Durchgängigkeit & Habitatmodellierung von Fließgewässern

Allgemeines zum Fernkurs Durchgängigkeit und Habitatmodellierung von Fließgewässern (WW46)

Im Wintersemester (ungerades Jahr) bieten wir den Kurs Durchgängigkeit und Habitatmodellierung von Fließgewässern mit 16 Leistungspunkten an.

Beginn des Kurses ist jeweils Mitte Oktober. Die Fernstudienphase wird bis Mitte März andauern. In dieser Zeit erhalten die Studierenden im 14-tägigen Rythmus Studienunterlagen zugesandt und Online zur Verfügung gestellt. Die Bearbeitungszeit beträgt je nach Person zwischen 10 und 20 Stunden wöchentlich. 

In Weimar wird die Präsenzphase stattfinden. Diese beinhaltet Vorlesungen, Seminare, eine Fachexkursion und die Fachprüfung. Mit dem Ende der Präsenzphase erhalten die Studierenden ihr Zertifikat von der Bauhaus-Universität Weimar zur Bestätigung der erfolgreichen Teilnahme am Kurs. Der Kurs ist Teil des Masterstudiums Wasser und Umwelt.

Der Fernkurs ist mit der Bildungsprämie des Bundes (www.bildungspraemie.info) finanzierbar.

Die Teilnahmegebür zum Kurs beträgt inklusive Semesterbeitrag 941,80 Euro. Die Anmeldung erfolgt über das Sekretariat Wasser und Umwelt (siehe Kontakt) oder über das Anmeldungsformular.

 

Informationsunterlagen zum Download
Beschreibung | Gliederung Schnupper-PDF | Buch-PDF
Qualifikationsziele

Es werden vertiefte Kompetenzen ausgebildet und erworben, die zur schrittweisen und systematischen Planung, Ausführung und Kontrolle von Maßnahmen zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Gewässern einerseits bzw. der Nutzung neuerer Ansätze für die Prozesssimulationen in aquatischen Ökosystemen andererseits befähigen.

Es werden Kenntnisse über die Biologie und die Bedeutung der Migration von Fischen und Gewässer bewohnenden Wirbellosen vermittelt und vertiefte Fachkompetenzen zur Errichtung von Wanderhilfen (verschiedene Typen naturnaher und technischer Anlagen, ihre hydraulische Dimensionierung sowie die Kontrolle der Funktionsfähigkeit) ausgebildet.  Es werden Fachkompetenzen ausgebildet, um natürliche oder durch menschliche Einflussnahme hervorgerufene Veränderungen ökologischer Systeme zu untersuchen und durch die Betrachtung entsprechender Habitatmodelle von Gewässersystemen die Eignung von Teilbereichen als Lebensraum zu ermitteln bzw. vorherzusagen. Ein wesentliches Lernziel ist die Ausbildung- auf dem noch jungen Arbeitsgebiet - der Handhabung und Nutzung numerischer Hilfsmittel.

Lehrinhalte

WW 46.1 Durchgängigkeit von Fließgewässern

Bedeutung der Durchgängigkeit, Wanderungen der Organismen; Wiederherstellen der Durchgängigkeit – Wanderhilfen; Anforderungen an funktionsgerechte Wanderhilfen; Funktions­kontrolle

WW 46.2 Habitatmodellierung von Fließgewässern

Konzepte der Flusssystembetrachtung und Habitatmodellierung, Habitate und ihre Beschreibung, Schnittstellen Physik – Biologie, Simulationsmodelle und Funktionsweisen, praktischer Einsatz von Habitatmodellen
Literatur

1.     Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA). DWA-Merkblatt 509: Fischaufstiegsanlagen und fischpassierbare Bauwerke – Gestaltung, Bemessung, Qualitätssicherung, Hennef, Mai 2014

2.     Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA). DWA-Themen WW 8.2 - Funktionskontrolle von Fischaufstiegsanlagen, Hennef, April 2006

3.     G. EBEL ,F. FREDRICH, A. GLUCH, C. LECOUR und F. WAGNER. Methodenstandard für die Funktionskontrolle von Fischaufstiegsanlage. Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) e.V., 2006.

4.     L. u. V. d. L. N.-W. Ministerium für Umwelt und Naturschutz: Handbuch Querbauwerke. MUNLV, Abteilung IV. 2005.

5.     Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA). DWA-Themen WW 1.2: Naturnahe Sohlengleiten, Hennef; Januar 2009.

6.     M. NOACK und M. SCHNEIDER. Impacts of Hydropeaking on juvenile fish habitats: A qualitative and quantitative evaluation using the habitat model CASiMiR. 7th International Symposium on Ecohydraulics (12. - 16. Januar 2009, Concepcion, Chile), 2009

7.   M. SCHNEIDER. Habitat- und Abflussmodellierung für Fließgewässer mit unscharfen Berechnungsansätzen – Weiterentwicklung des Simulationsmodells CASIMIR. In Mitteilungen des Institutes für Wasserbau, Heft 108. Universität Stuttgart, Eigenverlag, 2001.