Studierende und Alumni der Bauhaus-Universität Weimar präsentieren sich im Rahmen der Ausstellung »Materealität. Über Transformationen des Greifbaren« in der Erfurter Galerie Waidspeicher. (Foto: Andrea Karle)
Studierende und Alumni der Bauhaus-Universität Weimar präsentieren sich im Rahmen der Ausstellung »Materealität. Über Transformationen des Greifbaren« in der Erfurter Galerie Waidspeicher. (Foto: Andrea Karle)
Wer schaut hier wen an? Beim Blick in Luisa Schnicker de Pizas Objekt wird der Betrachter zum Betrachteten. (Foto: Franziska Burkhardt)
Wer schaut hier wen an? Beim Blick in Luisa Schnicker de Pizas Objekt wird der Betrachter zum Betrachteten. (Foto: Franziska Burkhardt)
Bei Fernanda Caicedo schaffen Bewegung und Licht farbige Reflexionen und beleben den Waldboden. (Foto: Franziska Burkhardt)
Bei Fernanda Caicedo schaffen Bewegung und Licht farbige Reflexionen und beleben den Waldboden. (Foto: Franziska Burkhardt)
Erstellt: 09. Januar 2018

Ausstellung »Materealität« zeigt studentische Arbeiten aus Weimar

Vom 13. Januar bis zum 4. März 2018 präsentiert die Professur Multimediales Erzählen der Bauhaus-Universität Weimar in der Galerie Waidspeicher die Ausstellung »Materealität. Über Transformationen des Greifbaren«. Studierende und Alumni der Studiengänge Medienkunst/Mediengestaltung und der Freien Kunst hinterfragen in verschiedenen künstlerischen Formaten die Rezeptionsgewohnheiten von digitalen und analogen (Bewegt-)Bildwelten. Besucherinnen und Besucher werden durch das In-Bewegung-Setzen oder Bedienen der Werke aktiv in die Ausstellung involviert.

Durch digitale Transformationsprozesse finden technischer Wandel, virtuelle Welten und digitale Informationsverarbeitung Eingang in unsere moderne Gesellschaft und nicht zuletzt in unseren Alltag. Diese Entwicklung nehmen die Künstlerinnen und Künstler zum Anlass, im Rahmen der Ausstellung digitale Prozesse in das Greif- und Begreifbare zu übersetzen und die Unmittelbarkeit des Materials in unserem von virtuellen Repräsentationen geprägten Lebenswelten zu untersuchen, zu unterlaufen und ironisch zu kommentieren. Haptik und Körperlichkeit werden so zu zentralen Momenten der künstlerischen Auseinandersetzung. 

Mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler sind an der Ausstellung beteiligt, die sich über beide Stockwerke der Erfurter Galerie erstreckt. Neben Filmen werden Installationen, Projektionen und Objekte zu sehen sein. Die Alumni Nils Andersen und Sabina Kim beispielsweise zeigen ihre Video-Mapping Installation »Cycling Society«, die auf einer Projektionsfläche in Form eines Möbiusbandes, ein kreisförmig verbundenes und um 180° verschränktes Band, einen Querschnitt durch die Entwicklung der Konsumgesellschaft collagiert. Die Technik der Montage spielt auch in Andreas Grahls Arbeit »Universum 2 – Ein Universum existiert ohne Sinnfrage« eine zentrale Rolle, ebenso wie das Moment der Bewegung: Durch das Bedienen des Schalters lässt Grahl den Ausstellungsbesucher aktiv werden, der durch das Einschalten eines Laubbläsers dessen absurde Mikrowelt in einem umfunktionierten Plastikrohr zum Leben erweckt.

Die Ausstellungseröffnung wird vom AudioLAB musikalisch begleitet. Eine aufwändige multimediale Klangperformance wird zum ersten Mal unter der Leitung von Teresa Carrasco, Künstlerische Mitarbeiterin der Professur Elektroakustische Komposition und Klanggestaltung, zusammen mit ihren Studierenden aufgeführt werden.

Interessierte sind herzlich zur Vernissage am Samstag, 13. Januar 2018, 19 Uhr, in die Galerie Waidspeicher in Erfurt eingeladen.

»Materealität. Über Transformationen des Greifbaren«
14. Januar bis 4. März 2018
Galerie Waidspeicher, Michaelisstraße 10, 99084 Erfurt
www.galerie-waidspeicher.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr

Vernissage:
Samstag, 13. Januar 2018, 19 Uhr
Galerie Waidspeicher, Michaelisstraße 10, 99084 Erfurt

Einführung:
Susanne Knorr, Kuratorin der Kunstmuseen der Stadt Erfurt

Musik:
Teresa Carrasco und das AudioLAB, Bauhaus-Universität Weimar

Begleitprogramm:
Kuratorinnenführungen am Dienstag, 6. Februar, 16.30 Uhr und Sonntag, 4. März, 11 Uhr
Talk mit Linda Schumann und Künstler und Künstlerinnen der Ausstellung am Dienstag, 13. Februar, 18 Uhr

Ansprechpartnerin:
Für Fragen steht Ihnen Aline Helmcke, Gastwissenschaftlerin an der Professur Multimediales Erzählen zur Verfügung: aline.helmcke[at]uni-weimar.de, Telefon: 03643/583608