Photodetox

"Photokatalytischer Abbau von Mikroschadstoffen"

Projektförderung:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Förderschwerpunkt „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“

Projektlaufzeit: 01/2017 - 12/2018

Projektleitung:
Dipl.-Chem. Katrin Krause (MFPA Weimar)
Tobias Schnabel M. Sc. (MFPA Weimar)

Projektbearbeiterin (BUW):
Stefanie Hörnlein M. Sc.

 

Projektpartner:

MUT Dr Zeising & Partner Ingenieurgesellschaft mbH
Synantik GmbH - Industrielle Mess- und Regelungstechnik
MFPA Weimar

Hintergrund und Problemstellung

In den letzten Jahren wurden vermehrt Medikamentenrückstände in Gewässern nachgewiesen. Diese gelangen durch Ausscheidung von unmetabolisierten Wirkstoffen und die unsachgemäße Entsorgung von Medikamenten in die Abwasseraufbereitungsanlagen. Werden die Verunreinigungen in den Kläranlagen nicht aufgefangen oder abgebaut, so gelangen sie in die Oberflächengewässer und von dort aus in das Grund- und Trinkwasser. In zahlreichen Studien wurde der Einfluss dieser Medikamentenrückstände auf Pflanzen- und Tierwelt untersucht. So wurden beispielsweise gravierende Verhaltensstörungen bei Wasserlebewesen und hormonbedingte Unfruchtbarkeit bei Fischen entdeckt. Einige Gebiete mussten aufgrund erhöhter Schadstoffwerte bereits für die Trinkwasserentnahme gesperrt werden. Zurzeit stehen keine Systeme zur Verfügung, welche hinreichend zum Abbau bzw. zur Entfernung aller Medikamentenrückstände geeignet sind. Vorhandene Methoden sind kostenintensiv und generieren zahlreiche Abfall- und Zwischenprodukte.

Zielsetzung und Vorgehensweise

Als Alternative zu den bisherigen Reinigungssystemen wird ein Reaktorsystem entwickelt, welches Mikroschadstoffe im Wasser vollständig zu Kohlendioxid und Wasser umsetzen kann. Das dazu grundlegende neue technische Verfahren wird durch eine photokatalytische Reaktion an einem Titandioxid-Katalysator unter UV-Beleuchtung die Schadstoffe effektiv und vollständig abbauen. Der Einsatz erfolgt in Form von leicht nach zurüstenden Reaktor-Modulen als 4. Reinigungsstufe in kommunalen Kläranlagen.

Nach oben