Metaphern

Metaphern: Konzeptionelle Konsistenz (Cross domain mapping)

Vorbereitungsseminar Südländer 05, mit Exkursion März 2017

 

„Designing a product is designing a relationship“

Steve Rogers

„Mallarme: It isn’t ideas I’m short of… I’ve got too many“ said Degas. “But Degas,” replied Mallarmé, “you can’t make a poem with ideas. … You make it with words.“

 

In diesem Sinne lässt sich der Entwurfsprozess als eine (erfolgreiche) Übersetzung von Ideen zu Wörtern, vom Konzept zum Objekt, interpretieren.

 

Im Bereich Architektur trägt uns der Entwurfsprozess von einem anfänglichen abstrakten Konzept (oder mehreren Konzepten) zu einem physikalischen Objekt, oder konstruierten Objekt – einem Gebäude. Konzeptionelle Konsistenz ist unsere Methode die Qualität der Übersetzung zu definieren, um das Wesentliche des Konzeptes nicht in der Übersetzung zu verlieren (“lost in translation”).

 

Die Qualität des zugewiesenen Verhältnisses zwischen abstrakten/ konzeptionellen Parametern und wahrnehmbaren/ konstruierten Parametern verstehen wir als konzeptionelle Konsistenz. Die Konsistenz verweist auf die Stringenz des einmal zugewiesenen Verhältnisses.

 

Der Prozess das Verhältnis der Parameter zu definieren verlangt eine stetige Aufmerksamkeit gegenüber den Transkriptionsbeanspruchten Qualitätsmerkmalen, und eine konstante Überprüfung ihrer Korrespondenz zum gebauten Objekt, durch Technologie und schliesslich dem Detail.

Das Verhältnis der Parameter kann mit dem Vokabular des Militärs – Strategie und Taktik – verdeutlicht werden: Die Wahl des Konzeptes ist eine strategische Wahl um langfristig Ziele zu erreichen; die Wahl der Technologie, des Materials und des Details ist eine taktische Wahl, die eingesetzt wird, um die strategischen Ziele zu erreichen.

 

Jede/r gute/r Architekt/in sollte ein intuitives Verständnis von konzeptioneller Konsistenz besitzen.

 

Das Seminar dient zur Vorbereitung auf den Südländer 05 – Entwurf im Sommersemester 2017.

Im März 2017 wird bereits eine Exkursion nach Chile stattfinden.

Mit Universitäten aus Chile, Argentinien und Uruguay werden wir uns einem denkmalgeschützten Objekt annehmen. Es gilt die länderspezifischen Techniken und Denkweisen im Bezug auf Bauen im Bestand abzugleichen. Metaphern werden in der Konzeption gemeinsam entwickelt.

 

Wer an dem Seminar teilnimmt, bestätigt damit sein Interesse ebenfalls an der Exkursion und am Entwurf SS17 teilzunehmen.

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