Angewandte Hydrogeologie

Porosität und Wasserdurchlässigkeit im Fels. Das Dünnschliffbild zeigt eine randlich mit Eisenhydroxiden und Eisenoxiden ausgekleidete, offene Kluft in einem triassischen Dolomit aus dem Steinbruch der Firma HIDROGRADNJA d.d. Sarajevo nahe Hadžići (ca. 10 km westlich von Sarajevo, Bosnien und Herzegowina, 20.02.2014).

Allgemeines

  • Semester: 2. oder 4.
  • jährlich im Sommersemester
  • Termine und Räume:
    wöchentlich Dienstag 15:15 - 16:45 Uhr, Gebäude C. 11c, R. 202
    wöchentlich Donnerstag 13:30 - 15:15 Uhr, Gebäude C. 11c, HS 001
  • Art: Vertiefungsmodul, Wahlpflichtmodul
  • ECTS: 6
  • SWS: 4
  • Sprache(n): Deutsch
  • Voraussetzungen: keine (Kenntnisse Bodenmechanik, Geologie vorteilhaft)
  • Verwendbarkeit: UIM
  • Prüfungsform/ Prüfungsdauer: Klausur (120min, 67%), Projektbeleg (33%)
  • Lehr- und Lernmethoden: Integrierte Vorlesung, Gruppenarbeit
  • Lehrender: Dr. rer. nat. Gunther U. Aselmeyer

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Gunther U. Aselmeyer.

Qualifikationsziele

Die Studierenden verfügen über folgende Kenntnisse und Fähigkeiten: Vertiefte Fachkompetenz, das heißt Verständnis grundlegender und spezieller Aspekte der Hydrogeologie. Bezugnehmend auf das Thema „Grundwasser im Baugrund“ können sie hydrologische und (hydro)geologische Randbedingungen von Baumaßnahmen selbstständig und richtig deuten. Erweiterung der Methoden- und Selbstkompetenz sowie der Sozialkompetenz durch Erarbeitung eines Projektbelegs in kleinen Gruppen.

Lehrinhalte

Die wesentlichen Schwerpunkte sind:

  • Niederschlag, Oberflächenabfluss und Bodenerosion
  • Grundwasser (GW) als Teil des hydrologischen und (hydro)geologischen Kreislaufes, GW-Vorkommen und -Arten, hydrogeologische Regionen in Thüringen
  • Grundzüge der Bodenkunde mit GW-beeinflussten Bodentypen
  • GW-Bewegungen im gesättigten und ungesättigten Boden sowie im Fels (Poren-, Kluft- und Karstgrundwasserleiter)
  • Geochemie bzw. geogene Wassergüte und deren Einfluss auf Baumaßnahmen (z.B. Betonaggressivität)
  • Erkundung mit herkömmlichen und geophysikalischen Methoden, Monitoring von GW-Bewegungen, Strömungsberechnungen mit konventionellen und numerischen Verfahren
  • Einflüsse des GW auf die Stabilität von Böschungen und natürlichen Hängen sowie Maßnahmen zu deren Sicherung, Küstenschutz (z.B. in den Niederlanden), Einflüsse auf Dämme und Deiche
  • Renaturierung bzw. Wiederherstellung der hydrogeologischen Verhältnisse nach Abschluss einer Baumaßnahme
  • Die Lehrveranstaltung findet teilweise als Projektstudium statt, in dem die Studierenden in Gruppen ein hydrogeologisches Thema bearbeiten.
  • Vorträge von externen Fachreferenten (z.B. von der TLUG) dienen der Verbindung von Theorie und Praxis.
  • Eine eintägige Exkursion stellt die hydrogeologischen Verhältnisse des Gipskarstes am Harzrand und Wasserhaltungsmaßnahmen im Bergbau vor.

Wichtiger Hinweis

Die für die Lehrveranstaltung notwendigen Unterlagen sind ab sofort auf der Lernplattform Moodle zu finden. Bitte melden Sie sich dazu für den Kurs "Angewandte Hydrogeologie" an.