Institut

Im Berufsbild des Bauingenieurwesens nimmt der Konstruktive Ingenieurbau eine zentrale Rolle ein. Als Kerndisziplin verbindet er auf unvergleichbare Weise die Bauindustrie und Baupraxis mit interdisziplinärer Wissenschaft. Das Institut für Konstruktiven Ingenieurbau (IKI) als Lehr- und Forschungseinrichtung nimmt in diesem Kontext mit der Modellierung, Analyse, Bemessung und Konstruktion von Ingenieurbauwerken wichtige Aufgaben wahr und trägt maßgeblich zum Profilbild der Fakultät bei.

Das IKI reflektiert die nationalen und internationalen Fortschritte der Bauweise, um im Hinblick auf eine moderne und effiziente Ingenieurkunst die Entwicklungen im Sinne der Einheit von Forschung und Lehre maßgeblich zu beeinflussen und zu bestimmen. Wissenschaftlicher Fortschritt wird durch das Institut nachhaltig geprägt. Mit seinen Tätigkeiten in Lehre, Grundlagenforschung und industrienaher Forschung trägt es nicht nur maßgeblich zu den Fakultätsschwerpunkten Digital Engineering und Material und Konstruktion bei, sondern verknüpft darüber hinaus beide Schwerpunkte im Sinne einer interdisziplinären Forschung. In diesem Zusammenhang ist das Institut regional, überregional, national und international mit der Bauindustrie, Ingenieurbüros, Weiterbildungseinrichtungen und Hochschulen vernetzt. Durch die universitäre Lehr- und Forschungstätigkeit gelingt der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Entwicklungen in die baupraktische Anwendung, so dass auch der Fortschritt in der Praxis nachhaltig durch das IKI beeinflusst wird.

Das Institut für Konstruktiven Ingenieurbau (IKI) setzt sich aktuell aus den Professuren Geotechnik, Massivbau II, Modellierung und Simulation - Konstruktion, Stahl- und Hybridbau, der Juniorprofessur Komplexe Tragwerke, dem Erdbebenzentrum und der Versuchstechnische Einrichtung zusammen.

Oberstes Leitungsgremium des Instituts ist ein Institutsrat. Der Institutsrat setzt sich aus Mitgliedern des Instituts zusammen. Angehörige des Institutsrats sind:

  1. die Inhaber der Professuren des Instituts,
  2. der Leiter des EDAC,
  3. der technische Leiter der VTE als Vertreter des nichtwissenschaftlichen Personals,
  4. ein Vertreter des wissenschaftlichen Personals einschließlich der Doktoranden,
  5. ein Vertreter der studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte.

Inhaber der Professuren des Instituts

  

Institutsdirektor

Prof. Dr. Dipl.-Ing. Guido Morgenthal MSc DIC MPhil CEng MICE
Professur Modellierung und Simulation - Konstruktion

Marienstraße 13b, Raum 102
Tel.: +49 (0) 36 43/58 44 18
E-Mail: guido.morgenthal[at]uni-weimar.de

Stellvertretender Institutsdirektor

Prof. Dr.-Ing. Matthias Kraus
Professur Stahl- und Hybridbau

Marienstr. 13D, Raum 107
Tel.: +49 (0) 36 43/58 44 77
E-Mail: matthias.kraus[at]uni-weimar.de

Vertr.-Prof. Dr.-Ing. Patrick Staubach
Professur Geotechnik

Coudraystraße 11C, Raum 209
99423 Weimar
Tel.: +49 (0) 36 43/58 45 54
E-Mail: patrick.staubach[at]uni-weimar.de

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ruth
Professur Massivbau II

Marienstr. 13B
99423 Weimar
Tel.: +49 (0) 36 43/58 44 19
E-Mail: juergen.ruth[at]uni-weimar.de

Jun.-Prof. Dr.-Ing. Lars Abrahamczyk
Juniorprofessur Komplexe Tragwerke

Marienstr. 13D
99423 Weimar
Tel.: +49 (0) 36 43/58 41 03
E-Mail: lars.abrahamczyk[at]uni-weimar.de

Leiter des EDAC

  
Dr.-Ing. Jochen Schwarz
Leiter Erdbebenzentrum

Marienstraße 13, Raum 001
Tel.: +49 (0) 36 43/58 45 83
E-Mail: jochen.schwarz[at]uni-weimar.de

Technische Leiter der VTE als Vertreter des nichtwissenschaftlichen Personals

  
Dipl.-Ing. Ralf Kaufmann
Versuchstechnische Einrichtung

Coudraystrasse 4
99423 Weimar
Tel.: +49 (0) 36 43/58 45 24
E-Mail: dieter.vogler[at]uni-weimar.de

Vertreter des wissenschaftlichen Personals einschließlich der Doktoranden

  
Dipl.-Ing. Christopher Taube

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Schubertstraße 27, 2. OG
Telefon: +49 (0) 36 43/58 34 92
E-mail: christopher.taube[at]uni-weimar.de

Vertreter der studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte

  
N.N.

Förderverein Konstruktiver Ingenieurbau e.V.

Der 1994 gegründete Förderverein Konstruktiver Ingenieurbau e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Wissenschaft und Forschung.

Im Mittelpunkt der Vereinstätigkeit steht die Unterstützung der Arbeit des Instituts für Konstruktiven Ingenieurbau der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar, z.B. durch Zuschüsse für studentische Exkursionen oder für Veröffentlichungen im Rahmen der Schriftenreihe des Instituts. Der Förderverein veranstaltet alljährlich in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Akademie Schloss Ettersburg den Informationstag Konstruktiver Ingenieurbau. Dabei werden sowohl praxisrelevante Fragen und aktuelle Entwicklungen des Konstruktiven Ingenieurbaus diskutiert als auch die jeweiligen Forschungsarbeiten der Professuren des Instituts vorgestellt.

Das alljährliche Sommerfest des Vereins soll die Zusammenarbeit des Instituts für Konstruktiven Ingenieurbau mit den Firmen, Büros und Behörden der Region befördern und die Kontakte zu ehemaligen Studierenden und Mitarbeitern pflegen und vertiefen.

Kontakt:

Dipl.-Ing. Ralf Kaufmann

Marienstraße 13C, Zi. 104
99423 Weimar

Tel.: +49 (0) 36 43/58 44 73
Fax: +49 (0) 36 43/58 44 75
E-Mail: ralf.kaufmann[at]uni-weimar.de

Die Fakultät Bauingenieurwesen als wesentlicher Teil der Hochschule für Architektur und Bauwesen bildete bereits in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den Fachrichtungen Hochbau und kommunaler Tiefbau aus. Mit der Einrichtung des Wissenschaftszentrums für Industrie- und Spezialbau stand der Konstruktive Ingenieurbau dabei im Mittelpunkt.

Nach der Umstrukturierung der Hochschule in den neunziger Jahren mit der Umwidmung in Bauhaus-Universität Weimar kam dem Konstruktiven Ingenieurbau weiterhin eine zentrale Rolle zu, die sich nicht zuletzt durch die Gründung des Instituts für Konstruktiven Ingenieurbau im Jahre 1994 manifestierte. Zu diesem Zeitpunkt wurde es durch einen freiwilligen Zusammenschluss der konstruktiv orientierten Lehrstühle Massivbau I (Prof. Raue), Massivbau II (Prof. Ackermann), Stahlbau (Prof. Werner) und Planung von Ingenieurbauten (Prof. Hampe) gebildet. 1995 schloss sich die Versuchstechnische Einrichtung (Dr. Bernuth) dem Institut an. Darüber hinaus folgten 1997 die Lehrstühle Holz- und Mauerwerksbau (Prof. Rautenstrauch) und Verkehrsbau (Prof. Freundt) sowie der Bereich Industriebau und Anlagensicherheit (Dr. Müller) und schließlich das Zentrum für die Ingenieuranalyse von Erdbebenschäden / Earthquake Damage Analysis Center- EDAC (Dr. Schwarz).

Seit der Gründung des Instituts hat es zahlreiche personelle und strukturelle Veränderungen gegeben. 1998 übernahm Prof. Ruth die Professur Massivbau II. Der Lehrstuhl Planung von Ingenieurbauten wurde zunächst durch Prof. Braschel bis 1999 und anschließend durch Dr. Trabert im Rahmen einer Vertretungsprofessur bis zum Jahre 2000 weitergeführt. Eine Wiederbesetzung des Lehrstuhls erfolgte danach nicht mehr. Auch der Bereich Industriebau und Anlagensicherheit wurde geschlossen. 2010 hat Prof. Morgenthal den Lehrstuhl Massivbau I übernommen und führt diesen mit der Denomination Modellierung und Simulation – Konstruktion weiter. Im Jahr 2012 wurde die Professur Verkehrsbau in den Lehrstuhl von Prof. Morgenthal integriert. Seit 2015 hat Prof. Kraus die Professur Stahlbau mit der Umbenennung in Stahl- und Hybridbau übernommen. 2017 wurde die Professur Holz- und Mauerwerksbau (Prof. Rautenstrauch) ohne Wiederbesetzung geschlossen und in der Folge der Holzbau in den Lehrstuhl von Prof. Kraus eingebunden. Ebenfalls in 2017 ist Prof. Wichtmann mit der Professur Geotechnik, die aktuell durch Vertr.-Prof. Staubach geleitet wird, dem Institut beigetreten. Seit 2020 wird das IKI durch Jun.-Prof. Abrahamczyk mit der Juniorprofessur "Komplexe Tragwerke" verstärkt, die unter anderem den Mauerwerksbau im Kontext komplexer, außergewöhnlicher Einwirkungszustände vertritt.   

Naturgemäß wurde und wird das Profil des IKI maßgeblich durch die zugehörigen Professuren und Forschungseinheiten bestimmt. Für die klassischen Fachrichtungen, wie den Massivbau (Stahl- und  Spannbetonbau) und den Stahl- und Verbundbau sowie den Grundbau stehen heute entsprechende Professuren zur Verfügung, von denen auch der Holz- und Mauerwerksbau abgedeckt wird. Hinzu kommt das 1995 gegründete Zentrum für die Ingenieuranalyse von Erbebenschäden (Erdbebenzentrum), das erdbebenbedingte Bauwerksschäden in seismisch aktiven Gebieten untersucht. Die im Rahmen der universitären Forschung des Konstruktiven Ingenieurbaus unabdingbaren experimentellen Untersuchungen werden durch die Versuchstechnische Einrichtung (VTE) umgesetzt.