H2-Well

Modellregion mit dezentralen Wasserstofftechnologien

Projekttitel:
H2-Well - Wasserstoffquell- und Wertschöpfungsregion Main-Elbe-LINK

Fördernde Einrichtung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektdauer:
01.04.2018 - Ende 2022

Leiter des Projekts:
Prof. Dr. Mark Jentsch

Projektpartner:
Die Partner der ersten Projektphase waren die Kumatec Hydrogen GmbH & Co. KG und der SolarInput e.V. Neben diesen beiden Projektpartnern gibt es eine Reihe von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und der öffentlichen Verwaltung, die Teil des H2-Well-Bündnisses sind und die Umsetzungsphase des Vorhabens prägen.

Am Projekt beteiligte Personen der Professur:
Prof. Dr. Mark Jentsch, Tabea Lerch M.A., Dipl. UWT Sebastian Büttner

Projektwebseite:
→ www.h2well.de

Projektbeschreibung

Das Bündnis H2-Well, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms WIR! - Wandel durch Innovation in der Region gefördert wird, hat das Ziel, einen innovationsbasierten Strukturwandel hin zu einer dezentralen und grünen Wasserstoffwirtschaft in der Region zwischen Main und Elbe einzuleiten. In der 2018 abgeschlossenen Konzeptphase wurde dementsprechend eine detaillierte Innovationsstrategie für eine regionale Wasserstoffwirtschaft erarbeitet, die alle energierelevanten Sektoren, d.h. die Bereiche Stromerzeugung, Mobilität und Wärmeversorgung miteinander verknüpft. Wie in Abbildung 1 gezeigt wird, wird hierbei eine Erzeugung von lokalen Wertschöpfungsketten angestrebt. Die konkrete Umsetzung der Strategie erfolgt im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Umsetzungsphase von 2021 bis 2024.

Abb. 1 - Grundlegende Wertschöpfungskette einer regionalen grünen Wasserstoffwirtschaft und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft auf sozialer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene.

Konzept- & Umsetzungsphase im WIR!-Bündnis H2-Well

In der ersten Phase des Projekts, der Konzeptphase, wurde eine übergreifende Innovationsstrategie entwickelt, in der neun Forschungsbereiche für die folgenden Jahre bis 2024 identifiziert wurden. Für die Formulierung der Innovationsstrategie wurden hierbei in Veranstaltungen und Workshops Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und der Öffentlichkeit zusammengebracht und in den Entwicklungsprozess einbezogen. Neben der Akquise von Partnern für das Netzwerk ging es in dieser Phase um die Bewertung der technischen und wissenschaftlichen Potenziale des Markt- und Geschäftsumfelds sowie um die Ermittlung relevanter Akteure. Alle Beteiligten machten deutlich, dass die Region über ein großes Potenzial für eine breitere Umsetzung dezentraler Wasserstoffsysteme verfügt. Daher werden die anstehenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch Maßnahmen zur Gewinnung von Fachkräften in der Region sowie zur Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Wasserstofftechnologien ergänzt.

Nach der Entwicklung der Innovationsstrategie, die den Fahrplan für die Zukunft liefert, sollen in der zweiten Projektphase, der Umsetzungsphase, nun neuartige dezentrale Wasserstofflösungen in der Region umgesetzt werden. Diese Arbeit beginnt ab 2021 mit drei Umsetzungsprojekten. Um die Ergebnisse der Arbeit des Bündnisses in der Öffentlichkeit möglichst sichtbar zu machen, wird die konkrete Umsetzung an zwei speziellen Ausgangspunkten in der Region, und zwar in den Städten Sonneberg und Apolda, erfolgen. Bis heute sind über 40 Partner an den in Abbildung 2 dargestellten Standorten am WIR!-Bündnis H2-Well beteiligt.

Abb. 2 - Karte der Region Main-Elbe, die das Konzept der Zusammenführung von Akteuren an zwei Knotenpunkten in der Region verdeutlicht.