Christine Hill, Preferred Writing + Drawing Implements, 2018, Foto: Verena Nagl
Christine Hill, Preferred Writing + Drawing Implements, 2018, Foto: Verena Nagl
Erstellt: 29. November 2018

16.12. Christine Hill: Volkseigene Bibliothek a.k.a. What’s in a name?

Freier Eintritt
In englischer und deutscher Sprache

Jedes Ende ist auch ein Anfang. Und so plant K, sein Ende, wo einst ein prononciert provokativer Präsentationsort (mit ebenfalls nur einem Buchstaben) sein Programm aufnahm. Diesmal ist Prof. Christine Hill zu Gast, die im Branding von Boutique »Business Forms«, die die Begrenzung von Konzeptkunst zu kommerzieller Beschäftigung überbrücken, bewandert ist, ihre vielfältigen Kenntnisse und ihren probaten Kniff für Namensgebung in die kurios kreierte Kunsthalle einzubringen. Zusammen mit K,’s verkürztem Klassiker P. K. phantasiert K. Hill über den Vorzug von Büchern: insbesondere über ihre neue Reihe von Notizbüchern, die die Funktion eines konstruierten Archivs und eines philosophischen Handbuchs gleichermaßen erfüllen. Gleichzeitig kommentieren die beiden konstant Konspirierenden, welches Kapital bewährten Namen bleibt – da jeder Name endlos ersetzbar ist und jeder Fluss nur einmal betreten werden kann. Wie kann ein bestimmtes Format für künstlerische Praxis im Lauf der Zeit als Diagramm gelesen werden, als neuartiges Saatgut für vielfache zukünftige Möglichkeiten?
 
Über Christine Hill:
Christine Hill ist eine in Berlin lebende amerikanische Künstlerin. Sie ist am meisten bekannt für ihr umfassendes, fortlaufendes Projekt Volksboutique: ein flexibles Format für die Diskussion über Industrie und Arbeit, künstlerische Ökonomie und Autonomie, Transaktionsaustausch und Wertesysteme. Seit ihrer Gründung hat Volksboutique zahlreiche performative Installationen verfasst und produziert, die als alternative Geschäftsmodelle oder Vorschläge dienen. Diese sogenannten Organizational Ventures erscheinen im Auftrag von Museen, Biennale-Ausstellungen und Galerieräumen, einschließlich Kunstraum Innsbruck; Galerie EIGEN + ART, Leipzig / Berlin; Feldman Gallery, New York; Martin-Gropius-Bau, Berlin; sowie P!, New York. Von 2010 bis 2014 betrieb Volksboutique einen öffentlichen Laden in Berlin, die Volksboutique Small Business. Hill hat die Professur für Kunst & sozialer Raum an der Bauhaus-Universität Weimar inne.

Über KW Institute for Contemporary Art:
Die KW Institute for Contemporary Art widmen sich durch die Produktion, Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst zentralen Fragen unserer Gegenwart. Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren haben sich die KW als Institution und lebendiger Ort für progressive künstlerische Praktiken in der Berliner und internationalen Kunstszene etabliert. Mittels Ausstellungen und unterschiedlichster Veranstaltungsformate greifen die KW stets aktuelle Tendenzen aus dem nationalen und internationalen zeitgenössischen Kunst- und Kulturdiskurs auf und entwickeln diese in Zusammenarbeit mit KünstlerInnen, mit Institutionen sowie durch Auftragsarbeiten aktiv weiter.

Zeit:
16. Dezember 2018, 18 – 20 Uhr

Ort:
K
Ebersstraße 3
10827 Berlin-Schöneberg

» www.kw-berlin.de

» k-komma.de