»Planet Uncanny: Redistributing Subjectivities across Technology, Nature, and Society«
Rückblick auf die internationale transdisziplinäre Konferenz und Ausstellung im Bauhaus-Museum Weimar
Sind KI-Assistent*innen wie Siri oder Alexa so etwas wie Personen? Haben Sprachmodelle wie ChatGPT (Selbst-)Bewusstsein? Und können wir die globalen Dynamiken unserer Zeit – von Digitalisierung bis Klimakrise – noch steuern, oder haben sie sich längst verselbständigt?
Diesen Fragen gingen von Montag, 01. Dezember bis Montag, 08. Dezember die Konferenz und Ausstellung »Planet Uncanny« im DFG-Forschungsprojekt »Animismus/Maschinismus« am Bauhaus-Museum Weimar nach. Durch die enge Verknüpfung von Medienwissenschaft, Philosophie und künstlerischer Praxis öffnete sie einen Raum, in dem Forschung, Kritik und gesellschaftlicher Dialog ineinandergriffen.
Der Titel »Planet Uncanny« benennt dabei das Unbehagen, das viele Entwicklungen der Gegenwart begleitet, beschreibt Prof. Dr. Henning Schmidgen: Chatbots im Alltag, Polarisierung im Diskurs, Klimakrise.
Auch der Ort war bewusst gewählt: das Bauhaus-Museum der Klassik Stiftung Weimar – als öffentlicher Raum, der Austausch über Fachgrenzen hinaus ermöglicht.
Ein Highlight der Veranstaltung: die Keynote der Literatur- und Medienwissenschaftlerin Katherine Hayles, deren Arbeiten den Diskurs seit den 1990ern prägen. Und: eine raumgreifende Installation, die an Freuds Motive des Unheimlichen anknüpft und Kunst und Wissenschaft verbindet.
Was bleibt nach der Tagung und Ausstellung? »Wir als Forschungsgruppe wünschen uns eine Reflektion dazu, dass unsere technologischen Errungenschaften traditionelle Vorstellungen von Subjektivität infrage stellen und die ökologische Krisen die Grenze zwischen Kultur und Natur verschieben«, so die Projektbeteiligten. Animistische Perspektiven können neue Wege eröffnen, das Verhältnis von Menschen, Maschinen und nicht-menschlichen Lebensformen zu denken.
Das Forschungsprojekt »Animismus/Maschinismus« (Leitung: Schmidgen, Schönher, Brockmann, Selivanova) verfolgt die These, dass die westliche Welt zunehmend animistische Züge annimmt.







































































