Forum Omnium

Entwurfsbearbeitung: Ida Heinert
Wintersemester 2025/2026, Bachelorthesis

Der Bauherr wünscht sich, dass der Musikcampus seinen Namen „Forum“ zurecht trägt. Doch was bedeutet Forum eigentlich? 

Ein Forum ist in jeder Ausprägung eine Begegnungsstätte und damit ein öffentlicher Raum, der von unterschiedlichen Nutzergruppen als Verkehrs-, Kommunikations-, Konsum- oder Erholungsraum verwendet wird – kurz gesagt: ein multifunktionaler Raum. 

Solche Räume sind innerhalb einer Schule von zentraler Bedeutung. Kinder benötigen Orte, die als Lerngegenstand einer eigenaktiven Erkundung dienen. Sie erschließen sich ihre Welt über Wahrnehmung und Bewegung und erfahren sie unmittelbar mit dem eigenen Körper. Was körperlich gespürt oder sinnlich wahrgenommen wird, führt über adaptive Prozesse zur Veränderung kognitiver Strukturen. 

Deren Speicherung bildet die Grundlage zukünftigen Handelns. Aktuelle Beispiele hierfür sind Außenschulen und Naturspielräume: Unterricht in wechselnden Umgebungen als bewusste Abwechslung sowie eine unterschiedliche Stimulation der menschlichen Sinne fördern eine aktivere Kommunikation der Schülerinnen und Schüler. Auf Naturspielplätzen können sie mit der Natur, vor allem aber frei von willkürlichen Vorgaben handeln und selbstbestimmt wachsen. 

Das Forum Omnium basiert auf städtebaulichen Konzepten, die über den Schulcampus hinaus auf andere städtische Strukturen übertragbar sind. Die Straße wird als autofreier, einladender Ort für ungezwungene Begegnungen verstanden, freie Flächen werden zu flexiblen Sportplätzen und Orten des Zusammenkommens umgestaltet. Auch die Dächer sind ausgebaut und ebenfalls als Orte der Begegnung konzipiert.