Entwurf 2. Kernmodul 1 zu 1

1 zu 1

Im Kermodul 1:1 bietet die Professur jeweils ein Entwurfsprojekt an, in dem konzeptuelles Entwerfen bis zum Maßstab 1:1 trainiert wird. Funktionale Zusammenhänge bis zum exemplarischen Prototypen zu entwickeln fordert und fördert zudem konstruktive Disziplin im sachgerechten Umgang mit Materialien und deren Fügung.  

Sommersemester 2020 – DER GRÜNE SALON

Entwerfen von Kommunikationsarchitekturen in Zeiten der Krise
Es scheint ein Anachronismus zu sein, doch in Zeiten der Krise rufen wir idealtypische Konstellationen zu Hilfe, um Handlungsoptionen vor dem Hintergrund positiver Erfahrungen auszubalancieren und scheinbare Widersprüche im Entwerfen produktiv zu machen. Wir Entwerfen darin unsere (Selbst-)Wahrnehmung.

Der GRÜNE SALON steht als Metapher für die Erinnerung an die Kultur der politischen, geistigen, literarischen, musischen und weiteren gemeinschaftlichen Diskurse im öffentlichen Raum und stiftet Atmosphäre für Situationen einer zeitgemäße Form des Austausches von Gedanken, Interessen und Kulturen. Historische Vorbilder der Salonkultur sollen in aktuellen Interpretationen hinterfragt werden und im Besonderen deren Möglichkeiten unter den derzeit widrigen Bedingungen für zwischenmenschliche Kommunikationen ausgelotet werden. Mittels adäquater architektonischer Gesten begleitet der GRÜNE SALON eine Dialogkultur zwischen ausdifferenzierten Nutzergruppen und Individuen, „zwischen einander Nahestehenden und entfernten Nähergebrachten“. (Flusser)

Widersprüchlicher könnte die Situation derzeit kaum sein: Individueller Schutzraum und gemeinschaftlicher Freiraum konterkarieren in Zeiten der Corona-Virus-Pandemie individuelle Freiräume und gemeinschaftliche Schutzräume. Diese Paradoxie soll in Begriff und Bild des Salons gespiegelt werden. Fragen der Präsenz und Repräsentanz, der Aktion und ihrer Vergegenständlichung  konkurrieren um nachhaltige Aufmerksamkeit. Auch der latente Kultur-Natur-Konflikt der Moderne findet im GRÜNEN SALON einen anregenden Kommunikationsraum.

In einer Kette sechs aufeinander folgender wöchentlicher Stegreifentwürfe werden wir unterschiedliche Aspekte des Entwerfens unserer Wahrnehmung thematisieren und in anschließenden akademischen Picknick-Runden (Symposien) mittels passender Kulturtechniken resümieren. Gegenstand und Ort der Entwürfe ist der PARK an der Ilm in Weimar als repräsentativer öffentlicher Raum der Stadt/Parklandschaft an der Grenze zwischen dem Campus der Bauhaus-Universität Weimar und der Klassikstiftung sowie seine virtuellen Repräsentanten medialer Austauschformate.

Die Fakten:

– Entwurfsprojekt im 2. Kernmodul Sommersemester 2020 / BFL / DSM / 1 vorläufiger Zeitplan
– maximal 30 Studierende / 2. Semester Ba-Architektur / 2 technische Voraussetzungen
– Betreuung: Bernd Rudolf, Martin Schmidt, Roy Müller, Julia Heinemann, Dr. Sabine Zierold, Hagen Höllering, Julius Tischler
– angefragte Partner: LEG-Thüringen / Klassikstiftung Weimar / 3 Realisierungsoptionen

0
Das Auftakt-Picknick am 12. Mai dient der ersten Begegnung im virtuellen Salon mit einer persönlichen Vorstellungsrunde und erläutert die möglichen Zutaten und Rezeptsammlungen aller Betreuenden sowie die zu erhoffenden (Geschmacks-) Erlebnisse. Alle nachfolgenden Picknickszenen resümieren im Wochen-Takt die jeweiligen Erfahrungen aus dem vorangegangenen und erläutern die Erwartung an den jeweils kommenden GRÜNEN SALON.

1
Der erste Stegreif von Martin Schmidt startet mit der Diskussion inspirierender Theorien und den Hintergründen der Parklandschaft und hilft schließlich dem Unsichtbarem zur Sichtbarkeit, indem aufzuspürende Situationen und Orte auf ihre Kontexte und Potenziale mittels fotografischer Methoden hinterfragt werden. /4

2
Der zweite Stegreif von Roy Müller widmet sich auf einer intuitiven Reise der Wahrnehmung und Sammlung Sinneseidrücken und Emotionen während der Naturbeobachtung sowie im Anschluss ihrer nachvollziehbaren Dokumentation durch Mapping und illustrierende Karthographie. Spontane Erlebnisse werden schrittweise zu Erfahrungen verdichtet und in „Sinneskarten“ nacherlebbar aufbereitet. /5

3
Der dritte Stegreif von Julia Heinemann untersucht in strukturierten Wahrnehmungsübungen die Relation von sinnlichen und abstrakten Raumqualitäten und Atmosphären. Mittels gegenständlicher, modellbasierter Interventionen in verschieden Maßstäben werden am konkreten Ort mögliche Nutzungsvisionen erforscht. /6

4
Im vierten Stegreif von Sabine Zierold geht es um den Entwurf eines anregenden Wahrnehmungs­raumes mit gefassten Ausblicken in den Grünraum, der als Kommunikationsver­stärker und Knoten für potentielle Nutzergruppen in übergeordneten Netzwerken agieren kann. Der Raum ist angepasst an Standorte im Park an der Ilm, welche bereits in den vorherigen Stegreifen erforscht wurden und entwickelt unter­schiedliche Situationen und Formate der analogen und digitalen Kommunikation. /7

5
Der fünfte Stegreif von Hagen Höllering diskutiert die ökologische Dimension der Salon-Metapher an Hand einer nachhaltigen Verwendung verfügbarer Ressourcen und erprobt digitale Planungsabläufe gemäß der aktuellen Krisenbedingungen.– Oder um beim Bild des Picknicks zu bleiben: Nachdem die vier vorangegangenen Meisterköche Spitzenrezepte der Haute Cuisine kreiert haben, schauen wir nun mal, was eigentlich noch so im Kühlschrank ist. Daraus machen wir was Überraschendes, Experimentelles, mit Glück etwas Essbares und im besten Falle etwas Schmackhaftes. /8

6
Der sechste Stegreif mit Julius Tischler nimmt sich die Freiheit aus den vorangegangenen Rezepten die Rosinen zu picken und unter der Vorgabe der Verdaubarkeit (Baubarkeit) zu einem finalen GRÜNEN SALON zu fügen. Die Realisierung des bisherigen Planungsstandes kann in drei alternativen Formaten erfolgen: dem Puzzle, dem Staffelbau oder dem individuellen Studio. /9

Die Bearbeitungsform der Stegreife beginnt und endet mit individuellen Beiträgen unter Wahrung der jeweils gültigen Kontaktbeschränkungen. In einem biographischen Log-Buch werden die Stationen der gemeinsamen Reise mit unterschiedlichen Techniken individuell dokumentiert und schließlich in einem finalen Picknick zur Summaery 2020 in dem entstandenen GRÜNEN SALON physisch und oder medial präsentiert. Das Ergebnis ist ein „Künstlerbuch“, das alle Formen kreativer Kulturtechniken in einem Werkstück vereint.

Die Krise als Chance begreifen und das Bewusstsein für die Relevanz des Entwerfens zu stärken ist Anspruch und mögliches Ergebnis des Experimentierens mit Wirklichkeiten im gemeinsamen Denkraum – im GRÜNEN SALON. Wir hoffen damit einen inspirierenden Vorgeschmack auf ein außergewöhnliches Semester gegeben zu haben und freuen uns auf 30 Picknickteilnehmer.

Die Fußnoten zum Projekt:

1 vorläufiger Zeitplan /Inhalt / Betreuung
04. Mai / Projektwahl
05. Mai / Zuteilung / individuelle technischen Voraussetzungen schaffen: Zugang zum Online-Seminar
12. Mai / Auftaktpicknick / Vorstellung / Einführung / Alle
19. Mai / Stegreif Unsichtbares sichtbar machen / Martin Schmidt
26. Mai / Stegreif Kartographieren von Sinneseindrücken und Emotionen / Roy Müller
02. Juni / Stegreif Standortanalysen, Raum-Geometrien an ausgewählten Orten / Julia Heinemann
09. Juni / Stegreif Wahrnehmungs­raum und Kommunikationsver­stärker / Sabine Zierold
16. Juni / Stegreif BIM / über Stille Post zur Bau-Anleitung / Hagen Höllering
23. Juni / Stegreif Baustelleneinrichtung, Puzzle-Montage, Staffelbau oder Salon-Studio / Julius Tischler
30. Juni- 7. Juli / Realisierung / Fertigstellung des persönlichen Logbuches / mediale oder physische Präsentation des gemeinsamen SALONS / Alle

2 Voraussetzungnen
Der digitale Austausch von Informationen findet im Moodle Arbeitsraum „2. Kernmodul: Der grüne Salon“ statt. Technische Voraussetzungen für die Teilnahme ist ein privater Computer, Internetzugang mit Chrome oder Firefox Browser und die Installation eines Logins über VPN-client mittels der zugewiesenen Uni-Mailadresse, um im Online-Seminar über BigBlueButton mitzuwirken. Bei der Bildung von 2er-Teams sollte mindestens ein/e Teilnehmer*in in Weimar anwesend sein. 

3 Realisierungsoptionen
Der GRÜNE SALON ist als Fortsetzung aus dem Ideenpool der Entwürfe des ersten Semesters bis zur Realisierungsreife konzipiert und schließt zukünftige funktionale Widmungen und Partnerschaften (zum Beispiel mit der Klassikstiftung Weimar) ein, sobald die Rahmenbedingungen das erlauben.

4 Themen der fotografischen Erkundungen
Grenzziehung des Unesco-Erbes / Genealogie der Trampelpfade / Porträts alter Bäume / Landschaftsmalerei einer malerischen Landschaft / u.a.m.

5 Programm der Sensibilisierungen
1. Eine Stunde intensive Erkundung des Parkes an der Ilm unter akustischen Störeinflüssen – erste Karte
2. Wiederholung des Weges auf Basis der visuellen Erinnerungskarte vom Vortag – zweite Karte
3. Isolierte Sinneswahrnehmungen – Skizzen und dritte Karte
4. Vergleichende Beobachtung der Beobachtungen

6 Stufen der Applikation
1. Sinnliche Ortserkundung – Aufspüren des Potentials vorgefundener Räume mittels Wahrnehmungsübungen und künstlerischen Protokollierens
2. Modellversuche mit abstrakten Baukörpern – Standort- und Entwurfsanalyse möglicher Interventionen und deren Wirkung auf Ort und Nutzer (Arbeitsmodelle bzw. Studien im M. 1:25)
3. Erzeugen von 1:1 Volumen-Installationen – Bauworkshop in 2er-Teams mittels vorbereiteter, modularer Materialen (fotografische, skizzierende Dokumentation)
4. Untersuchung der Wirkung und Affordance, sowie sich daraus ergebener Entwurfsansätze

7 Wahrnehmungsraum als Kommunikationsverstärker
1. Bildsequenzen zur Nutzungsvision in der Bewegung der Akteure
2. Entwurf des architektonischen Raumes (auf ca. 200 m2 Grundfläche) als Interface / Instrument der Bildproduktion zur Strukturierung von Wirklichkeiten
3. Architektonischer Raum: Öffnung, Wand, Filter, Ausblick, Durchblick, Einblick, ...
4. Interaktions-Möbel: Faltmöbel, Tisch, Sitz, Liege, ...
5. Ereignisplattform: mediale Umgebung, Bildschirm, visuell, auditiv, ...
6. Dokumentation der Vernetzung mit anderen Orten

8 Entwerfen und Planen in der Krise
Nach nur drei Tagen und zwei Nächten wird der Entwurf stehen, der dann im nächsten Schritt zu einer ausführungsreifen Planung verdichtet wird. Parallel baut ein 2-er Team ein konstruktives Arbeitsmodell auf Basis der vorhanden Möglichkeiten.
Der Grundansatz, dass wir nämlich aus dem was da ist, ressourcenschonend und somit höchst nachhaltig etwas tun, bleibt unverändert. Nur der Entwurfs- und Arbeitsprozess wird ein anderer, denn die derzeitige Krise macht etwas mit uns. Wir sind auf digitale Austauschformate beschränkt. Dabei geht viel von nonverbaler Kommunikation verloren. Welche Folgen hat das für den kreativen Prozess in einem einwöchigen BIM Projekt (Babel IModification, bezieht sich auf die babylonische Sprachverwirrung und Kommunikationshemmnisse, aber natürlich auch auf das irgendwie vernetzte Arbeiten an einem gemeinsamen Entwurf)? Was kommt raus, wenn man anstatt gemeinsam über den Plan gebeugt zu diskutieren, den Entwurfsprozess entkoppelt und zeitlich und personell versetzt?
Wir geben dabei den Prozess ein Stück weit aus der Hand und trainieren Kommunikation und Entwurf auf Distanz. Der Entwurf dreht iterative Schleifen innerhalb der Planungsgruppe. Jeder darf weiterentwickeln, verändern, verwerfen, hinzuskizzieren, neue Ansätze in den Raum werfen, auf Schwierigkeiten hinweisen, aber das Aktionsfenster ist beschränkt, außerhalb des eigenen Aktionsfensters ist man passiver Beobachter. Nach 6 Tagen haben wir noch nicht die Welt erschaffen, aber wir haben im besten Fall einen Plan und ein improvisiertes Arbeitsmodell.

9 Realisierungsoptionen
Das SALON-Puzzle wird in seinen Einzelbauteilen am heimischen Herd vorbereitet und anschließend zusammen gefügt.
Das SALON-Studio ist eine alternative Existenzform des GRÜNEN SALONS in der das eigene WG-Zimmer zum Baufeld wird und eine Studio-Kulisse mit allen vorhandenen Materialien und Geräten 1:1 umsetzt und in den gemeinsamen virtuellen Raum sendet.
Der Staffelbau erzeugt eine Kette von Arbeitsschritten, die jeweils in den nächsten münden. Nach der Übergabe vom Material, Bauteilen und Werkzeugen reagiert das Nachfolger- auf das Vorgängerteam trägt seinen Teil zum wachsenden GRÜNEN SALON bei.


MUSIK.PAVILLON

Pavillon im Hauptbahnhof Weimar. Foto: Tobias Adam.

DIE BESTEN 10 MINUTEN!

Im Rahmen eines durch die EU geförderten Projektes ist eine wandlungsbereite mobile Mikroarchitektur für öffentliche Räume zu entwerfen, die den drei berühmten Komponisten (CLARA SCHUMANN, EDVARD GRIEG, MIKALOJUS CIURLIONIS) gewidmet ist. Die drei Protagonisten eint eine Kariere prägende Studienzeit am Leipziger Konservatorium sowie ausgedehnte Konzertreisen durch Europa.

Potenzielle Standorte sind in Transiträumen aktueller Reisearchitekturen zu analysieren, um daraus die Kriterien der Wahrnehmung und Realisierung zu präzisieren. Eine wechselnde mediale Bespielung sollte in den räumlichen Angeboten gestaltprägend berücksichtigt werden. 

Mit potentiellen internen und externen Partnern sind strategische und operative Abstimmungen notwendig die den Entwurfs- und Umsetzungsprozess maßgeblich bestimmen. Eine Realisierung ausgewählter Projekte ist durch eine gemeinsame Werkstattarbeit zu organisieren und im Rahmen der zur Verfügung gestellten Mittel zu ermöglichen.

Ein Einstieg in die schrittweise zu qualifizierende Entwurfsarbeit bietet die kritische Reflexion der Entwurfsergebnisse des ersten Semester im Ba-Architektur-Studiengang.

2. KERNMODUL / Ba-Architektur, TEILNEHMER: 5 Studierende

BETREUUNG: Professur Bauformenlehre, Prof. Bernd Rudolf, Dr. Luise Nerlich und Professur Darstellungsmethodik, Dipl.-Ing. Hagen Höllering.

PARTNER: Notenspur Leipzig e.V., Prof. em. Dr. Eszter Fontana

Der Musikpavillon geht auf Tour!

Deutschland
– „Summaery“ an der Bauhaus-Universität Weimar im Hauptbahnhof Weimar 06.07.1919 bis 10.07.2019 (Prototyp)
– Hauptbahnhof Weimar vom 19.09.2019 bis 15.11.2019
– Flughafen Leipzig vom 18.11.2019 bis 10.01.2020
– Hauptbahnhof Chemnitz vom 11.01.2020 bis 10.02.2020
– Hauptbahnhof Leipzig vom 12.02.2020 bis 01.03.2020 (Midisage am 20.02.2020)

Litauen
– Bahnhof Varė vom 06.03.2020 bis 28.03.2020 
– Bahnhof Vilnius vom 31.03.2020 bis 18.04.2020 
– Bahnhof Kaunas vom 21.04.2020 bis 09.05.2020 
– Bahnhof Plungė vom 12.05.2020 bis 30.05.2020 
– Bahnhof Klaipėda vom 02.06.2020 bis 21.06.2020

CAMPUS – BAUHAUS: SUMMAERY.PAVILLONS

GIB MIR EIN B!

Für die Summaery 2019 sind modulare Funktionsbausteine zu entwerfen, die das kreative Milieu der Bauhaus-Universität durch ergänzende Mikroarchitekturen am Campus  repräsentieren und die etablierten Muster der Kommunikation während der Sommerausstellung im Freiraum unterstützen. Bühne, Bar und Bänke sind in einen B-Plan zu integrieren, um damit die Ausstellungsorte der Fakultäten miteinander zu verknüpfen sowie eigenständige Kommunikationsorte zu generieren.

Ausstellungsprojekte aus den Fakultäten, die auf ausgewiesenen Spielflächen platziert werden sollen sind im Gesamtbild des Campus zu berücksichtigen und in geeigneter Weise mit architektonischen Mitteln zu rahmen. Dafür ist sowohl eine belastbare Potentialanalyse des Campus zu erstellen, als auch der Bedarf an zu gestaltenden Prozessen der Kommunikation zu ergründen.

Mit potentiellen internen und externen Partnern sind strategische und operative Abstimmungen notwendig die den Entwurfs- und Umsetzungsprozess maßgeblich bestimmen. Eine Realisierung ausgewählter Projekte ist durch eine gemeinsame Werkstattarbeit zu organisieren und mittels einzuwerbendem Sponsoring zu ermöglichen.

Ein Einstieg in die schrittweise zu qualifizierende Entwurfsarbeit bietet die kritische Reflexion der Entwurfsergebnisse des ersten Semester im Ba-Architektur-Studiengang.

2. KERNMODUL / Ba-Architektur, TEILNEHMER: 15 Studierende

BETREUUNG: Professur Bauformenlehre, Prof. Bernd Rudolf, Dipl..-Ing. Julia Heinemann und Professur Darstellungsmethodik, Dr. Sabine Zierold.

BAUHAUS.OASEN 2.0

Der Pavillon auf dem Theaterplatz in Weimar Foto: Gerrit Müller-Scheessel

Dem zu erwartenden Informations­bedarf gegenüber dem Bauhaus soll im Jubiläumsjahr 2019 mit temporären Installationen im Stadtraum an relevanten Orten begegnet werden: potenzielle Standorte sind diejenigen, die mit dem Staatlichen Bauhaus in Weimar in Beziehung standen, wie die Wirkungs-, Wohn- oder Repräsentationsorte der ehemaligen Bauhäusler sowie die aktuellen Adressen der Bauhaus-Universität Weimar:

Der Parkplatz in der Geschwister-Scholl-Strasse, die Harry-Graf-Kessler Kunsthalle am Goetheplatz, das Tempelherrenhaus, der Platz der Demokratie, das Haus Am Horn und  die Kirche in Gelmeroda und diverse Orte des Aufenthaltes am Feininger-Rad-Wander-Weg.

Auf Basis der gestalterischen Varianten diverser Mikroarchitekturen aus dem Wintersemester 2017/18 werden nach kritischer Reflexion Ansätze für neue Entwurfskonzepte erzeugt, die im Prozess schrittweiser Verschmelzung zu prototypischen Lösungen zusammengeführt werden. Für ausgewählte Konzepte werden Muster 1:1 experimentell in der Werkstatt erprobt und zur Summaery an den betreffenden Orten präsentiert. 

Betreuung Professur Bauformenlehre: Prof. Dipl.-Designer Bernd Rudolf, Dipl.-Ing. Julia Heinemann, Dr.-Ing. Luise Nerlich, Dr.-Ing. Sabine Zierold

Gellenkirche Hiddensee – Ein musischer Erlebnisort

Gellen.Hiddensee – dem Himmel ein Ort – Foto: Klaus Nerlich

In Erinnerung an die ehemalige Gellen-Kirche auf der Insel Hiddensee soll in der Nähe zu deren ursprünglichem Standort ein temporärer Erlebnisraum etabliert werden, der die Naturwahrnehmung mit individuellen und gemeinschaftlichen musischen Erlebnissen anreichert. 

Grundlage dafür ist eine kritische Reflexion der Entwurfsergebnisse des ersten Semesters, die mit alternativen entwurfsmethodologischen Strategien hinterfragt werden. Optimierungskriterien sind dabei das Wandlungspotential der temporären Mikroarchitektur in verschiedenen Synchronitäten, Materialresistenz, Montagefreundlichkeit, Naturnähe, Nachhaltigkeit dank einer Einbettung in existierende Kreisläufe und ein schonender Umgang mit allen Ressourcen. Aufmerksamkeit und Verträglichkeit relevanter Ereigniskulturen, die Berücksichtigung differenzierter Nutzergruppen und deren Schnittmengen, Anschlussfähigkeit an bestehende Nutzungsmuster des Ortes u.a.m. dienen dem schrittweisen Entwurfsfortschritt bis zur Realisierungsreife.

Erwartetes Resultat ist ein Prototyp im Maßstab 1:1, der im Rahmen der Summaery präsentiert werden soll. Dafür sind u.a. auch Strategien und Quellen der Finanzierung zu ergründen. Eine anschließende Umsetzung zum ausgewählten Standort auf Hiddensee ist im Folgenden vorgesehen.

Betreuung: Professur Bauformenlehre, Prof. Dipl.Ing. Dipl.Des. Bernd Rudolf und Dr.-Ing. Luise Nerlich

Zwei Exkursionen nach Hiddensee sind geplant. Die erste führt vom 29.4 bis 5.5 nach Kloster und erkundet die kulturhistorische und ökologische Entwicklung der Insel sowie aktuelle Inspirationsquellen für die Erlebnisarchitektur. Eine Präsentation vor dem Kunst- und Kulturausschuss der Gemeinde in der Kirche von Kloster ist verabredet.

 

 

Team der Schlemmerinseln_Foto: Tobias Adam

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