D–LAB, Geschwister-Scholl-Straße 13, Raum 105
99423 Weimar
E-Mail: michael.braun[at]uni-weimar.de
Sprechstunden: Nach Vereinbarung per E-Mail
Dr. Michael Braun ist Postdoktorand an der Professur Designtheorie und Designforschung der Bauhaus-Universität Weimar und innerhalb der Wissenschaftlichen Lehrgebiete der Fakultät Kunst und Gestaltung angesiedelt. Als Designwissenschaftler und Produktdesigner arbeitet er an der Schnittstelle von Designtheorie, Designgeschichte, materieller Kultur sowie digitalen Entwurfs- und Fertigungstechnologien. Sein Forschungs- und Lehrschwerpunkt liegt auf digitaler Handwerklichkeit und der Frage, wie handwerkliche Wissensformen, materielle Erfahrungsprozesse und prozessuale Entwurfslogiken unter den Bedingungen digitaler Gestaltung beschrieben, reflektiert und methodisch produktiv gemacht werden können.
Seine Arbeit verbindet designhistorische und designtheoretische Perspektiven mit experimentellen, materialbasierten und computergestützten Entwurfsprozessen. Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf digitaler Kultur, Computational Design, digitaler Fabrikation, kreativer Robotik und prozessbasierten Entwurfsmethoden. Dabei untersucht er, wie digitale Entwurfs- und Fertigungsprozesse nicht allein über Kontrolle, Präzision und Wiederholbarkeit beschrieben werden können, sondern ebenso über Rückkopplung, Abweichung, Materialverhalten und gestalterische Entscheidungsprozesse. Im Zentrum steht die Frage, wie aus dem Zusammenspiel von digitalen Modellen, technischen Verfahren und materieller Realisierung neues Gestaltungswissen entstehen kann.
Seit 2018 ist Michael Braun in Lehre und Forschung an der Fakultät Kunst und Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar tätig. Seine Lehrformate verbinden theoretische Grundlagen mit anwendungsorientierten und experimentellen Zugängen. Sie thematisieren historische und gegenwärtige Entwicklungen der Gestaltung sowie die kulturellen, technologischen und materiellen Bedingungen von Design — von designhistorischen und designtheoretischen Fragestellungen über digitale Kultur und Entwurfsmethodik bis hin zu Computational Design, robotischen Entwurfsprozessen und digitaler Fabrikation. Ein besonderes Anliegen seiner Lehre ist es, Studierenden unterschiedlicher Disziplinen Zugänge zu reflektierter Gestaltungspraxis, wissenschaftlichem Arbeiten und materialexperimentellen Forschungsprozessen zu eröffnen.
Michael Braun studierte Produktgestaltung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden sowie Nachhaltige Produktkulturen an der Bauhaus-Universität Weimar. Er promovierte an der Bauhaus-Universität Weimar mit einer Arbeit zu den Potenzialen digitaler Handwerklichkeit. Die 2025 abgeschlossene und publizierte Dissertation untersucht am Beispiel robotischer Porzellanextrusion, wie digitale Entwurfs- und Fertigungsprozesse nicht ausschließlich durch Präzision, Wiederholbarkeit und Kontrolle bestimmt sind, sondern ebenso durch materielle Rückkopplung, Abweichung und Prozessualität. In diesem Zusammenhang entwickelte er den methodischen Ansatz des Deviation-Driven Design, der Abweichungen zwischen digitaler Intention und materieller Realisierung nicht als bloße Fehler, sondern als konstitutive Bestandteile des Entwurfsprozesses begreift.
Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit ist Michael Braun in den Aufbau experimenteller Forschungsinfrastrukturen eingebunden, insbesondere im Bereich robotischer und digitaler Fabrikation. Er ist an der Konzeption interdisziplinärer Lehr- und Forschungsformate beteiligt und arbeitet in drittmittelgeförderten Projekten zu digitalen, robotischen und handwerksbezogenen Transformationsprozessen mit. Zu seinen Publikationen zählen Beiträge zu Designgeschichte, digitaler Kultur, materiellen Praktiken und zeitgenössischen Entwurfsprozessen.
Designtheorie, Designforschung, Designgeschichte, digitale Handwerklichkeit, materielle Kultur, digitale Kultur, Entwurfsforschung, Research through Design, epistemische Praktiken des Entwerfens, Entwurfsmethodologie, prozessuale Gestaltung, Abweichung als Erkenntnismoment, Deviation-Driven Design, Tacit Knowledge, Material Agency, Computational Design, digitale Fabrikation, kreative Robotik, Mensch-Technik-Relationen, experimentelle Materialpraxis, Produktdesign
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