Martin Siegler, M.A.

08/2022
Zweiter Preis beim Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung für die Dissertation "Lebenszeichen"

WiSe 2021/22
Gastdozent an der Université Lumière Lyon 2 im Programm Minerve

09/2021
Disputation der Promotion "Lebenszeichen. Mediale Artikulationen menschlicher Existenz in Not- und Katastrophenfällen" an der Bauhaus-Universität Weimar (Erstgutachter: Prof. Dr. Lorenz Engell, Zweitgutachterin: Prof. Dr. Gabriele Schabacher)

WiSe 2020/21
Gastdozent an der Université Lumière Lyon 2 im Programm Minerve

Seit 04/2020
Assoziiert am DFG-Graduiertenkolleg Medienanthropologie (Bauhaus-Universität Weimar)

Seit 04/2020

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Medienphilosophie (Prof. Dr. Lorenz Engell) an der Bauhaus-Universität Weimar

2019-2020
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Philosophie Audiovisueller Medien (Prof. Dr. Christiane Voss) an der Bauhaus-Universität Weimar

06/2016
Teilnahme an der Princeton-Weimar Summer School for Media Studies 2016, Princeton University, USA

2015-2019
Promotionsstipendiat am Kompetenzzentrum Medienanthropologie (KOMA) der Bauhaus-Universität Weimar

2014-2019
Wissenschaftliche Hilfskraft bei der DFG-Forschungsgruppe „Medien und Mimesis“ (Teilprojekt Dr. Stephan Gregory)

2014–2015
Rechercheassistent am Haus der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin

2013–2015
Redaktionsassistent bei der Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung (ZMK) am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) in Weimar

2013-2014
Forschungsstipendiat des DFG-Graduiertenkollegs Mediale Historiographien (Erfurt, Weimar, Jena) und wissenschaftliche Hilfskraft an der Juniorprofessur Mediale Historiographien (Dr. Stephan Gregory) an der Bauhaus Universität Weimar

2012-2014
Masterstudium der Kulturwissenschaftlichen Medienforschung an der Bauhaus-Universität Weimar. Thema der Abschlussarbeit: „Emergente Objekte. Existenzweisen von Notfalldingen“

2010–2012
Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Publizistik der Johannes-Gutenberg Universität Mainz

2009-2012
Bachelorstudium der Filmwissenschaft, Kulturanthropologie, Theaterwissenschaft und Publizistik an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz

  • Medien als Existenzbedingungen
  • Medien und Lebenszeichen in Not- und Katastrophenfällen
  • Handlungsmacht der Dinge (ANT, STS, New Materialism)
  • Existenzweisen und neue Ontologien
  • Film- und Medienphilosophie
  • Medienanthropologie

Monographie

  • SOS: Medien des Überlebens. Die existenzielle Bedeutung von Lebenszeichen in Notfällen. Berlin: de Gruyter (Reihe "Undisziplinierte Bücher" und Schriftenreihe des IKKM) [erscheint 2023].

Herausgabe

  • (Hg.): Das Mitsein der Medien. Prekäre Koexistenzen von Menschen, Maschinen und Algorithmen, Paderborn: Wilhelm Fink 2018. (mit Johannes Bennke, Johanna Seifert und Christina Terberl).

Aufsätze in Sammelbänden und Zeitschriftenartikel

  • „Lebenszeichen. Warum Menschen in Not existenziell von Medien abhängen“, Essay für den Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung (ausgezeichnet mit 2. Preis), Online verfügbar unter: https://koerber-stiftung.de/site/assets/files/25617/wettbewerbsbeitrag_martin_siegler_deutscher_studienpreis_2022.pdf

  • „The Dead Man's Switch. Assistive Media and the Monitored Driver“, in: Hagen, Wolfgang/Macele, Philipp/Müggenburg, Jan/Wiechern, Anna-Lena (Hg.): Assistance, Assistants, and Assistive Media. Bielefeld: Transcript [in Vorbereitung]

  • „Heimlich Passieren. Die Umwege des Gatekeepings im Heistfilm“, in: Reichenbecher, Franziska/Schabacher, Gabriele (Hg.): Gatekeeping. Akteure, Architekturen, Prozesse. Bielefeld: Transcript [in Vorbereitung].

  • „Vulkanbeobachtungen. Sensorische Medien und geologische Lebenszeichen“, in: Schneider, Birgit/Zemanek, Evi (Hg.): Spürtechniken. Von der Wahrnehmung der Natur zur Natur als Medium, Sonderheft der Zeitschrift Medienobservationen.de, 04/2020, URL: https://www.medienobservationen.de/2020/2349/
  • „Überlebensabschnittsgefährten. Der Third Man und die unsichtbaren Bedingungen der Existenz“, in: Engell, Lorenz/Voss, Christiane (Hg.): Medienanthropologische Szenen. Paderborn: Wilhelm Fink 2019.
  • „Einleitung“, in: Bennke, Johannes/Seifert, Johanna/Siegler, Martin/Terberl, Christina (Hrsg.): Das Mitsein der Medien. Prekäre Koexistenzen von Menschen, Maschinen und Algorithmen. Paderborn: Wilhelm Fink 2018, S. 27-58. (mit Johannes Bennke und Johanna Seifert)
  • „Von der Existenz zur Assistenz. Akteure und Techniken des Beiseins,“ in: Biniok, Peter/Lettkemann, Eric (Hg.): Assistive Gesellschaft. Wiesbaden: Springer VS 2017, S. 59-76.
  •  „Things in Cases. Zur Existenzweise von Notfallobjekten.“, in: Bartz, Christina/Kaerlein, Timo/Miggelbrink, Monique/Neubert, Christoph (Hg.): Gehäuse. Mediale Einkapselungen. Paderborn: Wilhelm Fink 2017, S. 291-306.
  • „Passing San Francisco oder: Ein Wink, der untergeht. Sieben Strophen im Vorbeigehen“, in: eject – Zeitschrift für Medienkultur, 4 (2014), S. 119-127.

  • „Tab, Cap und Pad. Die Poesie der Auflösung“, in: Die Epilog – Zeitschrift zum Gesellschaftswandel, 2 (2013), S. 101-105. Zugleich erschienen in: Mediendenken. Der medienwissenschaftliche Blog der Bauhaus-Universität Weimar, URL: http://www.uni-weimar.de/projekte/mediendenken/wp-content/uploads/2013/06/Siegler_Tab-Cap-Pad.pdf [Stand: 03.07.16]

  • „Echo und Erwiderung. Widerstände der Stimme im politischen Sprechen“, in: eject – Zeitschrift für Medienkultur, 3 (2013), S. 72-77.

  • „Nur einen Sprung weit entfernt. Von der Sehnsucht nach Unmittelbarkeit beim Stage Diving“, in: Die Epilog – Zeitschrift zum Gesellschaftswandel, 1 (2013), S. 68-75.

Interviews / Gespräche

Rezensionen / Tagungsberichte

  • „Bergungsarbeit. Das Grubenunglück von San José und die Medien des Überlebens”, Vortrag auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 30. September 2022.

  • „Tetrapoden. Ozeanische Wellenbrecher und objekt-orientierte Ästhetik”, Abendvortrag im Rahmen des Seminars „Artistic Reserach und das Forschen an Dingen” der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, 2. September 2022.

  • „Assisted Attention. Exploring the Dead Man's Switch”, Vortrag auf der Konferenz „Assistance, Assistants and Assistive Media. Barriers and Interfaces of Digital Cultures” an der Leuphana Universität Lüneburg, 1. Juni 2021.

  • „Auto-Immunität. Trumps SUV und das Dilemma des Bodyguards”, Vortrag auf der Tagung  „Medien der Immunität. Politiken und Praktiken von Schutz und Ansteckung“ an der Friedrich-Alexander Universität in Erlangen-Nürnberg, 19. Februar 2021.

  • „Operationen in Serie. The Making of Grey’s Anatomy” im Rahmen der Vortragsreihe „Operationen der Serialität“ an der Universität Bielefeld, 28. November 2019.

  • „Lebst du noch? Safety Checks als Medien der Ver(un)sicherung”, Vortrag auf der Tagung Dis(s)-Connect an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz, 24.-26. April 2019.

  • „Leben am Monitor. Die Vitalfunktionen der Medien”, im Rahmen des Seminars „Medien der Überwachung” (Prof. Dr. Gabriele Schabacher) an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz, 6. Juni 2018.

  •  „Vulkanbeobachtungen. Sensorische Medien und geologische Lebenszeichen”, Vortrag auf der Tagung „Spürtechniken. Von der Wahrnehmung der Natur zur Natur als Medium“ an der Universität Potsdam, 24-26. Mai 2018.

  • „Pyrotechniken der Existenz. Lebenszeichen als elementare Medien”, im Rahmen Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander Universität Nürnberg-Erlangen, 4.-7. Oktober 2017.

  •  „Who is the third who always walks beside you? Der Third Man-Faktor und die Verschiebung des Menschlichen”, Vortrag bei der Tagung „Medienanthropologische Szenen” der AG Medienphilosophie der Gesellschaft für Medienwissenschaft an der Bauhaus-Universität Weimar, 7.–9. Juli 2016.

  • Apes in question(s)”,  Beitrag zur Projektwoche „Tier-Wissen-Ausstellen. Strategien der Zusammenführung wissenschaftlicher und kuratorischer Praxis. Eine interdisziplinäre Konferenz”, im Rahmen des Projekts „Eine Woche ZEIT“ der Alfred-Toepfler-Stiftung und des ZEIT-Verlags, Gut Siggen, 14.–20. September 2015.

  • „Things in Cases. Notfalldinge und die Gehäuse der Emergenz”, Vortrag bei der Tagung „Gehäuse – Mediale Einkapselungen” des Instituts für Medienwissenschaften der Universität Paderborn und des DFG-Graduiertenkollegs „Automatismen”, 21.–23. Mai 2015.

  • „Medien-Entfernung. Stage Diving und der Traum von der getilgten Mitte”, im Rahmen der Masterstudierendentagung „gegen:medien” an der Bauhaus-Universität Weimar, 12. Juli 2013.

  • „Carnifakte. Fleisch und Fleischersatz im Hyperrealismus”, im Rahmen des Workshops „Hyperrealismus im Film” am Institut für Filmwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 23. November 2012.


Lebenszeichen
Existenzielle Artikulationen von Menschen, Medien und Zeichen in Not- und Katastrophenfällen

Projektbeschreibung
Wenn Schiffe sinken, Lawinen niedergehen oder die Erde bebt, richten sich Augen und Ohren nicht selten auf Lebenszeichen: auf Herzschläge in Trümmerfeldern, Klopfzeichen aus Bergwerkschächten, Leuchtfeuer nach Schiffbrüchen oder Funksignale aus Lawinenbergen. Als Lebenszeichen zählen dabei alle Äußerungen, Meldungen und Signale, mit denen sich Menschen in Not vernehmbar machen. Sie deuten darauf hin, dass unter den Trümmern, hinter den Flammen oder inmitten der Wellen noch jemand am Leben ist und Hilfe nötig hat. Verunglückte, Verschüttete und Vermisste sind in solchen Situationen existentiell auf Techniken angewiesen, mit denen Notrufe abgesetzt, Meldungen übermittelt und Signale geortet werden können. Ihr Überleben hängt untrennbar an einem komplexen Geflecht aus materiellen und semiotischen Vermittlungsinstanzen, die ihnen die Artikulation ihrer Notlage ermöglichen. Situationen, in denen es auf Lebenszeichen ankommt, sind demnach immer auch Momente gesteigerter Sensibilität für die jeweiligen medialen Umstände und materiellen Bedingungen menschlichen Daseins.

Anhand des Phänomens Lebenszeichen möchte das Dissertationsprojekt untersuchen, inwiefern menschliches Dasein konstitutiv von medialen Operationen und Medientechniken abhängt. Menschliche Existenz in Not- und Katastrophenfällen, so die leitende These, ist immer schon mediale Existenz, also maßgeblich bestimmt, vermittelt und ermöglicht durch konkrete Techniken der Wahrnehmung, Übertragung und Verortung. Lebenszeichen erfordern deshalb eine radikal mediengebundene Bestimmung des Menschlichen. Sie eignen sich in besonderem Maße, um Verhältnisse von Menschen und Medien unter prekären Vorzeichen zu erforschen und so die existentielle Grundierung der Mensch-Medien-Beziehung ans Licht zu bringen.

WiSe 2022/23
Seminar: "Einführung in die Filmanalyse" (BA Medienkultur)
Seminar: "The Agency of Things" (MA Medienwissenschaft/Filmkulturen/SHAKIN')

SoSe 2022
Seminar: "Forensische Medien. Die Ästhetik der Ermittlung" (MA Medienwissenschaft)
Plenum: "Einführung in die Mediengeschichte" (BA Medienkultur)
Blockseminar: "Forschen an Dingen" (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) (mit Lorenz Engell)

WiSe 2021/22
Seminar: "Mediasphären. Künstliche Umwelten zwischen Natur und Kultur" (BA Medienkultur)
Seminar: "Einführung in die Filmanalyse" (BA Medienkultur)
Vorlesung (Cours Magistrale): "Medien und Kultur" (Minerve-Programm der Université Lumière Lyon 2)

SoSe 2021
Seminar: "Existenzweisen - Lektüren" (MA Medienwissenschaft/Filmkulturen)
Seminar: "Existenzkrisen des Kinos" (MA Medienwissenschaft/Filmkulturen)

WiSe 2020/21
Seminar: "Einführung in die Filmanalyse (BA Medienkultur)
Seminar: "Grundlagen der Medienwissenschaft" (MA Medienwissenschaft)
Vorlesung (Cours Magistrale): "Medien und Kultur" (Minerve-Programm der Université Lumière Lyon 2)

SoSe 2020

Seminar: "Grundlagen der Medienwissenschaft" (MA Medienwissenschaft)
Seminar: "The Wire. Das Netzwerk einer Serie" (MA Medienwissenschaft)

WiSe 2019/20
Seminar: "Einführung in die Filmanalyse" (BA Medienkultur)
Seminar: "Close Listening. Medien des Lauschens und Horchens" (MA Medienwissenschaft)

SoSe 2018

Seminar: "Nebenfiguren. Akteure am Rand der Szene" (BA Kultur/Theater/Film, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

WiSe 2017/18
Seminar: "Art & Agency – Die Akteur-Netzwerk-Theorie und die Künste" (BA Medienkultur)