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Wirkung hoch 100: Stifterverband sucht 100 Zukunftsideen (Quelle: stifterverband.org)
Wirkung hoch 100: Stifterverband sucht 100 Zukunftsideen (Quelle: stifterverband.org)
360° 3D-Modell eines Wasserwerks (Bild: Florian Wehking)
360° 3D-Modell eines Wasserwerks (Bild: Florian Wehking)
Virtuelle Bangladesch Exkursion (Bild: Florian Wehking)
Virtuelle Bangladesch Exkursion (Bild: Florian Wehking)
Erstellt: 02. Dezember 2020

Projekt »360° Bildung« der Bauhaus-Universität Weimar gehört zu besten 100 Ideen Deutschlands

Die Initiative »Wirkung hoch 100« des Stifterverbands sucht im Jahr seines 100. Bestehens Deutschlands beste 100 Ideen und Projekte für Bildung, Wissenschaft und Innovation von morgen. Seit Anfang November gehört das Projekt »360° Bildung« des Bauhaus-Instituts für zukunftsweisende Infrastruktursysteme (b.is) dazu. Mit dem Preis erhalten Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong, Professor für Siedlungswasserwirtschaft an der Fakultät Bauingenieurwesen, und sein Team eine finanzielle Förderung sowie Zugang zu Coachings und umfassenden Vernetzungs- und Unterstützungsangeboten.

Der Expertenbeirat der Jubiläumsinitiative »Wirkung hoch 100« hat die 100 besten Ideen für die Zukunft des Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystems ausgewählt. Aus mehr als 500 Einreichungen konnte sich das Projekt »360° Bildung« der Bauhaus-Universität Weimar durchsetzen. In dem Community-orientierten Prozess, der neben der finanziellen Förderung von 5000 Euro auch die Unterstützung durch Coachings, Trainings und Workshops sowie externe Experten vorsieht, kann das Projekt in den nächsten sechs Monaten weiterentwickelt werden.

Digitalisierung in der Hochschullehre
»Wir nehmen die Auszeichnung als Ansporn, ein digitales Lehrformat voranzutreiben, das für das Umweltingenieurwesen, aber auch für viele weitere Disziplinen an der Bauhaus-Universität eine qualitative Bereicherung in der Lehre sein kann«, freut sich Londong. Er und sein interdisziplinäres Team, Dr. Heinrich Söbke, Florian Wehking und Ulrich Mario Wolf, wissenschaftliche Mitarbeiter der Professur Siedlungswasserwirtschaft, widmen sich in ihrem Projekt Augmented- und Virtual Reality Anwendungen, bei denen 360° Fotos und Videos aufgezeichnet werden. Mithilfe dieser virtuellen Exkursionen wird Studierenden der Umweltingenieurwissenschaften das Praxiswissen vermittelt, das sie als spätere Führungskräfte benötigen.

»Bilder wirken viel direkter als theoretischer Lernstoff. Wir nutzen bei unserer Arbeit leicht einzusetzende Technologie und bewirken damit immersive Lernerfahrungen bei den Studierenden«, erläutert Söbke. Dank solcher 360° Modelle könnten unterschiedlichste Orte und Infrastrukturen »begangen« und thematische Fragen mittels hinterlegter Informationen beantwortet werden. Ziel des Projektes ist es, eine offene Plattform zu erarbeiten, in der 360° Rundgänge für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zudem soll untersucht werden, wie die Digitalisierung dabei helfen kann, ortsunabhängig zusammenzuarbeiten und gesellschaftliche sowie soziale Hürden abzubauen.

Das Projekt »360° Bildung« wird in Kooperation mit dem Klärwerk Rosental der Leipziger Wasserwerke realisiert. Die Teilnahme an der Initiative im Bereich Bildung stand dabei unter der allgemeinen Fragestellung: »Bildungsorte 2030: Wie soll schulisches und außerschulisches Lehren und Lernen von morgen aussehen?«.

Mehrstufiges Fördermodell mit dem Ziel größtmöglicher Wirkung
Zudem nimmt »360° Bildung« an einem dreistufigen Auswahlverfahren teil. Das Projektteam hat dabei die Möglichkeit, den Schritt in die nächste Runde der Initiative zu schaffen oder sich für andere Fördermaßnahmen im Bereich Virtual- und Augmented Reality Anwendungen in der Lehre zu qualifizieren. In der nächsten Phase des Fördermodells wählt der Expertenbeirat aus den 100 Projekten der Anfangsphase die 30 vielversprechendsten Teams aus. Je nach Fortschritt, Förderbedarf und Wirkungspotenzial wählt der Beirat aus ihnen schließlich die zehn Projekte aus, die mit insgesamt bis zu einer Million Euro gefördert werden. Am Ende dieser Förderphase erhalten die drei Projekte mit dem größten Wirkungspotenzial den »Wirkung hoch 100-Preis«.

Das Ziel von »Wirkung hoch 100« ist es, gemeinsam eine Plattform zu bilden, um zukünftige Herausforderungen des Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystem zu lösen. Durch die Vernetzung untereinander, eine umfassende Begleitung und eine bedarfsorientierte Förderung werden die ausgewählten Projekte befähigt, ihre selbstgesetzten Ziele zu erreichen und ihr Transformationspotenzial zu entfalten. Die Geförderten profitieren zudem vom Partnernetzwerk des Stifterverbandes, bestehend aus Stiftungen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Weitere Informationen zur Initiative »Wirkung hoch 100« des Stifterverbands erhalten Sie unter: https://www.stifterverband.org/wirkunghoch100