Master-Studiengang Baustoffingenieurwissenschaft

Die Arbeit in Laboren ist ein wesentlicher Bestandteil des Studiums (Foto: Jens Hauspurg)

Steigende Anforderungen bei Neubau, Sanierung, Umweltschutz, Recycling und der Nutzung von Reststoffen fordern Materialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften. Für Materialwissenschaftler im Bauwesen bedeutet dies, über den Rand ihrer Disziplin hinaus zu denken. Im Masterstudiengang Baustoffingenieurwissenschaft bieten wir Ihnen dazu vielfältige Möglichkeiten. Durch eine fundierte theoretische Ausbildung in einer schöpferischen Studienatmosphäre und mit einer ausgeprägten Praxisorientierung erlangen Sie einen Abschluss mit ausgezeichneten Berufschancen.

Studienverlauf

  • Dauer: 4 Semester
  • Abschluss: Master-Arbeit

Im viersemestrigen Master-Studiengang Baustoffingenieurwissenschaft stehen sowohl ingenieurwissenschaftlich als auch naturwissenschaftlich orientierte Inhalte auf dem Stundenplan. So sind beispielsweise Dauerhaftigkeit, Schädigungsmechanismen von Baustoffen, die Diagnose von Bauschäden sowie die Möglichkeiten der Instandsetzung und Sanierung ebenso Lehrinhalte wie die Wechselwirkung zwischen Struktur und Eigenschaft von Bau- und Werkstoffen.

In Übungen und Projekten werden Fertigkeiten im Umgang mit Prüf- und Analysetechnik sowie Umweltgesichtspunkte beim Recycling von Bau- und Werkstoffen vermittelt. In Praktika und Versuchen werden Bau- und Werkstoffe größtenteils selbstständig analysiert und geprüft.

Das ECTS (European Credit Transfer System) wird durchgängig angewandt und vereinfacht damit das Anerkennen von Studienleistungen, die an anderen Einrichtung erbracht wurden. Die Credits bescheinigen dem Studenten den erfolgreichen Abschluss des Faches und den Umfang erbrachter Leistungen in dem Fach.

Studienziel

Ziel des viersemestrigen Master-Studiengangs Baustoffingenieurwissenschaft ist die Ausbildung von wissenschaftlich orientierten und mit praktischem Verständnis für Bau- und Werkstoffe ausgestatteten Ingenieurinnen und Ingenieuren. Es steht der Erwerb von Wissen zu der Dauerhaftigkeit und den Schädigungsmechanismen von Baustoffen, der Diagnose von Bauschäden sowie den Möglichkeiten der Instantsetzung  und Sanierung im Vordergrund sowie das grundlegende Verständnis der Struktur-Eigenschaftsbeziehungen von Bau- und Werkstoffen. Dies ist die Voraussetzung, multifunktionale Materialien und maßgeschneiderte Baustoffe entwickeln zu können.

Einsatzfelder

Durch den bekannten Begriff »Ingenieur« in der Berufsbezeichnung wird ein Qualitätsmerkmal deutscher Hochschulausbildung fortgeführt. Potentielle Arbeitgeber können daraus sofort auf die Qualifikation der Absolventinnen und Absolventen schließen. 
Zu den vielfältigen Aufgaben der Absolventinnen und Absolventen des Studienganges Baustoffingenieurwissenschaft gehören Tätigkeiten wie:

  • Forschung und Entwicklung auf dem gesamten Gebiet der Baustoffe
  • Herstellung von Baustoffen einschließlich Fertigungstechnik
  • Baustoffprüfung, -zulassung und Qualitätssicherung am Bau 
  • Baustoff- und Bauberatung
  • Baustellenbetreuung
  • Planungen in der Bausanierung
  • Bausanierung
  • Qualifizierte Schadensdiagnose und Ursachenforschung
  • Recycling und Umweltschutz
  • Management und Controlling im Baustoff- und Materialbereich
  • Controlling und Projektmanagement im gesamten Baustoffsektor  

Voraussetzungen

  •  Abschluss als Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie (weltweit) in der Fachrichtung Bauingenieurwesen oder einem anderen Bachelor-Studium mit technischer oder naturwissenschaftlicher Ausrichtung
  • der Notendurchschnitt sollte besser als 3,0 sein
  • Studierende des Bachelorstudienganges Bauingenieurwesen [Konstruktion Umwelt Baustoffe] der Bauhaus-Universität Weimar sind mit der Wahl der Vertiefungsrichtung „Baustoffingenieurwissenschaft“ bzw. ab Okt. 2016 „Baustoffe und Sanierung“ bestens vorbereitet
  • im Studium bereits erworbene material- u/o sanierungsbezogene Kenntnisse sind von Vorteil
  • aufgrund der deutschlandweiten Einzigartigkeit des Masterstudiums, werden bei einem Bachelorabschluss ohne erweiterte Baustoffkenntnisse (auch bei B.Sc. Bauingenieurwesen mit anderer Vertiefungsrichtung) zur Kompetenzanpassung fachspezifische Auflagen erteilt. Sie können meist vollumfänglich als Wahlfach anerkannt werden, so dass kein zeitlicher Mehraufwand entsteht
  • ausländische Bewerber benötigen deutsche Sprachkenntnissen der Kompetenzstufe C 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) durch
    a) Nachweis der Muttersprachlichkeit (Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung oder eines 1. berufsqualifizierenden Abschlusses in einem deutschsprachigen Land) oder
    b) Nachweis anhand eines der folgenden Zertifikate: DSH-2 oder TestDaF (mind. 4 x TDN 4)

 

 

Zulassungsverfahren

  • Einschreibeverfahren

 

 

Bewerbung

Frist
bis 31. August des laufenden Jahres  

Studienbeginn 
im Wintersemester und Sommersemester möglich  

Anmeldung über das Online-Bewerbungsportal