Master_Seminar

Seminar_Architektur und Gesundheit

foto: luise nerlich

„Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ So definiert die WHO Gesundheit seit ihrer Gründung 1948. Architektur hat Einfluss auf unser Wohlergeben in diesem Sinn, im Negativen wie auch im Positiven. Das wird offensichtlich, sobald man die Faktoren betrachtet, die uns gesund halten oder eben krank machen, wenn sie nicht vorhanden sind:

Zum Beispiel: Gute tragfähige Beziehungen zu anderen Menschen – Ein positives Selbstwertgefühl – Das Gefühl von Kontrolle und Selbstwirksamkeit – Regeneration und Entspannung im Gegensatz zu Stress – Angenehme Sinneserlebnisse – Bewegung

Manchmal ist der Einfluss, den Architektur hier haben kann, ganz direkt, so etwa bei stressenden oder regenerierenden Umweltfaktoren. Manchmal ist der Einfluss indirekt, beispielsweise wenn Architektur über ihre Gestaltung Einfluss auf die Qualität von sozialen Interaktionen nimmt. Kausal ist er immer, nachweisbar und nachvollziehbar. Ausgangspunkt und Zielpunkt dieses Seminars ist das menschliche Wohlergehen. Zunächst wird aufgezeigt, von welchen Faktoren es abhängt und wie diese mit Architektur zusammenhängen. Danach werden architektonische Anwendungsbeispiele in den unterschiedlichsten Kontexten besprochen und praktische planerische Folgerungen erarbeitet. Die Teilnehmenden, die das Seminar als Begleitseminar zum Entwurf belegen, vertiefen einen der Anfangsimpulse, wenden ihn auf den eigenen Entwurf an und präsentieren ihn am eigenen Entwurf. Die anderen Teilnehmenden wählen einen eigenen Schwerpunkt, zu dem sie einen kurzen Vortrag halten: so beispielweise: Raum und Identität / Krankenhausarchitektur / Architektur, Gesundheit und sozioökonomischer Status / Architektur im Kontext von Demenz / Biophilic architecture / Architektur für Menschen mit psychischen Störungen usw.

Das Seminar wird von Frau Abel abgehalten. 

Das Wissenschafts- und Fachdidaktikmodul „Architektur und Schule“ gibt Einblick in das Themenfeld der Architekturvermittlung. Ziel ist, Strategien zur Aneignung von Architektur kennen zu lernen, praktisch im Workshop-Format zu erproben und auf die jeweiligen Fächerdisziplinen zurückführen.

Innerhalb des Moduls werden Konzepte für Workshops erarbeitet, die z.B. im Rahmen von Symposien zur Architekturvermittlung und deren Forschung durchgeführt werden.

Seminarleitung:

Ines Escherich, Fakultät Gestaltung und Yvonne Graefe, Fakultät Architektur und Urbanistik

 

 

Seminar_Licht im Raum

Den verfügbaren Technologien folgend, reflektiert der Einsatz von Licht wissenschaftliche und kulturelle Erscheinungen. Hierbei ermöglicht eine Annäherung an die Zusammenhänge von Licht, Technologie und Wahrnehmung gezielte Bewertungen und Entscheidungen in raumbildenden Gestaltungsvorgängen. Seminare zu Geschichte und Theorien der Lichtanwendungen zielen auf die Bildung einer Position zu Licht und Raum. Seminare zu Lichttechnik und Lichtsystemen schaffen im Weiteren die Grundlage bewusster Integration von Licht im architektonischen Entwurfsprozess.

Im Rahmen der Seminare sollen zu nachstehenden Themen Kenntnisse vermittelt werden: 

1. Geschichte und Theorien der Lichtanwendungen

2. Zusammenhänge und Bewertungen von Strahlung, Licht und Optik

3. Lichttechnische Belange in den Prozessen der visuellen Wahrnehmung

4. Technische Grundlagen von Lichtsystemen (Leuchtmittel, Leuchten, Betriebstechnik, Lichtsteuertechnik)

5. Aspekte der technischen und technologischen Integration von Licht in Raumkonzepte

In einer begleitenden Arbeit sind die vermittelten Grundlagen nachvollziehbar anzuwenden. Exemplarisch werden hierbei die Aspekte des Verhältnisses von Licht und Raum analysiert und Lösungen zu gestellten Wahrnehmungsaufgaben erarbeitet. Das Seminar Licht im Raum kann mit dem Seminar Licht und Planung kombiniert werden. Beide Seminare ergänzen sich gegenseitig.

Seminarleitung: Dr.-Ing. Christian Hanke

Seminar_Licht und Planung

Im Spannungsfeld zwischen architektonischer Gestaltung und grundlegenden Konventionen im Umgang mit Licht entscheidet sich im Prozess der Lichtplanung die Wahrnehmung des Raumes maßgebend. Dabei stellt Kunstlicht für den Architekten oft ein unverzichtbares Werkzeug dar.

Das Seminar soll anhand zu planender Beispiele Grundlagen im Umgang mit einem  Programm zur Lichtberechnung im Innen- und Außenraum vermitteln. Vorab werden die in der Planung von Licht verwendeten Begriffe und die einzelnen Tätigkeitsfelder erläutert, Darstellungsformen aufgezeigt sowie Möglichkeiten und Werkzeuge der Bewertung von Lichtplanungen diskutiert. Es wird ein Überblick über die geltenden Normen und Richtlinien sowie den Umgang mit ihnen gegeben.

1. Tätigkeitsfelder der Lichtplanung

2. Darstellung von Lichtplanungen

3. Bewertung von Lichtplanungen, Messtechnik und -technologien

3. Normen und Richtlinien

5. Lichtplanungen für den Innenraum

6. Lichtplanungen für den Außenraum

 

Bestandteil des Seminars ist eine eigenständig zu bearbeitende Aufgabe. Das Seminar Licht und Planung kann mit dem Seminar Licht im Raum kombiniert werden. Beide Veranstaltungen ergänzen sich gegenseitig.

Seminarleitung: Dipl.-Ing. Timo Riechert