Aktuelles

Auszeichnung für digitale Lehrinnovation: Tabea Latocha erhält Einzel-Fellowship

Dr. Tabea Carlotta Latocha, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Stadtplanung, wird mit einem Einzel-Fellowship für Innovationen in der digitalen Hochschullehre Thüringen ausgezeichnet. Ihr Vorhaben »Werkzeugkasten Stadtmachen – Wohnungs- und Stadtentwicklung in der Klimakrise« gehört zu den fünf Einzelprojekten, die 2026 vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft für eine Förderung ausgewählt wurden.

Im Rahmen des Fellowships entwickelt Tabea Latocha an der Professur Stadtplanung ab dem kommenden Semester ein interaktives OER-Selbstlernmodul für die Urbanistik-Lehre. Digitale Lernpfade vermitteln methodische Grundlagen der sozialräumlichen Analyse, der Partizipation in Planungsprozessen sowie der Bearbeitung sozial-ökologischer Zielkonflikte im Kontext von Wohnungs- und Klimakrise. Das Selbstlernmodul verbindet fallbasierte Übungen und interaktive Lernformate mit der projektorientierten Präsenzlehre und soll dauerhaft in die Lehre integriert sowie als Open Educational Resource auch für andere Lehrende nachnutzbar gemacht werden.

Mit dem Fellowship knüpft das Vorhaben unmittelbar an die Themen und Lehre der Professur Stadtplanung an, die sich in Forschung und Lehre mit Verfahren und Methoden räumlicher Planung sowie den gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen einer demokratischen, ressourcenverträglichen und sozial gerechten Stadtentwicklung auseinandersetzt.

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Die Wohnungskrise verschärft sich: Podcast Jacobin Talks mit Prof. Barbara Schönig

Für den Podcast Jacobin Talks sprach Matthias Ubl mit Barbara Schönig über die Wohnungskrise, Versäumnisse und Chancen in der Wohnungspolitik.

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Internationale Konferenzbeiträge zu Wohnungs-, Infrastruktur- und Reproduktionskrisen

Andrea Protschky und Tabea Latocha haben in den vergangenen Monaten gemeinsame Arbeiten an der Schnittstelle von Infrastrukturforschung, kritischer Wohnungsforschung und Social Reproduction Theory auf zwei internationalen Konferenzen vorgestellt und so ihre inhaltliche Zusammenarbeit weiterentwickelt. Im Juli 2026 präsentierten sie auf der RC21 Conference „Inequalities and the City. Old Issues, New Challenges“ in Wien ein gemeinsames Paper zum Thema „Infrastructures of Social Reproduction and Political Subjectivation“. Der Beitrag untersuchte, wie prekärer Zugang zu Wohnraum und anderen sozio-technischen Infrastrukturen - etwa Wasser, Energie, Mobilität oder Telekommunikation - die Bedingungen sozialer Reproduktion prägt. Ausgangspunkt war die Frage, was passiert, wenn die materielle Grundlage für die Reproduktion von Leben und Arbeitskraft selbst prekär wird, und wie Betroffene sich unter diesen Bedingungen politisch organisieren können.

Anhand zweier empirischer Fallstudien verbanden Protschky und Latocha ihre jeweiligen Forschungsschwerpunkte: Tabea Latocha stellte ihre Forschung zur Finanzialisierung von Mietwohnraum und zu Mieter*innenkämpfen in Frankfurt am Main vor; Andrea Protschky brachte ihre Forschung zu Infrastrukturpraktiken und politischen Perspektiven wohnungsloser Menschen in Berlin ein. Gemeinsam diskutierten sie, wie Erfahrungen von Erschöpfung, Entfremdung, Verdrängungsdruck und infrastruktureller Unsicherheit politische Subjektivierung prägen und unter welchen Bedingungen dennoch Formen kollektiven Handelns entstehen können. Diese Zusammenarbeit wurde im September 2026 auf der RGS-IBG Annual International Conference in London fortgeführt. Dort organisierten und moderierten Andrea Protschky und Tabea Latocha die Session „Infrastructures of Social Reproduction and Political Subjectivation: Housing, Class, and Urban Inequalities“. Die Session brachte internationale Beiträge aus der kritischen Stadt-, Wohnungs- und Infrastrukturforschung zusammen und fragte danach, wie Wohnungs- und Infrastrukturregime alltägliches Leben, soziale Ungleichheiten und politische Handlungsfähigkeit strukturieren.

Im Zentrum standen Fragen von Sicherheit und Prekarität im Kontext von Wohnen, Wohnungslosigkeit und Infrastrukturnutzung: Wie prägen spezifische Eigentumsverhältnisse und Versorgungsregime den Zugang zu Wohnraum, Wasser, Energie, Mobilität oder Telekommunikation? Welche Strategien entwickeln Betroffene, um unter prekären Bedingungen Alltag, Sorgearbeit und soziale Teilhabe zu organisieren? Und welche materiellen, affektiven und politischen Effekte haben prekäre Wohn- und Infrastrukturzugänge? Die Beiträge zeigten aus unterschiedlichen theoretischen und empirischen Perspektiven, dass Infrastrukturen nicht nur technische Versorgungssysteme sind. Sie sind zugleich zentrale Voraussetzungen für Sorgearbeit, Gesundheit, soziale Teilhabe, politische Organisierung und die alltägliche Reproduktion gesellschaftlicher Verhältnisse.

Für die Professur Stadtplanung markieren die beiden Konferenzbeiträge einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung gemeinsamer postdoktoraler Forschungsperspektiven am IfEU. Die Arbeiten verbinden Fragen der Wohnraumversorgung und Stadtplanung mit feministischer politischer Ökonomie, Infrastrukturforschung und Social Reproduction Theory. Damit rücken sie die materiellen, affektiven und politischen Bedingungen urbaner Alltage in den Mittelpunkt: Wer hat Zugang zu den Infrastrukturen, die Leben sichern? Wie werden diese Zugänge durch Eigentumsverhältnisse, Märkte, staatliche Regulation und soziale Ungleichheiten geprägt? Und wie können aus vereinzelten Erfahrungen von Prekarität, Erschöpfung und Entfremdung kollektive Problematisierungen und politische Handlungsräume entstehen?

Aus den gemeinsamen Konferenzaktivitäten sollen in den kommenden Monaten weitere Texte, Publikationsprojekte und gegebenenfalls ein Special Issue hervorgehen. Damit wird die begonnene Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Infrastruktur-, Wohnungs- und Reproduktionsforschung weitergeführt und international vernetzt.

 

 

„Wir wohnen radikal ungleich“: Interview mit der taz

Für die taz führte Jasmin Kalarickal ein Interview mit Barbara Schönig über Vergesellschaftung und andere wohnungspolitische Maßnahmen. 

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Die Professur Stadtplanung sucht studentische/wissenschaftliche Hilfskräfte

An der Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar sind zum 01.09.2026 bzw. 01.10.2026 an der Professur Stadtplanung vier Stellen als studentische/wissenschaftliche Hilfskraftzu besetzen.

Tutor/Tutorin für das Planungsprojekt im 7. FS der Professur Stadtplanung

Tutor/Tutorin für das Planungsprojekt im 1. FS der Professur Stadtplanung

Studentische Assistenz an der Professur Stadtplanung

Wissenschaftliche Assistenz für das Forschungsprojekt „Demokratisierung des Wohnens“

Bewerber*innen werden gebeten unter Angabe der favorisierten Stellenausschreibung ihren Lebenslauf, ein Anschreiben sowie eine Notenübersicht und ggf. Zeugnisse/relevante Nachweise bis zum 15.07.2026 per Mail an Johanna Günzel (johanna.guenzel@uni-weimar.de) und Lisa Siegert (lisa.siegert@uni-weimar.de) zu schicken.

 

Tutor/Tutorin für das Planungsprojekt im 7. FS der Professur Stadtplanung

Für das Planungsprojekt im siebten Fachsemester Bachelor Urbanistik (Dozent:innen: Barbara Schönig und Theo Sauerborn, Projekttag: Donnerstag), in dem wir uns mit dem Thema: „Transformationserbe oder räumliche Ressource? Die stillgelegte Bahnstrecke Waldheim–Rochlitz (Mittelsachsen) im Fokus räumlicher Entwicklung und Forschung“ befassen, suchen wir zum 01.10.2026 einen Tutor/eine Tutorin, der/die die Projektleitung unterstützt, Methoden der Stadtforschung vermittelt, selbstständige Lehreinheiten abhält und die Arbeitsgruppen betreut. Die Stelle ist auf 6 Monate befristet und die Arbeitszeit umfasst 150h/Semester (25h/Monat). Erwartet werden Kenntnisse und Interesse an der Projektarbeit der Stadtplanung, eigenständiges und zeitlich flexibles Arbeiten und eine hohe Zuverlässigkeit. Zudem sind sehr gute Kenntnisse in Wissenschaftlichen Arbeiten, Adobe Illustrator, InDesign/Affinity und Kenntnisse in Geographischen Informationssystemen (GIS) erforderlich. Bewerber*innen sollten mindestens im neunten Semester des Bachelor Urbanistik sein oder im Master Urbanistik studieren.

Mit Rückfragen können sich Interessierte an Theo Sauerborn (theo.sauerborn@uni-weimar.de) wenden.

 

Tutor/Tutorin für das Planungsprojekt im 1. FS der Professur Stadtplanung

Für das Planungsprojekt im ersten Fachsemester Bachelor Urbanistik (Dozent:innen: Barbara Schönig, Timmo Krüger, Johanna Günzel, Projekttag: Dienstag), mit dem Titel „Trautes Heim – Glück allein? Suburbane Wohngebiete im Umbruch“, suchen wir zum 01.10.2026 einen Tutor/eine Tutorin, der/die die Projektleitung unterstützt, Methoden der Stadtforschung vermittelt, selbstständige Lehreinheiten abhält und die Arbeitsgruppen betreut. Die Stelle ist auf 5 Monate befristet und die Arbeitszeit umfasst 45h/Semester (9h/Monat). Eine längerfristige Fortsetzung der Tätigkeit im Anschluss ist in Abhängigkeit von den finanziellen Mitteln erwünscht.  Erwartet werden Kenntnisse und Interesse an der Projektarbeit der Stadtplanung, eigenständiges und zeitlich flexibles Arbeiten und eine hohe Zuverlässigkeit. Zudem sind sehr gute Kenntnisse in Wissenschaftlichen Arbeiten, Adobe Illustrator, InDesign/Affinity und Kenntnisse in Geographischen Informationssystemen (GIS) erforderlich. Außerdem sollte sich der Tutor/die Tutorin im kommenden Wintersemester mindestens im 5. FS des B.Sc. Urbanistik befinden.

Mit Rückfragen können sich Interessierte an Johanna Günzel und Timmo Krüger (johanna.guenzel@uni-weimar.de; timmo.krueger@uni-weimar.de) wenden.

 

Studentische Assistenz an der Professur Stadtplanung

Für das akademische Jahr 2026/27 (01.09. oder 01.10.2026 bis 31.08. oder 30.9. 2027) suchen wir zur Unterstützung der Leitung der Professur in Lehre und Forschung eine studentische Hilfskraft. Die Arbeitszeit umfasst 60h/Semester (10h/Monat) und ist zunächst auf 12 Monate befristet. Eine längerfristige Fortsetzung der Tätigkeit im Anschluss ist in Abhängigkeit von den finanziellen Mitteln erwünscht. Das Aufgabenfeld umfasst einerseits die organisatorische und inhaltliche Unterstützung von Lehrveranstaltungen (Projekte und Vorlesungen) und andererseits die Unterstützung bei wissenschaftlichen Recherchen und Vorbereitung der Publikation von Forschungsergebnissen 

Erwartet werden Grundkenntnisse und Interesse an den Inhalten der Professur Stadtplanung, eigenständiges und zeitlich flexibles Arbeiten und eine hohe Zuverlässigkeit, Freude am wissenschaftlichen Arbeiten. Zudem wird eine Bereitschaft zur Einarbeitung in den Umgang mit Moodle und Citavi erwünscht. Bewerber*innen sollten mindestens im dritten Semester des Bachelor Urbanistik sein oder im Master Urbanistik studieren.

Mit Rückfragen können sich Interessierte an Barbara Schönig (barbara.schönig@uni-weimar.de) wenden.

 

Wissenschaftliche Assistenz für das Forschungsprojekt „Demokratisierung des Wohnens“

Für das durch eine Anschubförderung unterstützte Postdoc-Vorhaben „Demokratisierung des Wohnens: Geschichte und Gegenwart der (Institutionalisierung von) Mietermitbestimmung in Deutschland und Schweden“ von Dr. Tabea Latocha suchen wir zum 01.09.2026 eine wissenschaftliche Assistenz. Das Vorhaben dient der Vorbereitung eines DFG-Sachbeihilfeantrags und untersucht vergleichend die Geschichte, institutionelle Verankerung und gegenwärtige Praxis von Mietermitbestimmung in Deutschland und Schweden. Im Zentrum stehen Fragen nach Demokratisierung des Wohnens, wohnungspolitischen Kräfteverhältnissen, Mieter*innenvertretung, sozialen Ungleichheiten und wohlfahrtsstaatlichen Transformationsprozessen.

Die Stelle ist bis zum 28.02.2027 befristet. Die Arbeitszeit umfasst 20h/Monat.

Zu den Aufgaben gehören insbesondere die Unterstützung bei der Literaturrecherche und Literaturverwaltung, die Vorbereitung und Organisation von Interviews, die Transkription qualitativer Interviews, die strukturierte Datenverwaltung sowie die Unterstützung bei der Auswertung und Aufbereitung empirischer Materialien. Dazu zählen insbesondere die Mitarbeit am Aufbau eines Dokumentenkorpus, die Unterstützung bei der Kodierung qualitativer Daten und bei der qualitativen Inhaltsanalyse sowie ggf. organisatorische Unterstützung bei projektbezogenen Austauschformaten.

Erwartet werden ein abgeschlossenes Bachelorstudium oder FH-Diplom in Urbanistik, Stadt- und Raumplanung, Geographie, Sozialwissenschaften, Architektur/Stadtforschung oder einem verwandten Fach sowie ein ausgeprägtes Interesse an Fragen der Wohnungsforschung, Wohnungspolitik, Demokratisierung und sozialer Ungleichheit. Wünschenswert sind Erfahrungen mit Interviewtranskription, qualitativer Datenverwaltung, Kodieren und qualitativer Inhaltsanalyse, idealerweise mit MAXQDA oder vergleichbarer Software. Kenntnisse der Wohnungsforschung sowie ein Interesse an Mieter*innenorganisationen, Mitbestimmung und vergleichender Stadtforschung sind von Vorteil. Schwedischkenntnisse sind ebenfalls von Vorteil, aber keine Voraussetzung.

Erwartet werden außerdem sehr sorgfältiges, eigenständiges und zuverlässiges Arbeiten, ein sensibler Umgang mit Forschungsdaten sowie die Bereitschaft, sich in ein laufendes Forschungsprojekt einzuarbeiten. Gute Kenntnisse in Microsoft Office und gängiger Literaturverwaltungssoftware (idealerweise Zotero) sind wünschenswert.

Mit Rückfragen können sich Interessierte an Tabea Latocha (tabea.latocha@uni-weimar.de) wenden.

 

 

Öffentlicher Vortrag: High-rise living: From whom? And why?

Am 7. und 8. Mai 2026 findet die internationale Tagung „Weiter wohnen wie gewohnt?“ in der Universitätsbibliothek statt und bietet Austausch für (Nachwuchs-)wissenschaftler*innen sowie Praxisakteure aus Planung, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, die sich mit aktuellen Wohnungsfragen befassen. 

Der Keynote-Vortrag von Prof. Ute Lehrer (York University Toronto) findet öffentlich am 7.5. um 18.15 Uhr im Maurice-Halbwachs-Auditorium in der Universitätsbibliothek statt.

Weitere Informationen zu Programm der Tagung finden Sie hier.

 

 

Short Academic Visit an der UC San Diego im Rahmen von Erasmus+

Im Rahmen einer Erasmus+-Staff-Mobility for Teaching verbrachten Tabea Latocha und Theo Sauerborn vom 1. bis 12. März 2026 einen zweiwöchigen Short Academic Visit am Department of Urban Studies and Planning der University of California San Diego (UC San Diego). Der Aufenthalt diente dem fachlichen Austausch mit Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden, der Teilnahme an Seminaren und Lehrveranstaltungen sowie der Auslotung weiterer gemeinsamer Perspektiven für die internationale Zusammenarbeit zwischen der UC San Diego und der Bauhaus-Universität Weimar.

Das Programm vor Ort war vielfältig und bot zahlreiche Gelegenheiten, Einblicke in Lehre, Forschung und akademische Praxis der Stadtplanung in den USA zu gewinnen. Dazu gehörten unter anderem eine Campusführung, Gespräche mit Faculty-Mitgliedern des Departments, ein Treffen mit Studierenden, Klassenbesuche in der Lehrveranstaltung Planning for Sustainable Communities sowie ein Austausch mit der Studienberatung. Ein besonderer Programmpunkt war das Research Seminar zum Thema „Socio-Ecological Transformation of Housing and Mobility in a Post-Socialist Small City: Ilmenau, Thuringia (Germany)”, in dem Theo Sauerborn und Tabea Latocha über die Verbindung ihrer Forschungsinteressen mit den Planungsprojekten im 1. Und 7.FS Bachelor Urbanistik sprachen. Darüber hinaus war Theo Sauerborn gemeinsam mit Tabea Latocha mit einer Gastvorlesung zu Planungspraxis und Graduiertenausbildung in Deutschland in die Lehre eingebunden. Weitere Einblicke boten die Teilnahme am Climate Action Day sowie die Mitwirkung an der Urban Expo des Departments; der Jahresabschluss-Schau von Studierendenarbeiten, also dem Äquivalent zur summaery.

Neben dem inhaltlichen Programm war der Aufenthalt vor allem durch die außerordentlich herzliche Gastfreundschaft der Kolleg*innen an der Partneruniversität geprägt. Die vielen Gespräche, neuen Bekanntschaften und fachlichen Impulse haben den Besuch zu einer ausgesprochen bereichernden Erfahrung gemacht. Die UC San Diego erwies sich dabei nicht nur als inspirierender Ort für Forschung und Lehre, sondern auch als eindrucksvolles Umfeld für den internationalen Austausch in der Stadtplanung.

Der Besuch hat viele Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit eröffnet. Tabea Latocha und Theo Sauerborn kehren mit zahlreichen Eindrücken, neuen Ideen und Perspektiven nach Weimar zurück – und mit der Hoffnung, die Partnerschaft zwischen beiden Universitäten in Zukunft weiter zu intensivieren. Gerade in gegenwärtigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig internationale akademische Kooperationen, persönliche Begegnungen und der gemeinsame fachliche Austausch sind.

 

 

Willkommen im Sommersemester 2026

Herzlich willkommen im Sommersemester 2026. Das Programm unserer Lehrveranstaltungen finden Sie hier.

 

 

Weiter wohnen wie gewohnt? Internationale Tagung zur Wohnungsfrage

Am 7. und 8. Mai 2026 findet die internationale Tagung „Weiter wohnen wie gewohnt?“ in der Universitätsbibliothek statt und bietet Austausch für (Nachwuchs-)wissenschaftler*innen sowie Praxisakteure aus Planung, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, die sich mit aktuellen Wohnungsfragen befassen. 

Wie verändert sich Wohnen in Zeiten multipler Krisen? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen gesellschaftlichem Wandel und der materiellen Gestaltung von Architektur, Quartieren und Infrastrukturen? Diesen Fragen widmet sich die Tagung des DFG-Graduiertenkollegs »Gewohnter Wandel. Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens«. Die Konferenz ist zugleich Jahrestagung des Instituts für Europäische Urbanistik (IfEU).

Im Mittelpunkt der Fachtagung stehen aktuelle Herausforderungen der Wohnungsfrage vor dem Hintergrund von Klimawandel, Ressourcenknappheit, Kriegen, sozialer Polarisierung und ökonomischer Transformation. Anhand der drei Themenfelder Alltag & Aneignung, Steuerung & Regulierung sowie Bewirtschaftung & Produktion diskutieren Wissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland auf der Tagung Transformationsprozesse auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene. 

Die deutsch- und englischsprachigen Beiträge reichen von Fragen kommunaler Wohnungsversorgung über Einfamilienhausbestände, Wohnungslosigkeit und Plattformkapitalismus bis hin zu Care-Infrastrukturen und sozial-ökologischer Transformation. Im Offenen Forum geben Forschende des Graduiertenkollegs Einblicke in laufende Projekte und öffnen ihre Fragestellungen für den Dialog mit Praxisakteur*innen.

Mit der Tagung unterstreicht die Bauhaus-Universität Weimar ihre ausgewiesene Expertise in der interdisziplinären Wohnungs- und Stadtforschung und stärkt zugleich den wissenschaftlichen Austausch zwischen Forschung, Politik und Praxis. Die Konferenz macht deutlich: Die Wohnungsfrage ist eine zentrale Zukunftsfrage – und sie verlangt nach neuen Allianzen, Perspektiven und Lösungsansätzen.

Weiter wohnen wie gewohnt? 
Jahrestagung des DFG-Graduiertenkollegs »Gewohnter Wandel. Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens« und des Instituts für Europäische Urbanistik (IfEU)
Donnerstag, 7. Mai und Freitag, 8. Mai 2026
Universitätsbibliothek Weimar, Stadtbibliothek Weimar, Mascha Kulturzentrum Weimar

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier.

 

 

Neuerscheinungen in der Reihe IfEU.OPEN

Die open access Publikationsreihe "IfEU.OPEN" des Instituts für Europäische Urbanistik bietet die Möglichkeit herausragende studentische Abschlussarbeiten, Ergebnisse von Lehrforschungsprojekten oder Forschungsprojekten den Professuren und Mitarbeiter:innen des IfEU zu veröffentlichen. Kürzlich erschienen sind u.a. die Arbeit “Neue Wohngemeinnützigkeit. Starke Säule für bezahlbares Wohnen?: Eine Untersuchung der politischen Debatte um das Instrument und die Umsetzung im Jahressteuergesetz 2024” der Bachelor-Absolventin Jette Schwormstede, sowie die Master-Thesis “Ohne Bauen zum Wohnen?!: Suffiziente Ansätze zur Wohnraumschaffung und -nutzung in Wuppertal” von Anna Dietrich, Viola Stenzhorn und Zoé Werner. Beide Arbeiten wurden an der Professur Stadtplanung betreut.

 

 

 

 

 

Ringvorlesung mit Mona Schieren am 03.02.: Einrichten in der Apokalypse. Prepper-Wohnfantasien im Zeitschriftenformat

Mona Schieren, Professorin für Transkulturelle Kunstwissenschaften an der Hochschule für Künste Bremen, spricht in ihrem Vortrag über die Praxis des Prepping und zeigt auf, wie diese durch entsprechende Magazine und Filme beeinflusst wird. 

Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr in der Marienstr. 13, Hörsaal D. Nähere Informationen, sowie der Link zur digitalen Teilnahme sind auf der Website des Graduiertenkollegs zu finden.

 

 

Zeitschrift zur Konferenz "20th Century Housing Heritage in Europe" erschienen

Ausgehend von der gleichnamigen Tagung im Rahmen des Forschungsprojekts “Wohnen im Denkmal: Erhaltung und Gestaltung von denkmalgeschützten baulichen Realisierungen zentraler Wohnkonzepte des 20. Jahrhunderts”, die an der Technischen Universität Wien im November 2024 stattfand, versammelt die Publikation des österreichischen Bundesdenkmalamts Beiträge, die das Verhältnis von Wohnen, kulturellem Erbe und gesellschaftlichem Wandel im europäischen Kontext betrachten. 

Das Heft kann über den Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bestellt oder kostenfrei digital heruntergeladen werden.

 

 

Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs als Working Paper in der Schriftenreihe des Graduiertenkollegs erschienen

Das Working Paper, verfasst von Sebastian Schipper und Barbara Schönig, erläutert die zentrale Forschungsidee und Fragestellung des Graduiertenkollegs "Gewohnter Wandel" und zeigt konzeptionelle Ansätze auf, um das komplexe Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftlichen Transformationsprozessen und ihrer baulich-räumlichen
Materialisierung im Wohnen interdisziplinär zu erforschen.

 

 

Nordhalbener Erklärung für starke Kommunen

Mit der Nordhalbener Erklärung treten 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Lokalpolitikerinnen und -politiker und engagierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam an die Öffentlichkeit. Ziel der Erklärung ist es, auf die strukturellen Herausforderungen kleiner Kommunen hinzuweisen und politische Lösungsansätze aufzuzeigen, die die Handlungsfähigkeit finanzschwacher Gemeinden stärken und demokratische Teilhabe vor Ort mit Leben füllen und erhalten sollen. Zu den Initiator*innen zählt u.a. Prof. Barbara Schönig.

Zur Unterzeichnung der Erklärung gelangen Sie über folgenden Link: https://nordhalbener-erklaerung.de/

 

 

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