberstellung von Bauhausrezeptionen aus israelischer und deutscher Perspektive und welche Relevanz haben diese für ein zeitgemäßes Rezeptionsverständnis?

Session II

Sonnabend, 28. September

11 – 12.30 Uhr

Kritische Gedankengänge
Während der Kritischen Gedankengänge werden die Themenfelder Komplexität gestalten | Moderne Haltungen | Virtuelle Realitäten | Öffentlichkeit und Gemeinschaft | Material-Begegnung | Räume und Resonanzen im Sinne der Spaziergangswissenschaften verhandelt. Das Gehen im Stadtraum und das Aufsuchen authentischer Bauhausorte schaffen eine Verbindung von erworbenem Wissen und körperlicher Erfahrung. Die kritisch-reflexive Annäherung an verschiedenartige historisch wie politisch geprägte Denkräume bestimmen die Inhalte der Gedankengänge.

13.30 – 15.30 Uhr

An authentischen Bauhausorten werden ausgewählte Fragestellungen aus den Themenfeldern  Komplexität gestalten | Moderne Haltungen | Virtuelle Realitäten | Öffentlichkeit und Gemeinschaft | Material-Begegnung | Räume und Resonanzen werden in der Session II bearbeitet. Die inhaltliche Ausrichtung der Fragestellungen nimmt ebenso Bezug zu den Kritischen Gedankengängen wie zu den authentischen Bauhausorten. Ein Wechsel des Themenfeldes im Übergang von den Kritischen Gedankengängen zur Session II ist nicht möglich.

Die Referenten:

I Komplexität Gestalten

Esther Cleven (Kuratorin Bauhausarchiv Berlin): Welche Relevanz spielte die Nutzerperspektive zur Zeit des Bauhauses und spielt sie heute in den Social Design Prozessen wie den Beteiligungsprozessen im Entwurf?

Alexandra Abel (Architekturpsychologin Weimar): Welches Gewicht hat die Entwicklung kommunikativer und sozialer Kompetenzen für den zukünftigen Gesellschaftsgestalter*innen?

II Moderne Haltung

Ulrike Bestgen (Abteilungsleiterin Neues Museum Klassik Stiftung Weimar): Welche historischen Rahmenbedingungen sind relevant, um das Bauhaus in Weimar zur Zeit seiner Entstehung rezipieren zu können und welche Bedeutung nahm die Festkultur am Bauhaus in Weimar ein?

Ursula Rogg (Freie Künstlerin und Kunstvermittlerin Berlin): Re-Konstruktion – Welche Lösungen halten wir für die dauerhaft aktuelle Aufgabe bereit, eine Haltung gegenüber der Welt und der eigenen Person im Sinne der Erfahrung von Eigenmächtigkeit zu entwickeln?

III Virtuelle Realitäten und Verantwortung

Jenny Coogan (Tänzerin Palucca Hochschule für Tanz, Dresden): Welche Entwicklung nimmt der Tanz vor dem Hintergrund der virtuellen Selbstdarstellungspraktiken, einer damit verbundenen neuen Ästhetik sowie ästhetischer Selbsterfahrung. Welche geeigneten Vermittlungsverfahren zur kritischen Reflexion virtueller Realitäten gibt es?

IV Öffentlichkeit und Gemeinschaft

Luise Nerlich (Architektin Bauhaus-Universität Weimar) und Torsten Blume (Choreograf Dessau): Wie können Beteiligte im experimentellen Umgang mit historischen Raumtänzen zu Betroffenen werden und den gestalterischen Prozess in Architektur und Design als einen choreografischen erfahren (live, fehlergebunden, einmalig)?

V Material – Begegnung

Francis Zeischegg (Freie Künstlerin Bauhaus-Universität Weimar) und Gernot Weckherlin (Architekturtheorie Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg): Welche Relevanz hat die Verhandlung von Materialerfahrung in der sozialen Begegnung für die Entwicklung eines gemeinsamen Vokabulars zur Decodierung bzw. Entwicklung zeitgenössischer Form- und Bildsprachen?

VI Räume und Resonanzen

Rolf Niehoff (Kunstpädagoge Düsseldorf): Architektur als Bild deuten – Deutung als Resonanz. Was unterscheidet die Erfahrbarkeit von Raum als Bild oder Resonanz und welche Konsequenzen hat diese Unterscheidung für Bildungsprozesse?

Heike Hanada (Architektin Technische Universität Dortmund): In welcher Weise positioniert sich das neue Bauhausmuseum als Resonanzraum zwischen Bewahrungs- und Beteiligungskultur sowie Bewusstseinsraum gegenüber historischen wie gesellschaftlichen Narrationen?

Session III

Samstag, 28. September, 17 – 19 Uhr

Diese Session folgt einem einstündigen Come together, welches dem Austausch über die vielfältigen Impulse dienen soll. Ausgewählte Fragestellungen zu den Themenfeldern Komplexität gestalten I Moderne Haltungen I Virtuelle Realitäten I Öffentlichkeit und Gemeinschaft I Material-Begegnung I Räume und Resonanzen werden in den Räumlichkeiten des traditionellen Bauhauses in Weimar – dem Hauptgebäude und dem Van-de-Velde-Bau bearbeitet. Die diskursive wie praktische Annäherung bietet Raum, sich wiederholt dem gleichen Themenfeld zuzuwenden oder aber sich einem anderen Themenfeldern zu widmen.

Die Referenten:

I Komplexität Gestalten

Rainer Schönhammer (Psychologe Burg Giebichenstein Halle/ Saale): Bedarf es einer Unterscheidung der heute zu vermittelnden gestalterischen Grundlagen in Gegenüberstellung zu jenen des Bauhauses (Wahrnehmungs-, Form-, Materiallehre)?

Ulrike Kuch und Friederike Holländer (Architektinnen Berlin): Welche Potentiale bieten die Schulung der Wahrnehmung von Räumen und die aktive Auseinandersetzung mit diesen für einen sensiblen Umgang mit der gestalteten Umwelt und eine aktive Einnahme der Nutzerperspektive in partizipativen Gestaltungsprozessen?

II Moderne Haltung

Eva Filter (Architektin Hochschule Ostwestfalen-Lippe Detmold): Welcher Bildungsinhalte und -prozesse bedarf es für zukünftige Entwerfer*innen, Gestalter*innen und Künstler*innen und Vermittler*innen, die sich der Verantwortung der Entwicklung einer Haltung gegenüber der Welt und der eigenen Person im Sinne der Erfahrung von Eigenmächtigkeit stellen müssen?

Kunibert Bering (Kunsthistoriker und Kunstdidaktiker Kunstakademie Düsseldorf): Welche Relevanz sollten die Bauhausprinzipien Interdisziplinarität, Theorie-Praxis-Bezug, Internationalität und künstlerische Lösungstrategie für die Gestaltung interkultureller, sozialer und kommunikativer Räume der Gegenwart haben?

III Virtuelle Realitäten und Verantwortung

Christian Bauer (Philosoph Julius-Maximilians-Universität Würzburg): Welcher Verantwortung müssen sich Lehrende gegenüber der realen Welt in der Betreuung von Gestaltungskonzepten und -prozessen virtueller Realitäten stellen?

IV Öffentlichkeit und Gemeinschaft

N.N.: Welche Inszenierungspraktiken (Theater, Film, Choreografie, Tanz, Musik) werden am Bauhaus zur Auseinandersetzung mit dem und Außendarstellung im öffentlichen Raum entwickelt und welche Wirkung erzielten diese in Bezug auf die Entfaltung einer Beteiligungskultur (Identitätsstiftend, alltagsüberwindend, alltagsintensivierend)?

V Material – Begegnung

Andrea Dreyer (Kunstdidaktikerin Bauhaus-Universität Weimar): Welche Transformationen, Interventionen und Neuorganisationen im berufsbiografischen Prozess bestimmen die Entwicklung von Identitäten in den Räumen der Kunst, Gestaltung, dem Entwurf und der eigenen Lehrpraxis?

VI Räume und Resonanzen

Hannes Hubrich (Architekt, Architektenkammer Thüringen), Heba Safey Eldeen (Architektin, Misr International University, Cairo), Suzanne de Laval (Architektin, Projektleiterin Architecture in School) und Mina Sava (Architektin, Projektleiterin De-a Arhitectura Romania): Bauhaus-Rezeption international – Welche Rolle spielt das UIA-Netzwerk und das Netzwerk der Arbeitsgruppen „Architektur und Schule“ der Architektenkammern Deutschlands?

Regina Cosenza Arango (Projektleitung Bauhaus Agenten Weimar, Klassik Stiftung Weimar): Welchen Beitrag schafft das Programm Bauhaus Agenten zur partizipativen Museumsentwicklung an den Bauhaus-Orten?

Bauhaus-Fest

Samstag, 28. September, 19 – 22 Uhr

Das Bauhaus-Fest schafft Verbindungen zur Tradition der Festkultur, die mit der NS-Zeit aber auch den Erfahrungen in der DDR einen grundlegenden Bruch erfuhr. Diese zu praktizieren, diskursiv in informellen Gesprächen zu verhandeln bzw. einfach nur zu genießen, wird den Abend bestimmen.

Session IV

Sonntag, 29. September, 11.30 – 13.30 Uhr

Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit den Themenfeldern Komplexität gestalten I Moderne Haltungen I Virtuelle Realitäten I Öffentlichkeit und Gemeinschaft I Material-Begegnung I Räume und Resonanzen wird in der Frage nach innovativen Vermittlungsideen liegen. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den zu vermittelnden Inhalten, Methoden und Strategien für eine nachwachsende Künstler-, Vermittler-, Gestalter- und Entwerfergeneration ist vor allem die Frage nach der Gewinnung neuer Studierender relevant. Die Wahl des Themenfeldes erfolgt interessengeleitet.

Die Referenten:

I Komplexität Gestalten

Valerie Stephani (Bauhausagenten-Programm, Klassik Stiftung Weimar): Workshop Hannes Meyer

Ulla Schauber und Antje Heise (Architektinnen Weimar): Welche Wirkung können Teilhabeprozesse auf die Quartiersentwicklung und die gestaltende Rolle der Nutzer*innen nehmen und welche Forderungen sind damit an Bildungsprozesse gebunden?

II Moderne Haltung

Julia Heinemann (Architektin Bauhaus-Universität Weimar) und Olaf Weber (Architekt und Philosoph Bauhaus-Universität Weimar): Wie können Bildungsprozesse inszeniert werden, die eine unmittelbare Teilhabe ermöglichen und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit auslösen?

Sara Burkhardt (Kunstdidaktikerin Burg Giebichenstein Halle/ Saale): Welche Vermittlungsformate des Bauhauses zur Professionalisierung von Künstlern, Gestaltern und Entwerfern eignen sich zur Annäherung an aktuelle Themenstellungen durch kritische Dekonstruktion und Transformation in der Kunstpädagogik mit dem Ziel der Entwicklung einer modernen Haltung?

III Virtuelle Realitäten und Verantwortung

Nathalie Singer (Mediengestalterin Bauhaus-Universität Weimar) und Beatriz Ferreyra (Komponistin Paris): Vertonte Bauhausgeschichte – Grundlehre des Hörens. Welche Anforderungen an die Bildung von Gestaltern, Künstlern, Entwerfern gehen mit diesem Anspruch der Verantwortung einher? Und welche Rolle müssen psychologische, soziologische und medizinische Erkenntnisse spielen wie einst im „Neuen Bauen“ der Zwischenkriegsjahre?

IV Öffentlichkeit und Gemeinschaft

Maxi Götze (Bauhausagenten-Programm, Klassik Stiftung Weimar): Workshop N.N.

V Material – Begegnung

Johannes Siebler (Bauhausagenten-Programm, Klassik Stiftung Weimar): Workshop Dorfner Werkstatt

VI Räume und Resonanzen

Susanne Hofmann (Architekten Baupiloten Berlin): Welche Beteiligungsformen bieten Entwurfsprozesse in der Architektur und wann kann von tatsächlicher Partizipation gesprochen werden, die zur Akzeptanz von Architektur als dritte Haut führt?