Christina Giesa hat eine Alternative zu konventionellen Snack-Verpackungen entwickelt. (Foto: Christina Giesa)
Christina Giesa hat eine Alternative zu konventionellen Snack-Verpackungen entwickelt. (Foto: Christina Giesa)
Die Skateboardachse aus dem 3D-Drucker von Alan Hatlapa wurde mittels Galvanisierung mit Kupfer beschichtet. (Foto: Alan Hatlapa)
Die Skateboardachse aus dem 3D-Drucker von Alan Hatlapa wurde mittels Galvanisierung mit Kupfer beschichtet. (Foto: Alan Hatlapa)
Erstellt: 06. Juli 2017

»Synopsis« – Produkt-Design-Absolventen und -Absolventinnen präsentieren Abschlussarbeiten

Unter dem Titel »Synopsis« stellen die Bachelor- und Master-Absolventen der Fakultät Kunst und Gestaltung vom 13. bis 16. Juli 2017 ihre Design-Abschlussarbeiten vor. Im Rahmen der summaery2017 werden Projekte aus unterschiedlichsten Bereichen des Produkt-Designs zu sehen sein: Neben Metallbeschichtetem aus dem 3D-Drucker können die Gäste der Jahresschau unter anderem neuartige Verpackungen fürs Essen unterwegs kennenlernen.

»Die Ausstellung zeigt vor allen Dingen eines: dass die Suche nach Originalität nicht über eingetretene Pfade führt, sondern das Resultat eines langen Prozesses gelungener und missglückter Experimente und ständiger Reflexion ist«, so die Kuratoren der Ausstellung. Christina Giesa hat sich in ihrer Bachelorarbeit beispielsweise mit dem Thema »Lebensmittelverpackungen« beschäftigt und eine Alternative zu konventionellen Snack-Verpackungen geschaffen. Ihr Entwurf »Essen unterwegs.Verpackungen« besteht aus einer Box und faltbaren Behältern, in denen Speisen von zu Hause oder aus einem Imbiss mitgenommen werden können. Ein abschließender Deckel aus Holz kann als Teller oder Schneidebrett verwendet werden. Die Behälter sind wiederverwendbar und spülmaschinenfest.

Alan Hatlapa hingegen konzentrierte sich auf das Feld des Rapid Prototyping – mittlerweile eine feste Größe innerhalb des Designprozesses. Er kombinierte die Technik des 3D-Drucks mit Galvanotechnik und schuf so Hybridobjekte aus metallbeschichtetem Kunststoff, die aus klassisch industrieller Sicht ungewöhnlich sind. Durch das Beschichten einer Kunststoffoberfläche mit Kupfer entwickeln seine Designs eine ganz eigene Ästhetik. So ähnelt die Achse eines Skateboards einer organisch gewachsenen Koralle. Der Vorgang des Galvanisierens beschränkte den Nachwuchs-Designer auch im Formfindungsprozess: die Beschichtung zwang ihn beispielsweise dazu, auf scharfe Kanten und kleine Hohlräume zu verzichten. »In meiner Abschlussarbeit ging es mir darum zu zeigen, dass ein kleiner Ausflug in ein fachfremdes Gebiet – in diesem Fall die Elektro-Chemie – helfen kann, Neues zu erschaffen«, so Hatlapa über seine Arbeit.

Auf der Website zur Ausstellung sind weitere Abschlussarbeiten und detaillierte Informationen abrufbar: www.uni-weimar.de/en/art-and-design/studies/produkt-design-product-design/abschlussarbeiten-produkt-design/synopsis/

»Synopsis« – Ausstellung von Produkt-Design-Abschlussarbeiten
13. – 16. Juli 2017

Vernissage:
Donnerstag, 13. Juli 2017, 18 Uhr

Ort:
Fakultät Kunst und Gestaltung
Geschwister-Scholl-Straße 7, Raum 116, 99423 Weimar

Für Rückfragen steht Ihnen gern Romy Weinhold, Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der Fakultät Kunst und Gestaltung, telefonisch unter +49 / 36 43 / 58 11 86 oder per E-Mail an romy.weinhold@uni-weimar.de zur Verfügung.